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Kapitalmarkt: Geldschwemme statt Zinsertrag in 2015


15.12.14 13:12
Bankhaus Ellwanger & Geiger

Stuttgart (www.anleihencheck.de) - Volatile Kapitalmärkte, Niedrigzins und billiges Geld der Zentralbanken - darauf müssen sich Anleger auch 2015 einstellen, so die Analysten vom Bankhaus Ellwanger & Geiger.

Der deutsche Aktienmarkt werde von Geldflut sowie Nullzinsen für Sparbuch und Anleihen solider Schuldner weiter profitieren, würden die Kapitalmarktexperten von Ellwanger & Geiger sagen.

Im kommenden Jahr werde die Geldpolitik der EZB noch stärker in den Fokus rücken. Weil die Wirtschaft in den Peripheriestaaten weiter schwächele, könnte EZB-Chef Draghi in 2015 bereits angekündigte Maßnahmen wie den massiven Ankauf von Staatsanleihen starten. Kurzfristige Folgen für die Inflationsrate hierzulande seien jedoch nicht zu erwarten. "Die Inflation wird 2015 auf einem sehr niedrigen Niveau bleiben", sage Andreas Rapp, Leiter Private Banking bei Ellwanger & Geiger. Und ob die angedachte Ausweitung der EZB-Bilanz ein Erfolg werde, bleibe abzuwarten.

Da die Wirtschaft in Italien und Frankreich unverändert stagniere, werde Deutschland im Euroraum wieder in der Rolle der Konjunkturlokomotive schlüpfen müssen. "Ein schwacher Euro und niedrige Rohstoffkosten sollten der wirtschaftlichen Entwicklung in der Eurozone zugutekommen", sage Rapp. Daher gehe Ellwanger & Geiger von einem ersten Halbjahr 2015 aus, das die Konjunkturdelle im Herbst dieses Jahres vergessen lasse. Die Exporte würden vom niedrigen Wechselkurs profitieren und die rohstoffintensiven Industrieunternehmen, aber auch die Konsumenten, hätten massive Einsparungen dank des niedrigen Ölpreises.

"Die europäischen Aktienmärkte sollten in 2015 weiter von der Politik des billigen Geldes, niedrigen Zinsen und fehlenden Anlagealternativen profitieren", sage Rapp. Attraktive Dividendenrenditen würden Investoren zusätzlich anlocken. (15.12.2014/alc/a/a)