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Japan: Regierung setzt Notenbank unter Druck
02.08.24 14:05
BNP Paribas
Paris (www.anleihencheck.de) - Der Japanische Yen hat seit Anfang Juli kräftig an Wert hinzugewonnen, so die Analysten der BNP Paribas in ihrer aktuellen Ausgabe von "Märkte & Zertifikate weekly".
Gegenüber dem Euro habe der Yen im vergangenen Monat rund 7 Prozent aufgewertet. Zuvor sei die Nippon-Währung stark unter Druck geraten und habe Mitte Juli den tiefsten Stand seit der Einführung des Euro markiert. Der Yen habe neben Eingriffen der Regierung, die Anfang Juli rund 5,5 Billionen Yen am Devisenmarkt gekauft habe, vor allem vom geldpolitischen Kurs der Notenbank profitiert. Im Gegensatz zu den meisten Zentralbanken, die ihren Zinserhöhungszyklus beendet hätten oder kurz davor stünden, ziehe die Bank of Japan die Zügel nun an.
Am Mittwoch hätten die Währungshüter bekannt gegeben, dass sie die Zinsen einmal mehr anheben würden - und zwar von 0,1 Prozent auf 0,25 Prozent. Zudem hätten sie einen detaillierten Plan zur quantitativen Straffung vorgelegt, der die monatlichen Anleihekäufe in mehreren Schritten reduzieren solle.
Die Zinserhöhung sei erfolgt, nachdem sich hochrangige Regierungsvertreter in den vergangenen Wochen ungewöhnlich deutlich geäußert und die Bank of Japan unter Druck gesetzt hätten, ihre ultralockere Geldpolitik zu straffen und somit der Abwertung des Yen entgegenzuwirken. Und da Notenbankchef Kazuo Ueda zudem weitere Anhebungen der Leitzinsen - unter bestimmten Voraussetzungen - in Aussicht stelle, könnte der Yen nun immer noch Luft nach oben haben. (02.08.2024/alc/a/a)
Gegenüber dem Euro habe der Yen im vergangenen Monat rund 7 Prozent aufgewertet. Zuvor sei die Nippon-Währung stark unter Druck geraten und habe Mitte Juli den tiefsten Stand seit der Einführung des Euro markiert. Der Yen habe neben Eingriffen der Regierung, die Anfang Juli rund 5,5 Billionen Yen am Devisenmarkt gekauft habe, vor allem vom geldpolitischen Kurs der Notenbank profitiert. Im Gegensatz zu den meisten Zentralbanken, die ihren Zinserhöhungszyklus beendet hätten oder kurz davor stünden, ziehe die Bank of Japan die Zügel nun an.
Am Mittwoch hätten die Währungshüter bekannt gegeben, dass sie die Zinsen einmal mehr anheben würden - und zwar von 0,1 Prozent auf 0,25 Prozent. Zudem hätten sie einen detaillierten Plan zur quantitativen Straffung vorgelegt, der die monatlichen Anleihekäufe in mehreren Schritten reduzieren solle.
Die Zinserhöhung sei erfolgt, nachdem sich hochrangige Regierungsvertreter in den vergangenen Wochen ungewöhnlich deutlich geäußert und die Bank of Japan unter Druck gesetzt hätten, ihre ultralockere Geldpolitik zu straffen und somit der Abwertung des Yen entgegenzuwirken. Und da Notenbankchef Kazuo Ueda zudem weitere Anhebungen der Leitzinsen - unter bestimmten Voraussetzungen - in Aussicht stelle, könnte der Yen nun immer noch Luft nach oben haben. (02.08.2024/alc/a/a)


