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Japanische Notenbank steht zunehmend unter Druck
30.10.23 12:49
BNP Paribas
Paris (www.anleihencheck.de) - Der Euro hat in dieser Woche erneut die Marke von 160 Japanische Yen getestet und notiert gegenüber Japans Leitwährung weiterhin auf einem historischen Hoch, so die Analysten der BNP Paribas in ihrer aktuellen Ausgabe von "Märkte & Zertifikate weekly".
Als Grund für die anhaltende Entwicklung würden Devisenexperten in erster Linie die fundamentalen Unterschiede in der Geldpolitik nennen. Während die Europäische Zentralbank im Rahmen ihrer Inflationsbekämpfung die Zinsen seit dem vergangenen Jahr in nie da gewesenem Tempo erhöht habe, halte die Bank of Japan nach Jahren der Deflation bislang konsequent an ihrer expansiven Geldpolitik fest. Trotz des zunehmenden Drucks auf die japanische Notenbank würden Ökonomen eine mögliche Zinserhöhung erst in 2024 für wahrscheinlich halten.
Dass Nippon seinen dritten Platz im Ranking der größten Volkswirtschaften in diesem Jahr an Deutschland verlieren dürfte, sollte den Yen auch nicht beflügeln. Der Internationale Währungsfonds taxiere das deutsche BIP im Jahr 2023 auf 4,43 Billionen Dollar, während er für Japan lediglich 4,23 Billionen Dollar erwarte. Begünstigt werde diese Entwicklung auch durch die starke Abwertung des Yen. Zwar profitiere die japanische Exportwirtschaft grundsätzlich von der Yen-Schwäche, auf der anderen Seite müsse das Land der aufgehenden Sonne aber in großem Umfang Rohstoffe und Energieträger importieren. Deren Preise seien auf dem Weltmarkt ohnehin gestiegen - und aufgrund der schwachen Währung nun noch teurer geworden. (Ausgabe vom 27.10.2023) (30.10.2023/alc/a/a)
Als Grund für die anhaltende Entwicklung würden Devisenexperten in erster Linie die fundamentalen Unterschiede in der Geldpolitik nennen. Während die Europäische Zentralbank im Rahmen ihrer Inflationsbekämpfung die Zinsen seit dem vergangenen Jahr in nie da gewesenem Tempo erhöht habe, halte die Bank of Japan nach Jahren der Deflation bislang konsequent an ihrer expansiven Geldpolitik fest. Trotz des zunehmenden Drucks auf die japanische Notenbank würden Ökonomen eine mögliche Zinserhöhung erst in 2024 für wahrscheinlich halten.
Dass Nippon seinen dritten Platz im Ranking der größten Volkswirtschaften in diesem Jahr an Deutschland verlieren dürfte, sollte den Yen auch nicht beflügeln. Der Internationale Währungsfonds taxiere das deutsche BIP im Jahr 2023 auf 4,43 Billionen Dollar, während er für Japan lediglich 4,23 Billionen Dollar erwarte. Begünstigt werde diese Entwicklung auch durch die starke Abwertung des Yen. Zwar profitiere die japanische Exportwirtschaft grundsätzlich von der Yen-Schwäche, auf der anderen Seite müsse das Land der aufgehenden Sonne aber in großem Umfang Rohstoffe und Energieträger importieren. Deren Preise seien auf dem Weltmarkt ohnehin gestiegen - und aufgrund der schwachen Währung nun noch teurer geworden. (Ausgabe vom 27.10.2023) (30.10.2023/alc/a/a)


