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Japans Geldpolitik noch auf Stand-by


31.07.19 12:30
Deutsche Bank

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Auf ihrer gestrigen Zentralbanksitzung beließ die Bank of Japan (BoJ) - wie erwartet - ihre Geldpolitik unverändert, berichtet die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".

Aber die Zentralbanker hätten ihre Ausblicke für Wachstum und Kerninflation gesenkt. So habe die BoJ für das Fiskaljahr 2019 ihre Wachstums- und Kerninflationserwartungen um jeweils 0,1 Prozentpunkte reduziert. Ihre Erwartungen stimmen somit nun mit den unseren überein, so die Deutsche Bank AG. Sie rechne für das Jahr 2019 mit einem Wirtschaftswachstum von 0,5 Prozent und einer Kerninflation von 0,2 Prozent. Aber auch für das Fiskaljahr 2020 habe die BoJ ihren Ausblick reduziert. Innerhalb des geldpolitischen Rates wachse das Bewusstsein, dass diese Prognosen ein erhöhtes Risiko beinhalten würden. Der zuletzt eingetrübte Ausblick des IWF im Allgemeinen, aber auch die japanische Industrieproduktion im Speziellen, die jüngst schwächer als erwartet war, scheinen diese Einschätzung zu bestätigen, so die Deutsche Bank AG.

Im Juni sei die Industrieproduktion mit 3,6 Prozent im Vergleich zum Vormonat deutlich stärker gesunken, als mit -1,8 Prozent am Markt erwartet worden sei. Die nun wieder aufgenommenen Handelsgespräche zwischen den USA und China sowie die heute erwartete FED-Zinssenkung sollten daher von der BoJ genau beobachtet werden. Sollte hier aufgrund steigender Spannungen weiterer Aufwertungsdruck für den Yen entstehen, könnte die Zentralbank reagieren und Lockerungsmaßnahmen einleiten beziehungsweise ankündigen. (31.07.2019/alc/a/a)