Linde-Anleihe auf NOK: bei Kursen um Pari ein klarer Kauf


30.10.12 09:19
Anleihencheck Research

Westerburg (www.anleihencheck.de) - Nach Meinung des Analysten von Anleihencheck Research, Sven Krupp, ist die neue Anleihe (ISIN XS0835302513 / WKN A1RE7A) des Gaseherstellers Linde eine sehr interessante Alternative zu Festgeld oder Bundesanleihen und bei Kursen um Pari ein klarer Kauf.

Die Anleihe sei mit einem Kupon von 2,75% ausgestattet, laufe noch bis zum 28.09.2017 und weise eine anlegerfreundliche Stückelung von 10.000 Norwegische Kronen (entspreche rund 1.343 EUR) auf. Bei einem aktuellen Kurs von 100,48% biete die Anleihe eine jährliche Rendite von 2,64%. Die Linde AG werde durch die Ratingagentur Moody's mit "A3" bewertet, was im mittleren Investment-Grade-Bereich liege.

Linde zähle neben Air Liquide zu den weltweit führenden Unternehmen für Industrie-, Prozess- und Spezialgase.

Anfang dieser Woche habe der Konzern seine Neunmonatszahlen präsentiert. Dabei habe Linde seinen Wachstumskurs fortgesetzt und Umsatz sowie operatives Ergebnis erneut gesteigert. Demnach habe der Konzernumsatz gg. VJ um 8,4% auf 11,06 Mrd. Euro zugelegt. Bereinigt um Währungskurseffekte habe der Anstieg 3,8% betragen. Das Ergebnis nach Steuern sei um 6,1% auf 958 Mio. Euro gestiegen.

Den kurz- und mittelfristigen Ausblick habe die Linde-Geschäftsführung bekräftigt. So rechne sie damit, den Umsatz und das operative Konzernergebnis gegenüber 2011 zu steigern. Für 2013 peile Linde dann ein operatives Konzernergebnis von mindestens 4 Mrd. Euro an und für 2015 werde bei der Rendite auf das eingesetzte Kapital ein Zielwert von mindestens 14% avisiert.

Auch wenn die Übernahmen des kontinentaleuropäischen Healthcare-Geschäfts von Air Products und die Übernahme von Lincare in Q3'2012 die Gewinnentwicklung beeinträchtigt haben, hat Linde nach Einschätzung der Analysten von Anleihencheck Research sehr ordentliche Zahlen vorgelegt. Das Geschäft verlaufe trotz der wirtschaftlich eher schwierigen Rahmenbedingungen sehr stabil und eine EBITDA-Marge von über 23% sei sehr respektabel. Und mithilfe des neu aufgelegten Effizienz-Programms, High Performance Organisation (HPO), wolle Linde in den Jahren 2013 bis 2016 die Bruttokosten insgesamt um weitere 750 bis 900 Mio. Euro senken.

Sollte die Weltwirtschaft bald wieder etwas an Fahrt aufnehmen, dürfte Linde in diesem Fall seinen profitablen Wachstumskurs beeindruckend fortsetzen. Zumal der Konzern ohnehin global glänzend aufgestellt sei und durch sein defensives, aber durchaus wachstumsstarkes Geschäftsmodell überzeuge.

Für Anleger, denen ein Direktinvestment in die Linde-Aktie aber zu spekulativ sei, könnte die o.a. Unternehmensanleihe von Linde interessant sein. Für die Analysten von Anleihencheck Research ist die Anleihe eine sehr interessante Alternative zu Festgeld oder Bundesanleihen. Immerhin liege die Rendite der Unternehmensanleihe rund 2,2 Prozentpunkt über der von vergleichbaren Bundesanleihen. Jedoch gelte es, ein mögliches Währungsrisiko zu beachten. Sollte die NOK gegenüber dem EUR weiter aufwerten, seien sogar Währungsgewinne möglich. (Analyse vom 30.10.2012) (30.10.2012/alc/a/a)


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