Erweiterte Funktionen
Japan: Unsichere US-Handelspolitik dämpft Zinserwartungen
26.05.25 09:45
Postbank Research
Bonn (www.anleihencheck.de) - Einer ersten Schätzung zufolge schrumpfte Japans Wirtschaft im ersten Quartal 2025 real erstmals seit vier Quartalen, und zwar um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal, so die Analysten von Postbank Research.
Während der Privatkonsum weiter leicht angestiegen sei, hätten sich die Unternehmensinvestitionen weiter beschleunigt.
Wachstumsbremse sei der Außenhandel gewesen. Die Exporte seien vor allem durch einen starken Rückgang bei den Dienstleistungen gesunken, während die Importe deutlich zugelegt hätten.
Die Stimmung in Japans Privatwirtschaft habe sich im April deutlich verbessert, vor allem im Dienstleistungssektor.
Der Preisauftrieb dürfte zu Beginn des zweiten Quartals zugenommen haben. Darauf deute der als landesweiter Frühindikator geltende Anstieg der jährlichen Inflation im Großraum Tokio von 2,9 Prozent im März auf 3,5 Prozent im April hin.
Die BoJ, die am 1. Mai den Leitzins erwartungsgemäß bei 0,5 Prozent belassen habe, erwarte, dass künftig weiter steigende Löhne und Preise den Spielraum für eine vorsichtige Normalisierung der Geldpolitik schaffen sollten. Allerdings könnte sie infolge der unsicheren US-Handelspolitik zunächst abwarten.
Eine nächste Zinsanhebung um 25 Basispunkte würden die Märkte nicht vor 2026 einpreisen. Bleibe es dabei, könnte sich der Yen bis Ende September 2025 in Nähe des aktuellen Niveaus bei EUR/JPY 163,50 einpendeln. (Währungsbulletin Juni 2025) (26.05.2025/alc/a/a)
Während der Privatkonsum weiter leicht angestiegen sei, hätten sich die Unternehmensinvestitionen weiter beschleunigt.
Wachstumsbremse sei der Außenhandel gewesen. Die Exporte seien vor allem durch einen starken Rückgang bei den Dienstleistungen gesunken, während die Importe deutlich zugelegt hätten.
Der Preisauftrieb dürfte zu Beginn des zweiten Quartals zugenommen haben. Darauf deute der als landesweiter Frühindikator geltende Anstieg der jährlichen Inflation im Großraum Tokio von 2,9 Prozent im März auf 3,5 Prozent im April hin.
Die BoJ, die am 1. Mai den Leitzins erwartungsgemäß bei 0,5 Prozent belassen habe, erwarte, dass künftig weiter steigende Löhne und Preise den Spielraum für eine vorsichtige Normalisierung der Geldpolitik schaffen sollten. Allerdings könnte sie infolge der unsicheren US-Handelspolitik zunächst abwarten.
Eine nächste Zinsanhebung um 25 Basispunkte würden die Märkte nicht vor 2026 einpreisen. Bleibe es dabei, könnte sich der Yen bis Ende September 2025 in Nähe des aktuellen Niveaus bei EUR/JPY 163,50 einpendeln. (Währungsbulletin Juni 2025) (26.05.2025/alc/a/a)


