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Kommentar zum FED-Protokoll


13.10.22 09:45
Janus Henderson Investors

London (www.anleihencheck.de) - Das Protokoll der FOMC-Sitzung vom September spiegelt weiterhin eine hawkishe Haltung des Ausschusses wieder, so Jason England, Global Bonds Portfolio Manager bei Janus Henderson Investors.

Dies sei zu erwarten gewesen, nachdem der Ausschuss in der auf der Sitzung veröffentlichten Zusammenfassung der Wirtschaftsprognosen den prognostizierten Verlauf der Zinssätze auf eine eher hawkishe Endrate angehoben habe. Auch wenn die Teilnehmer davon ausgehen würden, dass sich das Tempo der Zinserhöhungen irgendwann verlangsamen werde, sollte dies nicht als Lockerung gewertet werden.

"Viele Teilnehmer" hätten darauf hingewiesen, dass der Leitzins, sobald er sich auf einem restriktiven Niveau befinde, für einige Zeit beibehalten werden müsse, um sicherzustellen, dass die Inflation auf das 2%-Ziel zurückkehre. Und obwohl "mehrere Teilnehmer" über die unsichere Lage der Weltwirtschaft besorgt seien und darüber, welche negativen Auswirkungen eine weitere Straffung der Geldpolitik auf die Wirtschaftsentwicklung haben könnte, seien "viele Teilnehmer" der Ansicht gewesen, dass die Folgen einer zu geringen Straffung schwerer wiegen würden als die Folgen einer zu starken Straffung. Dies bringt uns zurück zu dem alten Mantra "Don't Fight the FED", so die Experten von Janus Henderson Investors. (13.10.2022/alc/a/a)