MS Spaichingen-Anleihe: Gute Verzinsung bei vergleichsweise geringem Risiko - Anleiheanalyse


20.11.14 14:17
GBC AG

Augsburg (www.anleihencheck.de) - Manuel Hoelzle und Dominik Gerbing, Analysten der GBC AG, nehmen die Unternehmensanleihe (ISIN DE000A1KQZL5 / WKN A1KQZL) der MS Spaichingen GmbH unter die Lupe.

Seit dem letzten Update sei die Anleihe der MS Spaichingen GmbH, die eine 100%ige Tochter der MS Industrie AG sei, etwas Richtung pari zurückgekommen. Hierfür gebe es jedoch nach Ansicht der Analysten keinen fundamentalen Grund, da das Geschäft des Unternehmens in 2014 bisher sehr gut gelaufen sei und auch auf Jahressicht zu einem hervorragenden Geschäftsjahr führen dürfte.

Der letzte Kursrückgang kann nach Erachten der Analysten der GBC AG daher als Einstieg in die Mittelstandsanleihe genutzt werden. Mit einer aktuellen Effektivrendite von 3,57% biete die Anleihe, in Zeiten der lang anhaltenden Niedrigzinsphase, eine gute Verzinsung bei vergleichsweise geringem Risiko. Das Unternehmen habe zuletzt am 08.04.2014 von der Creditreform Rating AG das Rating BBB- erhalten und biete somit noch Investment Grade Status, was im Bereich der Mittelstandsanleihen für eine sehr hohe Qualität spreche.

Die MS Spaichingen GmbH entwickle und fertige im Geschäftsfeld Motorentechnik eine Vielzahl von innovativen Lösungen sowie Baugruppen für moderne (Diesel-)Motoren. Daneben sei das Unternehmen in der Herstellung von Schweißtechniksystemen und Sondermaschinen tätig.

Betrachte man die operative Entwicklung der MS Spaichingen GmbH, beziehungsweise des Mutterkonzerns MS Industrie AG, so ergebe sich ein sehr erfreuliches Bild. Innerhalb des ersten Halbjahres 2014 habe die MS Industrie AG die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich steigern können. Mit 104,61 Mio. EUR hätten die Umsätze um 23,3% über dem Wert zum 30.06.2013 mit 84,86 Mio. EUR gelegen.

Dieser deutliche Anstieg sei wiederum maßgeblich auf die starke Entwicklung bei der Tochtergesellschaft MS Spaichingen GmbH zurückzuführen gewesen. Diese habe von einer Erholung im Nutzfahrzeugmarkt in den USA sowie von der allmählichen Auflösung des bisherigen Investitionsstaus profitiert. Analog zu den Umsatzerlösen des Konzerns sei auch das EBITDA um 11,1% auf 10,23 Mio. EUR (VJ: 9,21 Mio. EUR) angestiegen. Der leicht unterproportionale Anstieg sei dabei planmäßig und auf den starken Umsatzanstieg innerhalb der Motorentechnik (MS Spaichingen GmbH) zurückzuführen, der wiederum einen vergleichsweise hohen Materialeinsatz erfordere.

Diese positive Entwicklung sollte sich auch auf Jahressicht weiter fortsetzen. Beispielsweise habe die Daimler AG sehr gute Zahlen für das dritte Quartal geliefert. Hier sei die MS Industrie AG first-tier-supplier und profitiere entsprechend hiervon. Da die Verträge mit namhaften Unternehmen wie MTU Friedrichshafen und Daimler unter anderem bis 2018 geschlossen sind und eine langfristige Planungssicherheit bieten, gehen die Analysten der GBC AG auch für die kommenden Geschäftsjahre von einer positiven Entwicklung aus.

Auch bilanziell stehe die Unternehmensgruppe sehr gut da. Durch die Veräußerung nicht operativer Beteiligungen und die Rückführung der Finanzverbindlichkeiten habe sich die Eigenkapitalquote von 26,8% in 2012 auf zuletzt 30,0% zum 30.06.2014 verbessert. Gleichzeitig sei die Nettoverschuldung von 70,96 Mio. EUR auf 67,20 Mio. EUR gesunken. Hier sei aufgrund der zu erwartenden sehr guten Periodenergebnisse in Zukunft weiterhin mit einer deutlichen Verbesserung der Bilanzrelationen zu rechnen. (Update November 2014) (20.11.2014/alc/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.