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Japan: Zunehmende Zinsanhebungserwartungen


25.02.25 09:30
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - In Japan stieg die Inflation zu Beginn des Jahres an: Die landesweite Verbraucherpreisinflation lag im Januar bei 4%, gegenüber 3,6% im Vormonat, berichten die Analysten von Postbank Research.

Die Kerninflation sei auf 3,2% gestiegen, im Vergleich zu zuvor 3,1%. Infolge der unerwartet hohen Inflation würden die Erwartungen für eine Zinserhöhung zunehmen. Die Rendite 10-jähriger japanischer Staatsanleihen sei kürzlich auf 1,42% gestiegen und habe damit den höchsten Stand seit 2009 erreicht. Am Freitag dieser Woche stünde mit der Tokioter Verbraucherpreisinflation für Februar (erwartet 3,2% ggü. Vorjahr), den Einzelhandelsumsätzen für Januar (erwartet 3,8% ggü. Vorjahr), der vorläufigen Industrieproduktion für Januar (erwartet 3,2% ggü. Vorjahr) sowie den Baubeginnen für Januar (erwartet -2,8% ggü. Vorjahr) eine breite Palette von Daten zur Veröffentlichung an. Die Verbraucherpreisinflation für Tokio dürfte besonders aufmerksam beobachtet werden, da sie ein Frühindikator für die landesweite Inflation sei. Jede positive Überraschung könnte zu einer verstärkten Erwartung für eine Zinserhöhung und damit zu einem Anstieg des JPY führen.

Nach der Zinserhöhung der BoJ zu Beginn dieses Jahres könnte der unerwartet hohe Inflationsdruck in der Wirtschaft unserer Ansicht nach bald eine weitere Zinserhöhung zur Folge haben. Die Analysten von Postbank Research rechnen mit zwei weiteren Zinserhöhungen in diesem Jahr und prognostizieren einen Leitzins von 1% zum Jahresende. (Ausgabe vom 24.02.2025) (25.02.2025/alc/a/a)