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Kommentar zur anstehenden EZB-Sitzung
10.09.24 12:50
nordIX AG
Hamburg (www.anleihencheck.de) - Die EZB wird den Einlagensatz um weitere, voll eingepreiste, 25 Basispunkte auf 3,50 Prozent nach dem ersten Schritt im Juni des Jahres senken! So weit, so gut, so Jens Franck, Leiter Portfoliomanagement bei dem Hamburger Fixed Income-Spezialisten nordIX AG in seinem Kommentar zur anstehenden EZB-Sitzung am 12. September 2024.
Das entscheidende Signal für alle Assetklassen sei die Erkenntnis, dass der Preis des Geldes über zusätzliche Zinssenkungen weiter fallen werde und der Zins damit seine Deutungshoheit über die Kapitalmärkte behalten bzw. zurückgewinnen werde. Die Notenbank werde sich alle Optionen über Höhe und Zeitablauf der Senkungen offenlassen, zumal die EZB-Projektionen als eine wesentliche Grundlage der Entscheidungen nur in zeitlichen Abständen erstellt würden. Aktuell liefere das inzwischen restriktive Zinsniveau vor dem Hintergrund des makroökonomischen Eurozonen-Gesamtbilds und der aktuellen und erwarteten Inflationsaussichten genug Spielraum für zwei bis drei weitere Senkungen auf der Suche nach einem "neuen" Gleichgewichtszustand.
Die Experten würden nicht die Gefahr sehen, dass die EZB durch diese Vorgehensweise "hinter die Kurve" geraten werde und damit einen Kontroll- beziehungsweise Glaubwürdigkeitsverlust erleiden werde. Gerade das geopolitische Umfeld und anstehende Wahlen, insbesondere in den USA mit möglicherweise negativen Inflationseffekten, würden eine vorsichtige, gleichwohl bestimmte Vorgehensweise legitimieren. (10.09.2024/alc/a/a)
Das entscheidende Signal für alle Assetklassen sei die Erkenntnis, dass der Preis des Geldes über zusätzliche Zinssenkungen weiter fallen werde und der Zins damit seine Deutungshoheit über die Kapitalmärkte behalten bzw. zurückgewinnen werde. Die Notenbank werde sich alle Optionen über Höhe und Zeitablauf der Senkungen offenlassen, zumal die EZB-Projektionen als eine wesentliche Grundlage der Entscheidungen nur in zeitlichen Abständen erstellt würden. Aktuell liefere das inzwischen restriktive Zinsniveau vor dem Hintergrund des makroökonomischen Eurozonen-Gesamtbilds und der aktuellen und erwarteten Inflationsaussichten genug Spielraum für zwei bis drei weitere Senkungen auf der Suche nach einem "neuen" Gleichgewichtszustand.
Die Experten würden nicht die Gefahr sehen, dass die EZB durch diese Vorgehensweise "hinter die Kurve" geraten werde und damit einen Kontroll- beziehungsweise Glaubwürdigkeitsverlust erleiden werde. Gerade das geopolitische Umfeld und anstehende Wahlen, insbesondere in den USA mit möglicherweise negativen Inflationseffekten, würden eine vorsichtige, gleichwohl bestimmte Vorgehensweise legitimieren. (10.09.2024/alc/a/a)


