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Japan: Notenbankchef sieht derzeit keinen weiteren Handlungsbedarf
15.04.24 12:21
BNP Paribas
Paris (www.anleihencheck.de) - Mit knapp 165 Yen je Euro präsentierte sich die Gemeinschaftswährung gegenüber ihrem japanischen Pendant zuletzt so stark wie seit dem Sommer 2008 nicht mehr, so die Analysten der BNP Paribas in ihrer aktuellen Ausgabe von "Märkte & Zertifikate weekly".
Trotz des Ausstiegs der Bank of Japan (BoJ) aus ihrer ultralockeren Geldpolitik bleibe der Yen damit im Abwärtstrend. Nippons Notenbank habe im März erstmals seit 17 Jahren den Leitzins erhöht und sich gleichzeitig von ihrer seit 2016 verfolgten Strategie verabschiedet, eine Strafgebühr von 0,1 Prozent auf Überschussreserven zu erheben, die Banken bei ihr parken würden. Der Leitzins, der seit 2016 bei minus 0,1 Prozent gelegen habe, rangiere nun in einer Spanne zwischen 0,0 und 0,1 Prozent.
Doch weil der Schritt so klein ausgefallen sei und Händlern zufolge die nächste Zinserhöhung noch einige Zeit auf sich warten lassen dürfte, könnte die Yen-Talfahrt noch eine Weile anhalten. Erst am Mittwoch sei Japans Notenbankchef Kazuo Ueda Spekulationen entgegengetreten, wonach der jüngste Kursrutsch des Yen die Währungshüter zu einer weiteren Zinserhöhung bewegen könnte.
"Wir werden die Geldpolitik definitiv nicht direkt als Reaktion auf Wechselkursbewegungen ändern", habe der 72 Jahre alte Ökonom im japanischen Parlament betont. Dem Finanzminister hingegen mache die schwache Währung offensichtlich zu schaffen. Er schließe keine Optionen aus, um einen überzogenen Rückgang des Yen-Kurses zu verhindern, habe Shunichi Suzuki jüngst vor Pressevertretern zu Protokoll gegeben. (Ausgabe vom 12.04.2024) (15.04.2024/alc/a/a)
Trotz des Ausstiegs der Bank of Japan (BoJ) aus ihrer ultralockeren Geldpolitik bleibe der Yen damit im Abwärtstrend. Nippons Notenbank habe im März erstmals seit 17 Jahren den Leitzins erhöht und sich gleichzeitig von ihrer seit 2016 verfolgten Strategie verabschiedet, eine Strafgebühr von 0,1 Prozent auf Überschussreserven zu erheben, die Banken bei ihr parken würden. Der Leitzins, der seit 2016 bei minus 0,1 Prozent gelegen habe, rangiere nun in einer Spanne zwischen 0,0 und 0,1 Prozent.
Doch weil der Schritt so klein ausgefallen sei und Händlern zufolge die nächste Zinserhöhung noch einige Zeit auf sich warten lassen dürfte, könnte die Yen-Talfahrt noch eine Weile anhalten. Erst am Mittwoch sei Japans Notenbankchef Kazuo Ueda Spekulationen entgegengetreten, wonach der jüngste Kursrutsch des Yen die Währungshüter zu einer weiteren Zinserhöhung bewegen könnte.
"Wir werden die Geldpolitik definitiv nicht direkt als Reaktion auf Wechselkursbewegungen ändern", habe der 72 Jahre alte Ökonom im japanischen Parlament betont. Dem Finanzminister hingegen mache die schwache Währung offensichtlich zu schaffen. Er schließe keine Optionen aus, um einen überzogenen Rückgang des Yen-Kurses zu verhindern, habe Shunichi Suzuki jüngst vor Pressevertretern zu Protokoll gegeben. (Ausgabe vom 12.04.2024) (15.04.2024/alc/a/a)


