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Japans Geldpolitik könnte etwas lockerer werden
25.07.19 10:15
Deutsche Bank
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Nächste Woche trifft sich die Bank of Japan zu ihrer geldpolitischen Sitzung, berichtet die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".
Die Deutsche Bank AG rechnet mit keiner Leitzinssenkung, obwohl die konjunkturelle Situation in Japan schwierig bleibt. Zwar dürfte der private Konsum im zweiten Quartal für einen positiven Wachstumsbeitrag gesorgt haben, insbesondere durch den Sondereffekt der goldenen Woche im April. Insgesamt rechnet die Deutsche Bank AG dennoch mit einem Rückgang des BIP um annualisiert 0,8 Prozent zum Vorquartal. Im laufenden Quartal sollte die Wirtschaftsleistung dann wieder zulegen, doch wegen der Mehrwertsteuererhöhung im Oktober dürfte das BIP im Schlussquartal um annualisiert 2,4 Prozent einbrechen.
Währenddessen zeige sich der Arbeitsmarkt in Japan stabil, auch wenn das Verhältnis offener Stellen zu Bewerbern im Mai um 0,01 auf 1,62 leicht zurückgegangen sei. Vor dem Hintergrund des schwachen BIP-Wachstums in Japan, der globalen Konjunkturschwäche und der bevorstehenden geldpolitischen Lockerung in anderen großen Währungsräumen preise der Markt einen Rückgang des japanischen Zinsniveaus von aktuell ‑0,10 auf -0,25 Prozent in zwei Jahren ein. Einige Analysten würden auf der kommenden Sitzung der BoJ daher zumindest eine Ausdehnung der sogenannten Forward Guidance um drei Monate erwarten, was ein konstant niedriges Zinsniveau bis Sommer 2020 bedeuten würde. Mittelfristig rechnet die Deutsche Bank AG weiterhin mit einer leichten Aufwertung des Yen zum Euro. (25.07.2019/alc/a/a)
Die Deutsche Bank AG rechnet mit keiner Leitzinssenkung, obwohl die konjunkturelle Situation in Japan schwierig bleibt. Zwar dürfte der private Konsum im zweiten Quartal für einen positiven Wachstumsbeitrag gesorgt haben, insbesondere durch den Sondereffekt der goldenen Woche im April. Insgesamt rechnet die Deutsche Bank AG dennoch mit einem Rückgang des BIP um annualisiert 0,8 Prozent zum Vorquartal. Im laufenden Quartal sollte die Wirtschaftsleistung dann wieder zulegen, doch wegen der Mehrwertsteuererhöhung im Oktober dürfte das BIP im Schlussquartal um annualisiert 2,4 Prozent einbrechen.
Währenddessen zeige sich der Arbeitsmarkt in Japan stabil, auch wenn das Verhältnis offener Stellen zu Bewerbern im Mai um 0,01 auf 1,62 leicht zurückgegangen sei. Vor dem Hintergrund des schwachen BIP-Wachstums in Japan, der globalen Konjunkturschwäche und der bevorstehenden geldpolitischen Lockerung in anderen großen Währungsräumen preise der Markt einen Rückgang des japanischen Zinsniveaus von aktuell ‑0,10 auf -0,25 Prozent in zwei Jahren ein. Einige Analysten würden auf der kommenden Sitzung der BoJ daher zumindest eine Ausdehnung der sogenannten Forward Guidance um drei Monate erwarten, was ein konstant niedriges Zinsniveau bis Sommer 2020 bedeuten würde. Mittelfristig rechnet die Deutsche Bank AG weiterhin mit einer leichten Aufwertung des Yen zum Euro. (25.07.2019/alc/a/a)


