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Krieg in der Ukraine bringt EZB in ein Dilemma


09.03.22 12:30
nordIX AG

Hamburg (www.anleihencheck.de) - Es herrscht Krieg in Europa, die aktuelle Situation in der Ukraine ist sehr besorgniserregend und bringt die EZB in ein Dilemma, so Jens Franck, Leiter Portfoliomanagement bei dem Hamburger Fixed Income-Spezialisten nordIX AG.

Während eine weiter ansteigende Inflation aufgrund massiv ansteigender Rohstoffpreise unabwendbar scheine, würden sich insbesondere konjunkturelle Folgeeffekte derzeit nicht konkret einschätzen lassen.

Dementsprechend stelle sich die Frage, ob EZB-Präsidentin Christine Lagarde den zuletzt angekündigten Pfad der Normalisierung bestätigen oder davon abweichen werde. Franck gehe davon aus, dass die EZB in dieser Sitzung noch keine neuen Maßnahmen ergreifen werde. Dazu sei die sich stündlich veränderte Lage noch viel zu unklar und dynamisch. Zudem dürfte den Marktteilnehmern klar gemacht werden, dass die Notenbank bei Bedarf die Möglichkeit nicht ausschließen werde, außerordentliche Maßnahmen wie beispielsweise kurzfristige Tender zur Stabilisierung der Geldmärkte zu beschließen, die insbesondere die europäische Peripherie und den Bankensektor stützen sollten. (09.03.2022/alc/a/a)