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Kanada: Notenbank schwächt Loonie


23.08.24 14:00
BNP Paribas

Paris (www.anleihencheck.de) - Am Mittwoch näherte sich die Gemeinschaftswährung wieder dem Anfang Mai erreichten 3-Jahres-Hoch, als Devisenhändler 1,52 Kanadische Dollar (CAD) je Euro zahlten, so die Experten der BNP Paribas in einer aktuellen Ausgabe von "Märkte & Zertifikate weekly".

Damit habe die Währung des Ahornstaats binnen zwei Monaten um rund 3,5 Prozent abgewertet. Die Schwächephase decke sich mit der geldpolitischen Wende der kanadischen Notenbank, die im Juni und Juli die Zinsen um jeweils 0,25 Prozentpunkte gesenkt und ihren Fokus von der Bekämpfung der Inflation auf die Ankurbelung der Wirtschaft verlagert habe. Die jüngsten Inflationszahlen würden die Ökonomen bestätigen, die mehrheitlich davon ausgehen würden, dass die Bank of Canada im September ihre dritte Zinssenkung in Folge vornehmen werde.

Wachstumsspitzenreiter unter den G7-Staaten

Die Teuerung im flächenmäßig zweitgrößten Staat der Erde sei im Juli auf 2,5 Prozent und damit das niedrigste Niveau seit April 2021 gesunken. Der verlangsamte Preisauftrieb habe zugleich die Hoffnung der Wirtschaftsexperten und der Bank of Canada gestärkt, dass die Inflation in den kommenden Monaten weiter sinken werde. Während die Zinsentwicklung für eine weitere Schwächung des Loonie spreche, liefere die Konjunktur ein Argument dagegen: Der Internationale Währungsfonds habe im Juli seine Prognose für die kanadische Wirtschaft nach oben revidiert und rechne nun mit einem Wachstum von 1,3 Prozent in diesem und 2,4 Prozent im kommenden Jahr. Kanada dürfte damit 2025 so schnell wachsen wie kein anderer Vertreter der G7. (23.08.2024/alc/a/a)