Erweiterte Funktionen
Japan importiert womöglich Geldpolitik
26.06.19 13:00
Deutsche Bank
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - In Japan schwächte sich die Inflationsrate im Mai mit 0,7 Prozent weiter ab, berichtet die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".
Der Aprilwert habe noch 0,9 Prozent betragen. Zuvor habe die Bank of Japan (BoJ) ihren geldpolitischen Kurs unverändert belassen. Dabei stufe die Notenbank die konjunkturelle Entwicklung Japans weiterhin als moderat ein. Die Risiken aus dem Außenhandel würden zwar weiterhin anhalten, doch die heimische Nachfrage zeige sich bisher weiterhin robust. Auch der starke Arbeitsmarkt spreche momentan gegen geldpolitische Lockerungsmaßnahmen. Dennoch könnte die BoJ durch die global erneut stärkere Lockerung der Geldpolitik zu entsprechenden Maßnahmen gezwungen werden. Der Markt preise derzeit deutliche Leitzinssenkungen in den USA ein.
Auch die EZB habe zuletzt eine Lockerung ihrer Geldpolitik angedeutet. Dies könnte zu einer weiteren Yen-Aufwertung gegenüber dem Euro führen. Ein starker Yen wirke dabei auf zwei Arten negativ auf die Wirtschaft: Zum einen könnte sich die Inflation über den Kanal von günstigeren Importen noch weiter von der BoJ-Zielmarke von zwei Prozent entfernen. Zum anderen belaste ein starker Yen zusätzlich die Exporte. Ungeachtet dessen würden Unsicherheiten bezüglich des Handelsstreits sowie die angespannte Lage rund um den Iran derzeit für weiteren Aufwertungsdruck beim als Safe Haven bekannten Yen sorgen. (26.06.2019/alc/a/a)
Der Aprilwert habe noch 0,9 Prozent betragen. Zuvor habe die Bank of Japan (BoJ) ihren geldpolitischen Kurs unverändert belassen. Dabei stufe die Notenbank die konjunkturelle Entwicklung Japans weiterhin als moderat ein. Die Risiken aus dem Außenhandel würden zwar weiterhin anhalten, doch die heimische Nachfrage zeige sich bisher weiterhin robust. Auch der starke Arbeitsmarkt spreche momentan gegen geldpolitische Lockerungsmaßnahmen. Dennoch könnte die BoJ durch die global erneut stärkere Lockerung der Geldpolitik zu entsprechenden Maßnahmen gezwungen werden. Der Markt preise derzeit deutliche Leitzinssenkungen in den USA ein.
Auch die EZB habe zuletzt eine Lockerung ihrer Geldpolitik angedeutet. Dies könnte zu einer weiteren Yen-Aufwertung gegenüber dem Euro führen. Ein starker Yen wirke dabei auf zwei Arten negativ auf die Wirtschaft: Zum einen könnte sich die Inflation über den Kanal von günstigeren Importen noch weiter von der BoJ-Zielmarke von zwei Prozent entfernen. Zum anderen belaste ein starker Yen zusätzlich die Exporte. Ungeachtet dessen würden Unsicherheiten bezüglich des Handelsstreits sowie die angespannte Lage rund um den Iran derzeit für weiteren Aufwertungsdruck beim als Safe Haven bekannten Yen sorgen. (26.06.2019/alc/a/a)


