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Kräftige Zuflüsse in Unternehmensanleihen erwartet
10.03.15 10:08
Meriten IM
Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Auf der Jagd nach Rendite dürften Unternehmensanleihen auch im Jahr 2015 hoch in der Gunst der Anleger liegen. Schließlich bleiben "mühelose" Marktgewinne weiter unwahrscheinlich. Zu diesem Fazit kommt der Fixed Income Special Report von BNY Mellon, so die Experten von Meriten Investment Management (Meriten IM).
Der jährliche Report gebe einen umfassenden Überblick über das gesamte Spektrum des Rentenmarktes, von Unternehmensanleihen mit Investmentgrade-Rating über Schwellenländeranleihen und forderungsunterlegte Wertpapiere (ABS) bis hin zu Katastrophenanleihen. Der Bericht schöpfe aus der Expertise von 23 Fondsmanagern und Investmentstrategen aus sechs Investmentboutiquen von BNY Mellon, der weltweit größten Vermögensverwaltungsgesellschaft mit Multi-Boutique-Struktur mit einem verwalteten Vermögen von 1,7 Billionen US-Dollar.
Hochzinsanleihen seien 2014 deutlich beliebter geworden. Angesichts sinkender Renditen würden auch konservative Investoren dieses Segment entdecken. Im Jahr 2015 dürfte der Sektor weiterhin kräftige Zuflüsse verzeichnen, würden einige Investmentmanager glauben.
"Sofern die Finanzmärkte nicht von einer unerwarteten Krise erschüttert werden oder sich der Anlagezyklus ins Negative umkehrt, werden High-Yield-Anleihen auch 2015 die besten Renditen abwerfen", sage Alexis Renault, Leiter High Yield bei Meriten. "Es gab in den vergangenen Monaten einige Bedenken wegen des rasanten Wachstums des Hochzinsmarktes. De facto gibt es aber keine größeren Ausfälle oder Zeichen für eine potenzielle Megakrise. Aus heutiger Sicht dürften High-Yield-Investments im laufenden Jahr eine Rendite von 4 bis 5 Prozent erzielen. Dazu weisen Hochzinsanleihen die kürzeste Duration im FixedIncome-Universum auf. Investoren können nach wie vor von attraktiven Spreads profitieren."
Die politischen Unwägbarkeiten in Europa und der anhaltende Druck auf die US-Energieproduzenten durch die niedrigeren Ölpreise könnten 2015 für weitere Volatilität sorgen. Diese schwankungsreichen Phasen würden einige attraktive Anlagechancen im Hochzinssegment eröffnen. Dabei komme der Titelauswahl eine entscheidende Bedeutung zu. Sebastien Poulin und Khuram Sharih aus dem Rententeam von Newton Investment Management würden weitere Übernahmen erwarten. Sie würden weiterhin von einer regen Neuemissionstätigkeit im US-High-Yield-Sektor ausgehen. Entsprechend halte das Team nach geeigneten Chancen im BB-Segment der USA Ausschau.
Einige Fondsmanager stünden dem Hochzinsmarkt mit gemischten Gefühlen gegenüber. Paul Brain von Newton verweise auf potenzielle Anfälligkeiten im US-Energiesektor und empfehle für 2015 ein umsichtiges Herangehen an Hochzinsanleihen. "An den Hochzinsmärkten könnte der begrenzte Refinanzierungsbedarf der Emittenten mittelfristig attraktive Chancen eröffnen. Dennoch gilt es mit Bedacht vorzugehen. Sinkende Rohölpreise könnten US-Schieferölunternehmen - die einen erheblichen Teil des US-High-Yield-Index ausmachen - vor Probleme stellen und steigende Ausfallraten nach sich ziehen", so seine Einschätzung.
In Bezug auf den globalen Markt für unverbriefte Kredite sei Paul Hatfield, Chief Investment Officer von Alcentra, optimistisch gestimmt. Er erwarte eine weitere Verbesserung der Geschäftsvolumina im laufenden Jahr und komme beim Vergleich des Marktpotenzials zwischen den USA und Europa zu folgendem Schluss: "US-Kredite haben im Hinblick auf die relative Bewertung die Nase gegenüber europäischen Krediten vorn. Für 2015 erwarten wir jedoch in beiden Märkten einen deutlichen Anstieg der Volumina, insbesondere im Zusammenhang mit Übernahmen. Aktuell würden wir in den USA übergewichtet bleiben, aber eine gute Portion europäischer Kredite im Bestand halten", füge Hatfield hinzu.
Das größte potenzielle Risiko für Anleger, die in unverbriefte Kredite investieren würden, sei ein Zahlungsausfall. Hatfield sehe die aktuellen Ausfallraten allerdings gelassen und prognostiziere ein positives Marktumfeld: "Möglicherweise werden die Ausfallraten in diesem Jahr leicht ansteigen, aber nicht auf ein Niveau, das vielen Anlegern den Schlaf rauben sollte. Gerade in Nordwesteuropa und den USA, wo wir Kredite vergeben, präsentiert sich das Ausfallumfeld im Kredituniversum überaus freundlich. Laut den jüngsten Marktumfragen wird die voraussichtliche Ausfallrate in den kommenden Jahren in den USA deutlich unter 2,3 Prozent liegen."
Der vollständige Report sei abrufbar unter: http://www.bnymellonam.com/core/literature/campaigns/email/de/fixed_income_special_report_2015.pdf (Ausgabe vom 09.03.2015) (10.03.2015/alc/a/a)
Der jährliche Report gebe einen umfassenden Überblick über das gesamte Spektrum des Rentenmarktes, von Unternehmensanleihen mit Investmentgrade-Rating über Schwellenländeranleihen und forderungsunterlegte Wertpapiere (ABS) bis hin zu Katastrophenanleihen. Der Bericht schöpfe aus der Expertise von 23 Fondsmanagern und Investmentstrategen aus sechs Investmentboutiquen von BNY Mellon, der weltweit größten Vermögensverwaltungsgesellschaft mit Multi-Boutique-Struktur mit einem verwalteten Vermögen von 1,7 Billionen US-Dollar.
Hochzinsanleihen seien 2014 deutlich beliebter geworden. Angesichts sinkender Renditen würden auch konservative Investoren dieses Segment entdecken. Im Jahr 2015 dürfte der Sektor weiterhin kräftige Zuflüsse verzeichnen, würden einige Investmentmanager glauben.
"Sofern die Finanzmärkte nicht von einer unerwarteten Krise erschüttert werden oder sich der Anlagezyklus ins Negative umkehrt, werden High-Yield-Anleihen auch 2015 die besten Renditen abwerfen", sage Alexis Renault, Leiter High Yield bei Meriten. "Es gab in den vergangenen Monaten einige Bedenken wegen des rasanten Wachstums des Hochzinsmarktes. De facto gibt es aber keine größeren Ausfälle oder Zeichen für eine potenzielle Megakrise. Aus heutiger Sicht dürften High-Yield-Investments im laufenden Jahr eine Rendite von 4 bis 5 Prozent erzielen. Dazu weisen Hochzinsanleihen die kürzeste Duration im FixedIncome-Universum auf. Investoren können nach wie vor von attraktiven Spreads profitieren."
Einige Fondsmanager stünden dem Hochzinsmarkt mit gemischten Gefühlen gegenüber. Paul Brain von Newton verweise auf potenzielle Anfälligkeiten im US-Energiesektor und empfehle für 2015 ein umsichtiges Herangehen an Hochzinsanleihen. "An den Hochzinsmärkten könnte der begrenzte Refinanzierungsbedarf der Emittenten mittelfristig attraktive Chancen eröffnen. Dennoch gilt es mit Bedacht vorzugehen. Sinkende Rohölpreise könnten US-Schieferölunternehmen - die einen erheblichen Teil des US-High-Yield-Index ausmachen - vor Probleme stellen und steigende Ausfallraten nach sich ziehen", so seine Einschätzung.
In Bezug auf den globalen Markt für unverbriefte Kredite sei Paul Hatfield, Chief Investment Officer von Alcentra, optimistisch gestimmt. Er erwarte eine weitere Verbesserung der Geschäftsvolumina im laufenden Jahr und komme beim Vergleich des Marktpotenzials zwischen den USA und Europa zu folgendem Schluss: "US-Kredite haben im Hinblick auf die relative Bewertung die Nase gegenüber europäischen Krediten vorn. Für 2015 erwarten wir jedoch in beiden Märkten einen deutlichen Anstieg der Volumina, insbesondere im Zusammenhang mit Übernahmen. Aktuell würden wir in den USA übergewichtet bleiben, aber eine gute Portion europäischer Kredite im Bestand halten", füge Hatfield hinzu.
Das größte potenzielle Risiko für Anleger, die in unverbriefte Kredite investieren würden, sei ein Zahlungsausfall. Hatfield sehe die aktuellen Ausfallraten allerdings gelassen und prognostiziere ein positives Marktumfeld: "Möglicherweise werden die Ausfallraten in diesem Jahr leicht ansteigen, aber nicht auf ein Niveau, das vielen Anlegern den Schlaf rauben sollte. Gerade in Nordwesteuropa und den USA, wo wir Kredite vergeben, präsentiert sich das Ausfallumfeld im Kredituniversum überaus freundlich. Laut den jüngsten Marktumfragen wird die voraussichtliche Ausfallrate in den kommenden Jahren in den USA deutlich unter 2,3 Prozent liegen."
Der vollständige Report sei abrufbar unter: http://www.bnymellonam.com/core/literature/campaigns/email/de/fixed_income_special_report_2015.pdf (Ausgabe vom 09.03.2015) (10.03.2015/alc/a/a)


