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LBBW-PROTECT-Aktienanleihe auf Deutsche Lufthansa: Geharnischte Gewinnwarnung - Anleiheanalyse
19.06.14 10:36
ZertifikateJournal
Schwarzach am Main (www.anleihencheck.de) - Die Experten vom "ZertifikateJournal" stellen in ihrer aktuellen Ausgabe eine PROTECT-Aktienanleihe (ISIN DE000LB0X3P4 / WKN LB0X3P) der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) auf die Aktie der Deutschen Lufthansa AG vor.
So etwas sehe man bei einem DAX-Wert nicht alle Tage. Schwache Geschäfte im Passagier- und Frachtbereich würden das Lufthansa-Management beim Ergebnisausblick zurückrudern lassen - und zwar deutlich. Anleger hätten geschockt reagiert. Die Aktien seien binnen Tagesfrist in der Spitze um mehr als um 15 Prozent eingebrochen und hätten damit den größten Tagesverlust seit den schrecklichen Terroranschlägen vom 11. September 2001 in New York verbucht.
Der Kranich-Konzern erwarte operativ im laufenden Geschäftsjahr nur noch ein Ergebnis von rund einer Milliarde Euro. Zuvor habe das Unternehmen 1,3 bis 1,5 Mrd. Euro in Aussicht gestellt. Begründet werde die Prognosesenkung mit einer schwächeren Umsatzentwicklung. Hinzu kämen Streikkosten, ein härterer Preiskampf in Europa und den USA sowie die Abwertung des venezolanischen Bolivars.
Aber das sei nicht alles: Das Management habe zudem die Vorhersage für 2015 kassiert. Ursprünglich sei ein operativer Gewinn von 2,65 Mrd. Euro angepeilt worden. Jetzt würden die Firmenlenker nur noch rund zwei Milliarden Euro erwarten - ein herber Schlag. Schließlich habe die Lufthansa-Spitze dem Konzern eine harte Magerkur verordnet, um dieses Ziel zu erreichen.
Die Gewinnwarnung sei auch vom zeitlichen Timing völlig überraschend gekommen. Denn noch auf der Hauptversammlung vor etwa vier Wochen habe sich das Management zuversichtlich über den weiteren Geschäftsverlauf geäußert und die Vorhersagen bekräftigt. Zudem habe der Konzern seinerzeit erstmals wieder eine Dividende gezahlt.
Jetzt in die Lufthansa-Aktie einzusteigen, erfordere eine gehörige Portion Mut. Die Aktie befinde sich im freien Fall. Die Unsicherheit darüber, wie sich das Unternehmen im zunehmend harten Wettbewerb behaupten werde, sei hoch. Das Preisumfeld habe sich stark eingetrübt. Das würden auch die Verkehrzahlen für Mai zeigen. Zwar habe die Airline mehr Passagiere und Fracht befördert, unter dem Strich sei aber weniger hängen geblieben. Auch die Ankündigung einer neuen Billig-Fluglinie könne kaum seriös analysiert werden. Denn noch sei unklar, wie diese Airline am Markt positioniert werden solle.
Insofern bleibt die zur Zeichnung aufliegende PROTECT-Aktienanleihe der LBBW derzeit spekulativen Anlegern vorbehalten, die nach dem Gemetzel auf eine Stabilisierung setzen wollen, so die Experten vom "ZertifikateJournal". Das Papier werfe einen fixen Zins von 4,25 Prozent p.a. ab. Der Basispreis, der über die Rückzahlung der Anleihe am Laufzeitende in einem Jahr entscheide, werde bei 87 Prozent des Referenzwerts eingezogen. (Ausgabe 24 vom 18.06.2014) (19.06.2014/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
So etwas sehe man bei einem DAX-Wert nicht alle Tage. Schwache Geschäfte im Passagier- und Frachtbereich würden das Lufthansa-Management beim Ergebnisausblick zurückrudern lassen - und zwar deutlich. Anleger hätten geschockt reagiert. Die Aktien seien binnen Tagesfrist in der Spitze um mehr als um 15 Prozent eingebrochen und hätten damit den größten Tagesverlust seit den schrecklichen Terroranschlägen vom 11. September 2001 in New York verbucht.
Der Kranich-Konzern erwarte operativ im laufenden Geschäftsjahr nur noch ein Ergebnis von rund einer Milliarde Euro. Zuvor habe das Unternehmen 1,3 bis 1,5 Mrd. Euro in Aussicht gestellt. Begründet werde die Prognosesenkung mit einer schwächeren Umsatzentwicklung. Hinzu kämen Streikkosten, ein härterer Preiskampf in Europa und den USA sowie die Abwertung des venezolanischen Bolivars.
Die Gewinnwarnung sei auch vom zeitlichen Timing völlig überraschend gekommen. Denn noch auf der Hauptversammlung vor etwa vier Wochen habe sich das Management zuversichtlich über den weiteren Geschäftsverlauf geäußert und die Vorhersagen bekräftigt. Zudem habe der Konzern seinerzeit erstmals wieder eine Dividende gezahlt.
Jetzt in die Lufthansa-Aktie einzusteigen, erfordere eine gehörige Portion Mut. Die Aktie befinde sich im freien Fall. Die Unsicherheit darüber, wie sich das Unternehmen im zunehmend harten Wettbewerb behaupten werde, sei hoch. Das Preisumfeld habe sich stark eingetrübt. Das würden auch die Verkehrzahlen für Mai zeigen. Zwar habe die Airline mehr Passagiere und Fracht befördert, unter dem Strich sei aber weniger hängen geblieben. Auch die Ankündigung einer neuen Billig-Fluglinie könne kaum seriös analysiert werden. Denn noch sei unklar, wie diese Airline am Markt positioniert werden solle.
Insofern bleibt die zur Zeichnung aufliegende PROTECT-Aktienanleihe der LBBW derzeit spekulativen Anlegern vorbehalten, die nach dem Gemetzel auf eine Stabilisierung setzen wollen, so die Experten vom "ZertifikateJournal". Das Papier werfe einen fixen Zins von 4,25 Prozent p.a. ab. Der Basispreis, der über die Rückzahlung der Anleihe am Laufzeitende in einem Jahr entscheide, werde bei 87 Prozent des Referenzwerts eingezogen. (Ausgabe 24 vom 18.06.2014) (19.06.2014/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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