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Jamie Dimon warnt: Steigende US-Zinsen könnten zum Problem werden
15.07.25 12:41
FONDS professionell
Wien (www.anleihencheck.de) - JP-Morgan-Chef Jamie Dimon warnt vor zu viel Sorglosigkeit an den Märkten, so die Experten von "FONDS professionell".
Jamie Dimon, CEO von JP Morgan Chase, sehe ein erhöhtes Risiko, dass die US-Notenbank die Zinsen weiter anheben könnte - und warne, dass die Finanzmärkte diese Möglichkeit nicht ausreichend einpreisten, wie die Nachrichtenagentur "Reuters" berichtet habe. Während die Märkte eine Wahrscheinlichkeit von rund 20% für eine Zinserhöhung sähen, rechne er selbst mit 40 bis 50%. "Ich würde das als Grund zur Sorge bezeichnen", habe Dimon bei einer Veranstaltung im irischen Außenministerium gesagt.
Dimon nenne mehrere strukturelle Gründe für seine Einschätzung: Die von der US-Regierung angekündigten Importzölle, migrationspolitische Entscheidungen und das hohe Haushaltsdefizit hätten allesamt preistreibend gewirkt. Auch die Umstrukturierung des Welthandels und demografische Trends würden die Inflation anheizen.
Vergangenen Monat habe die US-Notenbank die Zinsen unverändert belassen. Fed-Chef Jerome Powell habe gleichzeitig vor "spürbarer" Inflation gewarnt - unter anderem wegen geplanter Zollerhöhungen. US-Präsident Donald Trump wiederum fordere sofortige Zinssenkungen und rufe Powell öffentlich zum Rücktritt auf.
Der JP-Morgan-Chef, der das größte US-Institut seit 19 Jahren leite und als eine der wichtigsten Stimmen der US-Wirtschaft gelte, zeige sich zudem besorgt über eine trügerische Ruhe an den Märkten: "Leider gibt es eine gewisse Selbstzufriedenheit. Die Märkte sind etwas abgestumpft", so Dimon. Er spreche von einer "nicht mehr lesbaren" Datenlage zur US-Konjunktur. (15.07.2025/alc/a/a)
Jamie Dimon, CEO von JP Morgan Chase, sehe ein erhöhtes Risiko, dass die US-Notenbank die Zinsen weiter anheben könnte - und warne, dass die Finanzmärkte diese Möglichkeit nicht ausreichend einpreisten, wie die Nachrichtenagentur "Reuters" berichtet habe. Während die Märkte eine Wahrscheinlichkeit von rund 20% für eine Zinserhöhung sähen, rechne er selbst mit 40 bis 50%. "Ich würde das als Grund zur Sorge bezeichnen", habe Dimon bei einer Veranstaltung im irischen Außenministerium gesagt.
Vergangenen Monat habe die US-Notenbank die Zinsen unverändert belassen. Fed-Chef Jerome Powell habe gleichzeitig vor "spürbarer" Inflation gewarnt - unter anderem wegen geplanter Zollerhöhungen. US-Präsident Donald Trump wiederum fordere sofortige Zinssenkungen und rufe Powell öffentlich zum Rücktritt auf.
Der JP-Morgan-Chef, der das größte US-Institut seit 19 Jahren leite und als eine der wichtigsten Stimmen der US-Wirtschaft gelte, zeige sich zudem besorgt über eine trügerische Ruhe an den Märkten: "Leider gibt es eine gewisse Selbstzufriedenheit. Die Märkte sind etwas abgestumpft", so Dimon. Er spreche von einer "nicht mehr lesbaren" Datenlage zur US-Konjunktur. (15.07.2025/alc/a/a)


