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Japan: Unsichere US-Handelspolitik dämpft Zinserwartungen
29.09.25 09:45
Postbank Research
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Japans BIP stieg im zweiten Quartal annualisiert um 2,2 Prozent und übertraf damit die ursprüngliche Schätzung von 1 Prozent aufgrund einer Aufwärtskorrektur des privaten Konsums, so die Analysten von Postbank Research.
Die Reallöhne hätten erstmals seit Dezember 2024 ein positives Wachstum von 0,5 Prozent verzeichnet.
Zuletzt sei jedoch die Industrieproduktion im Juli aufgrund schwächerer Nachfrage und der Handelsunsicherheiten um 0,4 Prozent zum Vorjahr gefallen.
Die Inflationsrate sei im August von 3,1 Prozent im Juli auf 2,7 Prozent gesunken, dies aufgrund staatlicher Subventionen für Energieverbraucher. Allerdings sei der bevorzugte Inflationsindikator der BoJ - die Kerninflation (ohne frische Lebensmittel und Energie) - im Jahresvergleich um 3,3 Prozent gestiegen.
Wie erwartet habe die Bank of Japan (BoJ) den Leitzins im September bei 0,5 Prozent belassen. Zwei der neun Währungshüter hätten jedoch für eine Erhöhung um 25 Basispunkte gestimmt. Darüber hinaus habe die beschlossen BoJ, zu beginnen, ETFs und J-REITs zu verkaufen. Angesichts des angekündigten Tempos dürften die Auswirkungen auf den Markt jedoch begrenzt sein. Sollte der/die neue Vorsitzende der LDP, der/die am 4. Oktober gewählt werde, die Straffung der Geldpolitik der BoJ unterstützen, könnte sich das Tempo der Zinserhöhungen beschleunigen - oder auch umgekehrt.
Eine Wiederaufnahme der Zinserhöhungen erscheine angesichts des robusten Wirtschaftswachstums und einer Inflation von über 3 Prozent wahrscheinlicher. Eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte sei für das erste Halbjahr 2026 an den Märkten eingepreist. Vor diesem Hintergrund könnte der Yen bis März nächsten Jahres in Richtung EUR/JPY 160 aufwerten. (Währungsbulletin Oktober 2025) (29.09.2025/alc/a/a)
Die Reallöhne hätten erstmals seit Dezember 2024 ein positives Wachstum von 0,5 Prozent verzeichnet.
Die Inflationsrate sei im August von 3,1 Prozent im Juli auf 2,7 Prozent gesunken, dies aufgrund staatlicher Subventionen für Energieverbraucher. Allerdings sei der bevorzugte Inflationsindikator der BoJ - die Kerninflation (ohne frische Lebensmittel und Energie) - im Jahresvergleich um 3,3 Prozent gestiegen.
Wie erwartet habe die Bank of Japan (BoJ) den Leitzins im September bei 0,5 Prozent belassen. Zwei der neun Währungshüter hätten jedoch für eine Erhöhung um 25 Basispunkte gestimmt. Darüber hinaus habe die beschlossen BoJ, zu beginnen, ETFs und J-REITs zu verkaufen. Angesichts des angekündigten Tempos dürften die Auswirkungen auf den Markt jedoch begrenzt sein. Sollte der/die neue Vorsitzende der LDP, der/die am 4. Oktober gewählt werde, die Straffung der Geldpolitik der BoJ unterstützen, könnte sich das Tempo der Zinserhöhungen beschleunigen - oder auch umgekehrt.
Eine Wiederaufnahme der Zinserhöhungen erscheine angesichts des robusten Wirtschaftswachstums und einer Inflation von über 3 Prozent wahrscheinlicher. Eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte sei für das erste Halbjahr 2026 an den Märkten eingepreist. Vor diesem Hintergrund könnte der Yen bis März nächsten Jahres in Richtung EUR/JPY 160 aufwerten. (Währungsbulletin Oktober 2025) (29.09.2025/alc/a/a)


