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Kanada: Währungshüter signalisieren das Ende des Lockerungszyklus


30.12.25 09:30
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Das BIP-Wachstum in Kanada beschleunigte sich im dritten Quartal auf annualisierte 2,6 Prozent, was nach abwärtsrevidierten minus 1,8 Prozent im zweiten Quartal deutlich über den Erwartungen der Analysten und der Bank of Canada von 0,5 Prozent lag, so die Analysten von Postbank Research.

Allerdings sei der Anstieg vor allem auf einen deutlichen Rückgang der Importe - insbesondere der Goldimporte - zurückzuführen gewesen.

Die erste Schätzung des BIP für Oktober deute auf einen Rückgang um 0,3 Prozent zum Vormonat hin. Dies stehe im Einklang mit deutlich rückläufigen Stimmungsindikatoren. Der PMI für die Fertigungsindustrie sei im November auf 48,4 Punkte gefallen, der für die Dienstleister sogar von 50,3 auf 44,9 Zähler.

Im Gegensatz dazu sei der Arbeitsmarktbericht im November den dritten Monat in Folge besser ausgefallen als erwartet. Die Beschäftigung sei um 53.600 gestiegen, die Arbeitslosenquote spürbar von 6,9 auf 6,5 Prozent gesunken.

Die jährliche Inflationsrate habe im November bei 2,2 Prozent verharrt, das Maß der Kernrate, der getrimmte Durchschnitt, sei leicht auf 2,8 Prozent gesunken.

Erwartungsgemäß habe die BoC den Leitzins auf ihrer Dezember-Sitzung bei 2,25 Prozent gehalten. Die Währungshüter hätten das Ende des Lockerungszyklus signalisiert - vorausgesetzt Inflation und wirtschaftliche Aktivität würden sich weitgehend im Einklang mit der Oktober-Projektionen entwickeln. Setze sich hingegen die Schwäche in der Privatwirtschaft fort oder nehme gar zu, könnte der kanadische Dollar (CAD) bis Mitte 2026 leicht auf gut EUR/CAD 1,65 nachgeben. (Währungsbulletin Januar 2026) (30.12.2025/alc/a/a)