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Japan: Inflationsrate auf 0,7 Prozent gesunken
22.07.19 10:45
Deutsche Bank
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Nachdem südkoreanische Gerichte Vermögenswerte japanischer Firmen beschlagnahmen ließen, hatte Japan verschärfte Exportkontrollen eingeführt, die sich nach jüngsten Aussagen von Japans Außenminister weiter verschärfen könnten, berichtet die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".
Japanische Firmen sollten laut dem Gerichtsbeschluss Entschädigungen an Südkoreaner zahlen, die sie im Laufe des Zweiten Weltkriegs zur Zwangsarbeit eingesetzt hätten. Der Streit komme recht ungelegen für beide Länder. Die exportorientierte Wirtschaft Südkoreas könnte durch die Exportrestriktionen zusätzlich unter Druck geraten. Die Südkoreanische Zentralbank habe die Handelsbeschränkungen als weiteres Konjunkturrisiko für 2019 genannt. Aber auch die japanische Wirtschaft erfahre durch die Yen-Aufwertung im Zuge der Spannungen einen Wettbewerbsnachteil gegenüber koreanischen Firmen und werde durch die Restriktionen im freien Absatz ihrer Waren behindert.
Da die Zustimmungswerte beider Regierungen zuletzt stiegen, scheinen die Wähler den Kurs ihrer jeweiligen Regierung zu unterstützen, so die Deutsche Bank AG. Eine baldige Einigung könnte somit erschwert werden. Währenddessen sei die Inflationsrate in Japan im Juni auf 0,7 Prozent gesunken und habe Stimmen für eine weitere Lockerung der Geldpolitik seitens der Bank of Japan lauter werden lassen - was allerdings unwahrscheinlich sei, da mit einer schwächeren Inflation bereits gerechnet worden sei. Den Yen sieht die Deutsche Bank AG über die kommenden Monate tendenziell etwas stärker zum Euro. (22.07.2019/alc/a/a)
Japanische Firmen sollten laut dem Gerichtsbeschluss Entschädigungen an Südkoreaner zahlen, die sie im Laufe des Zweiten Weltkriegs zur Zwangsarbeit eingesetzt hätten. Der Streit komme recht ungelegen für beide Länder. Die exportorientierte Wirtschaft Südkoreas könnte durch die Exportrestriktionen zusätzlich unter Druck geraten. Die Südkoreanische Zentralbank habe die Handelsbeschränkungen als weiteres Konjunkturrisiko für 2019 genannt. Aber auch die japanische Wirtschaft erfahre durch die Yen-Aufwertung im Zuge der Spannungen einen Wettbewerbsnachteil gegenüber koreanischen Firmen und werde durch die Restriktionen im freien Absatz ihrer Waren behindert.
Da die Zustimmungswerte beider Regierungen zuletzt stiegen, scheinen die Wähler den Kurs ihrer jeweiligen Regierung zu unterstützen, so die Deutsche Bank AG. Eine baldige Einigung könnte somit erschwert werden. Währenddessen sei die Inflationsrate in Japan im Juni auf 0,7 Prozent gesunken und habe Stimmen für eine weitere Lockerung der Geldpolitik seitens der Bank of Japan lauter werden lassen - was allerdings unwahrscheinlich sei, da mit einer schwächeren Inflation bereits gerechnet worden sei. Den Yen sieht die Deutsche Bank AG über die kommenden Monate tendenziell etwas stärker zum Euro. (22.07.2019/alc/a/a)


