METRO-Anleihe: Sollte weiterhin der Aktie vorgezogen werden


08.05.12 10:22
Anleihencheck Research

Westerburg (www.anleihencheck.de) - Der Analyst von Anleihencheck Research, Sven Krupp, hält die Anleihe (ISIN DE000A1MA9K8 / WKN A1MA9K) von METRO (ISIN DE0007257503 / WKN 725750) weiterhin für die bessere Alternative gegenüber einem Direktinvestment in die METRO-Aktie.

Die Anleihe sei mit einem Kupon von 3,375% ausgestattet, laufe noch bis zum 01.03.2019 und weise eine anlegerfreundliche Stückelung von 1.000 Euro auf. Bei einem aktuellen Kurs von 100,06 Euro biete die Anleihe eine jährliche Rendite von 3,51%. Das Rating für die Anleihe durch die Agentur Moody's laute "Baa2", was im unteren Investment-Grade-Bereich liege.

METRO zähle zu den weltweit größten Handelsunternehmen. Dabei sei die Geschäftstätigkeit des Konzerns in die Bereiche METRO Cash & Carry, Real, Media Markt und Saturn sowie Galeria Kaufhof unterteilt.

Der Konzern habe in der letzten Woche seine Zahlen für das erste Quartal 2012 bekannt gegeben. Demnach sei es zu einem Umsatzanstieg um 2,2% auf 15,6 Mrd. Euro gekommen. Zur positiven Entwicklung hätten auch Kalendereffekte beigetragen. Dagegen sei METRO auf der Ergebnisseite in die Verlustzone gerutscht. Das EBIT sei mit -9 Mio. Euro ausgewiesen worden, nach +142 Mio. Euro im Vorjahresquartal. Neben umfangreichen Preisinvestitionen - vor allem bei Media-Saturn - sei das Ergebnis durch höhere Expansionskosten sowie Aufwendungen zur Steigerung des Kundennutzens belastet worden. Ferner sei das Ergebnis vor Steuern auf -134 Mio. Euro gesunken und das den Anteilseignern der METRO AG zuzurechnende Ergebnis auf -82 Mio. Euro.

Die Zahlen für das Auftaktquartal sind nach Ansicht der Analysten von Anleihencheck Research erwartungsgemäß schwach ausgefallen. Das Unternehmen leide unverändert unter einem sehr herausfordernden Umfeld und die Bereiche Media-Saturn sowie Cash & Carry würden sich weiterhin enttäuschend entwickeln.

Der Ausblick für 2012 sei von der METRO-Geschäftsführung bekräftigt worden. Demnach rechne diese weiterhin mit einem Umsatzanstieg und einem EBIT vor Sonderfaktoren auf Vorjahresniveau. Zwar spiele das erste Quartal 2012 für METRO nur eine untergeordnete Rolle, doch würden sich weiter negative Trends abzeichnen, für die die Analysten bezweifeln würden, ob diese sich im Jahresverlauf zum Besseren wenden würden. Daher erscheine den Analysten die Guidance eines EBIT vor Sonderfaktoren auf Vorjahresniveau zunehmend ambitioniert.

2012 dürfte für den METRO-Konzern ein weiteres schwieriges Jahr werden, zumal die geringe Cashflow-Generierung eine Kürzung der Dividende zur Folge haben könnte. Hier könnte sich METRO jedoch durch den geplanten Verkauf von Real und Kaufhof etwas Luft verschaffen. Das schwierige Marktumfeld dürfte aber einen Verkauf erschweren bzw. zu einem weniger attraktiven Verkaufspreis führen.

Vor dem Hintergrund der weiterhin schwachen operativen Entwicklung habe auch die METRO-Aktie ihre Underperformance fortgesetzt. Vorerst sehe man keine Anzeichen für eine Trendwende. Auch wenn die METRO-Aktie fundamental mit einem KGV 2013e von gut 8 nicht hoch bewertet sei. Erst wenn sich das Umfeld für den METRO-Konzern spürbar aufhelle, sollte der Aktienkurs wieder nachhaltig steigen.

Solange ist nach Meinung der Analysten von Anleihencheck Research die o.a. Anleihe von METRO die bessere Alternative zu einem Direktinvestment in die Aktie. (Analyse vom 08.05.2012) (08.05.2012/alc/a/a)


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