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Kroatien-Staatsanleihe: Hohe Rendite bei (noch) erhöhten Risiken
14.02.12 10:43
Anleihencheck Research
Westerburg (anleihencheck.de) - Der Analyst von Anleihencheck Research, Sven Krupp, hält die Staatsanleihe (ISIN XS0431967230 / WKN A1AHLK) von Kroatien für eine interessante Alternative für etwas wagemutige Anleger, die auf der Suche nach einer attraktiven Verzinsung sind.
Die Anleihe, emittiert vom südosteuropäischen Staat Kroatien, sei mit einem Kupon von 6,50% ausgestattet, laufe noch bis zum 05.01.2015 und weise eine anlegerfreundliche Stückelung von 1.000 EUR auf. Bei einem aktuellen Kurs von 100,60 EUR biete sie eine jährliche Rendite von 6,40%. Sowohl die Anleihe als auch der Emittent seien von der Ratingagentur Moody's mit "Baa3" bewertet, was gerade noch Investmentgrade-Status entspreche. Damit bestehe nach Einschätzung von Moody's bezüglich der Verbindlichkeiten des Emittenten ein moderates Kreditrisiko.
Kroatien habe im Zuge der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise stark gelitten. Nach einem BIP-Rückgang in 2010 um 1,4% dürfte das Wachstum in 2011 bei 1,3% gelegen haben. Für dieses Jahr werde ein BIP-Anstieg um 1,8% prognostiziert. Für zusätzlichen Auftrieb könnte das Ende Januar durchgeführte Referendum zum geplanten EU-Beitritt sorgen. So hätten sich über zwei Drittel der wahlberechtigten Kroaten für einen Beitritt in die EU ausgesprochen. Da jedoch die Wahlbeteiligung den Angaben nach wohl unter 50% gelegen habe, liege letztendlich die Entscheidung bei der Regierung, das Wahlergebnis anzunehmen. Zudem müssten noch die 27 EU-Mitglieder den Vertrag ratifizieren, bevor Kroatien dann im Juli 2013 zum offiziellen EU-Mitglied gekürt werden könne. Dies dürfte aber nur eine Formsache sein.
Durch den EU-Beitritt erhoffe sich das Land einen zusätzlichen Schub für die Wirtschaft, die rund 60% ihrer Geschäfte mit dem europäischen Ausland abwickle. Kroatien's Wirtschaft sei stark von der Tourismusbranche und der Nahrungsmittelindustrie geprägt. Die Arbeitsmarktsituation sei mit einer zweistelligen Arbeitslosenquote noch recht angespannt. Durch mögliche neue Handelsabkommen und Subventionen erhoffe sich die Regierung zusätzliche Unterstützung, um das Fundament für ein nachhaltiges Wachstum zu legen.
Einige Anleger würden sich vermutlich fragen, warum man trotz der aktuellen Euro-Schuldenkrise und der immer noch drohenden Rezessionsängste in Europa in europäische Staatsanleihen investieren sollte? Hier sei es wichtig, etwas über den Tellerrand hinaus zu blicken und auch die jüngste Entwicklung mit einzubeziehen. Erstens hätten sich die Regierungschef auf dem jüngsten Euro-Gipfel Ende Januar auf ein neues Sparpaket und eine deutliche Ausweitung des Euro-Rettungsschirms verständigt. Dies sei wichtig, damit hochverschuldeten Euro-Staaten bei künftigen Anleiheemissionen im Notfall unter Arme gegriffen werden könne. Zudem würden die jüngsten Wirtschaftsindikatoren auf eine Stabilisierung der Weltwirtschaft hindeuten. Somit sei die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einem zweiten Griechenland komme, erheblich gesunken.
Für Anleger mit etwas Mut und Weitsicht, die nicht an einen Verfall der Eurozone sowie des Euros und nicht an ein zweites Griechenland glauben würden, könnte daher die o.a. Anleihe von Kroatien durchaus interessant sein. Sie biete eine weitaus überdurchschnittliche Rendite bei einem moderaten Risiko und stelle eine interessante Alternative zu anderen europäischen Staatsanleihen dar. (Analyse vom 14.02.2012)
Dieser Bericht wurde von Anleihencheck Research ausschließlich zu Informationszwecken erstellt. Die in diesem Bericht enthaltenen Angaben, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung der mit der Erstellung dieses Berichtes betrauten Personen zu Redaktionsschluss. Anleihencheck Research behält sich in diesem Zusammenhang das Recht vor, jederzeit Änderungen oder Ergänzungen vorzunehmen. Die Vervielfältigung, Weiterleitung und Verteilung von Texten oder Textteilen dieses Berichtes ist ausdrücklich untersagt. Anleihencheck Research übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit Vollständigkeit oder Genauigkeit der im Bericht enthaltenen Informationen und/oder für das Eintreten der Prognosen.
Dieser Bericht richtet sich ausschließlich an Marktteilnehmer, die in der Lage sind, ihre Anlageentscheidungen eigenständig zu treffen und sich dabei nicht nur auf die Analysen und Prognosen von Anleihencheck Research stützen.
Dieser Bericht ist unverbindlich und stellt weder ein Angebot zum Kauf der genannten Produkte noch eine Anlageempfehlung dar.
(14.02.2012/alc/a/a)
Die Anleihe, emittiert vom südosteuropäischen Staat Kroatien, sei mit einem Kupon von 6,50% ausgestattet, laufe noch bis zum 05.01.2015 und weise eine anlegerfreundliche Stückelung von 1.000 EUR auf. Bei einem aktuellen Kurs von 100,60 EUR biete sie eine jährliche Rendite von 6,40%. Sowohl die Anleihe als auch der Emittent seien von der Ratingagentur Moody's mit "Baa3" bewertet, was gerade noch Investmentgrade-Status entspreche. Damit bestehe nach Einschätzung von Moody's bezüglich der Verbindlichkeiten des Emittenten ein moderates Kreditrisiko.
Kroatien habe im Zuge der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise stark gelitten. Nach einem BIP-Rückgang in 2010 um 1,4% dürfte das Wachstum in 2011 bei 1,3% gelegen haben. Für dieses Jahr werde ein BIP-Anstieg um 1,8% prognostiziert. Für zusätzlichen Auftrieb könnte das Ende Januar durchgeführte Referendum zum geplanten EU-Beitritt sorgen. So hätten sich über zwei Drittel der wahlberechtigten Kroaten für einen Beitritt in die EU ausgesprochen. Da jedoch die Wahlbeteiligung den Angaben nach wohl unter 50% gelegen habe, liege letztendlich die Entscheidung bei der Regierung, das Wahlergebnis anzunehmen. Zudem müssten noch die 27 EU-Mitglieder den Vertrag ratifizieren, bevor Kroatien dann im Juli 2013 zum offiziellen EU-Mitglied gekürt werden könne. Dies dürfte aber nur eine Formsache sein.
Einige Anleger würden sich vermutlich fragen, warum man trotz der aktuellen Euro-Schuldenkrise und der immer noch drohenden Rezessionsängste in Europa in europäische Staatsanleihen investieren sollte? Hier sei es wichtig, etwas über den Tellerrand hinaus zu blicken und auch die jüngste Entwicklung mit einzubeziehen. Erstens hätten sich die Regierungschef auf dem jüngsten Euro-Gipfel Ende Januar auf ein neues Sparpaket und eine deutliche Ausweitung des Euro-Rettungsschirms verständigt. Dies sei wichtig, damit hochverschuldeten Euro-Staaten bei künftigen Anleiheemissionen im Notfall unter Arme gegriffen werden könne. Zudem würden die jüngsten Wirtschaftsindikatoren auf eine Stabilisierung der Weltwirtschaft hindeuten. Somit sei die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einem zweiten Griechenland komme, erheblich gesunken.
Für Anleger mit etwas Mut und Weitsicht, die nicht an einen Verfall der Eurozone sowie des Euros und nicht an ein zweites Griechenland glauben würden, könnte daher die o.a. Anleihe von Kroatien durchaus interessant sein. Sie biete eine weitaus überdurchschnittliche Rendite bei einem moderaten Risiko und stelle eine interessante Alternative zu anderen europäischen Staatsanleihen dar. (Analyse vom 14.02.2012)
Dieser Bericht wurde von Anleihencheck Research ausschließlich zu Informationszwecken erstellt. Die in diesem Bericht enthaltenen Angaben, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung der mit der Erstellung dieses Berichtes betrauten Personen zu Redaktionsschluss. Anleihencheck Research behält sich in diesem Zusammenhang das Recht vor, jederzeit Änderungen oder Ergänzungen vorzunehmen. Die Vervielfältigung, Weiterleitung und Verteilung von Texten oder Textteilen dieses Berichtes ist ausdrücklich untersagt. Anleihencheck Research übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit Vollständigkeit oder Genauigkeit der im Bericht enthaltenen Informationen und/oder für das Eintreten der Prognosen.
Dieser Bericht richtet sich ausschließlich an Marktteilnehmer, die in der Lage sind, ihre Anlageentscheidungen eigenständig zu treffen und sich dabei nicht nur auf die Analysen und Prognosen von Anleihencheck Research stützen.
Dieser Bericht ist unverbindlich und stellt weder ein Angebot zum Kauf der genannten Produkte noch eine Anlageempfehlung dar.
(14.02.2012/alc/a/a)


