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Japan: Rückenwind durch Zinserhöhungsfantasie
27.02.25 10:00
Postbank Research
Bonn (www.anleihencheck.de) - Nach der erwarteten Leitzinserhöhung Ende Januar gehen die Märkte von weiteren Zinsschritten in Japan aus, so die Analysten von Postbank Research.
Mit mehr als 1,4 Prozent hätten zehnjährige japanische JGBs auf einem Multi-Jahreshoch rentiert. Äußerungen aus Kreisen der Bank of Japan würden weiterhin falkenhaft bleiben, die Lohnzuwächse dürften auch 2025 robust bleiben und die Inflation auf erhöhtem Niveau verharren.
An den Swapmärkten würden aktuell bis zum Jahresende rund 50 Basispunkte an weiteren Zinserhöhungen eingepreist, somit also zwei Schritte a 25 bp.
Die Verbraucherpreisinflation sei im Januar von 3,6 auf 4,0 Prozent gestiegen. Die Kernrate, die Preise für frische Lebensmittel und Energie ausklammere, habe von 3,0 weiter auf 3,2 Prozent zugelegt.
Der Einkaufsmanagerindex sei im Januar auf 51,1 Punkte gestiegen, wobei der der Industrie leicht auf 48,7 Punkte zurückgesetzt habe und der der Dienstleistungen robust auf 53,0 Punkte habe zulegen können. Daten zu Einzelhandelsumsätzen und der Industrieproduktion hätten zuletzt die Erwartungen geschlagen. In Q4 sei das BIP zum Vorquartal um 0,7 Prozent angestiegen, deutlich stärker als erwartet.
Auf Sicht von sechs Monaten könnte der Yen nahe EUR/JPY 157 und somit ungefähr auf dem aktuellen Niveau notieren, sofern die Bank of Japan ihren Zinserhöhungszyklus wie erwartet fortführe und die EZB ihren Senkungszyklus wie aktuell an den Swapmärkten eingepreist fortsetze. Möglicherweise könnte der Rückenwind für den Yen als "sicherer Währungshafen" aufgrund der US-Handelspolitik jedoch noch stärker werden. (Währungsbulletin März 2025) (27.02.2025/alc/a/a)
Mit mehr als 1,4 Prozent hätten zehnjährige japanische JGBs auf einem Multi-Jahreshoch rentiert. Äußerungen aus Kreisen der Bank of Japan würden weiterhin falkenhaft bleiben, die Lohnzuwächse dürften auch 2025 robust bleiben und die Inflation auf erhöhtem Niveau verharren.
Die Verbraucherpreisinflation sei im Januar von 3,6 auf 4,0 Prozent gestiegen. Die Kernrate, die Preise für frische Lebensmittel und Energie ausklammere, habe von 3,0 weiter auf 3,2 Prozent zugelegt.
Der Einkaufsmanagerindex sei im Januar auf 51,1 Punkte gestiegen, wobei der der Industrie leicht auf 48,7 Punkte zurückgesetzt habe und der der Dienstleistungen robust auf 53,0 Punkte habe zulegen können. Daten zu Einzelhandelsumsätzen und der Industrieproduktion hätten zuletzt die Erwartungen geschlagen. In Q4 sei das BIP zum Vorquartal um 0,7 Prozent angestiegen, deutlich stärker als erwartet.
Auf Sicht von sechs Monaten könnte der Yen nahe EUR/JPY 157 und somit ungefähr auf dem aktuellen Niveau notieren, sofern die Bank of Japan ihren Zinserhöhungszyklus wie erwartet fortführe und die EZB ihren Senkungszyklus wie aktuell an den Swapmärkten eingepreist fortsetze. Möglicherweise könnte der Rückenwind für den Yen als "sicherer Währungshafen" aufgrund der US-Handelspolitik jedoch noch stärker werden. (Währungsbulletin März 2025) (27.02.2025/alc/a/a)


