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Italien-Anleihe: Auch nach erneutem Rückschlag weiter ein interessantes Investment
16.07.12 15:08
Anleihencheck Research
Westerburg (www.anleihencheck.de) - Der Analyst von Anleihencheck Research, Henning Wagener, hält die Anleihe (ISIN IT0003493258 / WKN 881970) von Italien für ein interessantes Investment für den europäischen Staatsanleihen-Sektor.
Die Anleihe, emittiert vom südeuropäischen Staat Italien, sei mit einem Kupon von 4,25 Prozent ausgestattet, laufe nur noch bis zum 01.02.2019 und weise eine anlegerfreundliche Stückelung von 1.000 EUR auf. Bei einem aktuellen Kurs von 93,33 Prozent biete das Papier eine jährliche Rendite von 5,55 Prozent.
Die Ratingagentur Moody's habe vergangenen Freitag die Bonität Italiens um zwei Stufen herabgestuft. Damit werde das Land lediglich noch mit "Baa2" bewertet. Zudem sei der Ausblick auf "negativ" belassen worden. Damit werde das Land nur noch zwei Stufen über dem Niveau von Ramschanleihen eingestuft. Begründet worden sei die Herabstufung mit dem beträchtlichen Risiko, dass die geplanten Reformen nicht umgesetzt würden. Zudem habe die Agentur mit einer weiteren Abstufung gedroht, falls sich die Konjunkturaussichten weiter verschlechtern oder die Umsetzung der Reformen ins stocken geraten würden. Als Risikofaktor sehe die Ratingagentur auch das politische Risiko im Vorfeld der im Frühjahr 2013 anstehenden Wahlen.
Für eine Entspannung habe dann allerdings ebenfalls am Freitag die Auktion neuer italienischer Staatsanleihen im Umfang von 5,25 Mrd. Euro gesorgt. So habe das Unternehmen bei dreijährigen Anleihen nicht mehr so hohe Zinsen zahlen müssen wie noch zuvor. Italien habe nämlich nur eine Rendite von 4,65 Prozent bieten müssen, nachdem es bei einer ähnlichen Auktion Mitte Juni noch 5,3 Prozent gewesen seien. Bei der Auktion von Papieren mit einer Laufzeit von 7, 10 und 11 Jahren sei die Rendite aber höher ausgefallen als bei den jüngsten Vergleichsauktionen.
Den Analysten von Anleihencheck Research erscheint die trotz der Abstufung durch Moody's erfolgte und erfolgreiche Anleihe-Platzierung vor dem Hintergrund der aktuell angespannten Lage als positiv. Hervorzuheben seien zudem die intensiven Sparbemühungen des Landes. So seien unter anderem Ausgaben gekürzt und das Renteneintrittsalter angehoben worden.
Allerdings seien die zuletzt veröffentlichten Wirtschaftsdaten durchwachsen ausgefallen. So habe sich die italienische Inflationsrate im Juni auf 3,3 Prozent erhöht, nach 3,2 Prozent im Mai. Zudem hätten sich die Lebenshaltungskosten gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozent erhöht. Gleichzeitig sei die italienische Industrieproduktion im Mai erneut deutlich gesunken. So sei der Industrie-Output binnen Jahresfrist kalenderbereinigt um 6,9 Prozent gefallen. Hierbei habe es sich um den neunten Rückgang in Folge gehandelt. Im Vormonatsvergleich sei die Industrieproduktion aber saisonbereinigt um 0,8 Prozent angezogen. Im Außenhandel habe Italien allerdings im Mai einen Überschuss in Höhe von 1,01 Mrd. Euro erzielen können.
Insgesamt könne festgehalten werden, dass Italien noch einen langen und steinigen Weg vor sich habe, um aus der Schuldenkrise herauszukommen. Allerdings müsse konstatiert werden, dass die Reformanstrengungen des Landes in die richtige Richtung gehen würden.
Die Stimmung an den Kapitalmärkten bleibe angespannt. Vorerst dürfte sich daran auch nicht viel ändern. Für Anleger mit etwas Mut und Weitsicht, die nicht an einen Verfall der Eurozone und des Euros glauben, könnte nach Meinung der Analysten von Anleihencheck Research die o.a. Anleihe von Italien unter antizyklischen Gesichtspunkten aber durchaus interessant sein. (Analyse vom 16.07.2012) (16.07.2012/alc/a/a)
Dieser Bericht wurde von Anleihencheck Research ausschließlich zu Informationszwecken erstellt. Die in diesem Bericht enthaltenen Angaben, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung der mit der Erstellung dieses Berichtes betrauten Personen zu Redaktionsschluss. Anleihencheck Research behält sich in diesem Zusammenhang das Recht vor, jederzeit Änderungen oder Ergänzungen vorzunehmen. Die Vervielfältigung, Weiterleitung und Verteilung von Texten oder Textteilen dieses Berichtes ist ausdrücklich untersagt. Anleihencheck Research übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Genauigkeit der im Bericht enthaltenen Informationen und/oder für das Eintreten der Prognosen.
Dieser Bericht richtet sich ausschließlich an Marktteilnehmer, die in der Lage sind, ihre Anlageentscheidungen eigenständig zu treffen und sich dabei nicht nur auf die Analysen und Prognosen von Anleihencheck Research stützen. Dieser Bericht ist unverbindlich und stellt weder ein Angebot zum Kauf der genannten Produkte noch eine Anlageempfehlung dar.
Die Anleihe, emittiert vom südeuropäischen Staat Italien, sei mit einem Kupon von 4,25 Prozent ausgestattet, laufe nur noch bis zum 01.02.2019 und weise eine anlegerfreundliche Stückelung von 1.000 EUR auf. Bei einem aktuellen Kurs von 93,33 Prozent biete das Papier eine jährliche Rendite von 5,55 Prozent.
Die Ratingagentur Moody's habe vergangenen Freitag die Bonität Italiens um zwei Stufen herabgestuft. Damit werde das Land lediglich noch mit "Baa2" bewertet. Zudem sei der Ausblick auf "negativ" belassen worden. Damit werde das Land nur noch zwei Stufen über dem Niveau von Ramschanleihen eingestuft. Begründet worden sei die Herabstufung mit dem beträchtlichen Risiko, dass die geplanten Reformen nicht umgesetzt würden. Zudem habe die Agentur mit einer weiteren Abstufung gedroht, falls sich die Konjunkturaussichten weiter verschlechtern oder die Umsetzung der Reformen ins stocken geraten würden. Als Risikofaktor sehe die Ratingagentur auch das politische Risiko im Vorfeld der im Frühjahr 2013 anstehenden Wahlen.
Für eine Entspannung habe dann allerdings ebenfalls am Freitag die Auktion neuer italienischer Staatsanleihen im Umfang von 5,25 Mrd. Euro gesorgt. So habe das Unternehmen bei dreijährigen Anleihen nicht mehr so hohe Zinsen zahlen müssen wie noch zuvor. Italien habe nämlich nur eine Rendite von 4,65 Prozent bieten müssen, nachdem es bei einer ähnlichen Auktion Mitte Juni noch 5,3 Prozent gewesen seien. Bei der Auktion von Papieren mit einer Laufzeit von 7, 10 und 11 Jahren sei die Rendite aber höher ausgefallen als bei den jüngsten Vergleichsauktionen.
Allerdings seien die zuletzt veröffentlichten Wirtschaftsdaten durchwachsen ausgefallen. So habe sich die italienische Inflationsrate im Juni auf 3,3 Prozent erhöht, nach 3,2 Prozent im Mai. Zudem hätten sich die Lebenshaltungskosten gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozent erhöht. Gleichzeitig sei die italienische Industrieproduktion im Mai erneut deutlich gesunken. So sei der Industrie-Output binnen Jahresfrist kalenderbereinigt um 6,9 Prozent gefallen. Hierbei habe es sich um den neunten Rückgang in Folge gehandelt. Im Vormonatsvergleich sei die Industrieproduktion aber saisonbereinigt um 0,8 Prozent angezogen. Im Außenhandel habe Italien allerdings im Mai einen Überschuss in Höhe von 1,01 Mrd. Euro erzielen können.
Insgesamt könne festgehalten werden, dass Italien noch einen langen und steinigen Weg vor sich habe, um aus der Schuldenkrise herauszukommen. Allerdings müsse konstatiert werden, dass die Reformanstrengungen des Landes in die richtige Richtung gehen würden.
Die Stimmung an den Kapitalmärkten bleibe angespannt. Vorerst dürfte sich daran auch nicht viel ändern. Für Anleger mit etwas Mut und Weitsicht, die nicht an einen Verfall der Eurozone und des Euros glauben, könnte nach Meinung der Analysten von Anleihencheck Research die o.a. Anleihe von Italien unter antizyklischen Gesichtspunkten aber durchaus interessant sein. (Analyse vom 16.07.2012) (16.07.2012/alc/a/a)
Dieser Bericht wurde von Anleihencheck Research ausschließlich zu Informationszwecken erstellt. Die in diesem Bericht enthaltenen Angaben, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung der mit der Erstellung dieses Berichtes betrauten Personen zu Redaktionsschluss. Anleihencheck Research behält sich in diesem Zusammenhang das Recht vor, jederzeit Änderungen oder Ergänzungen vorzunehmen. Die Vervielfältigung, Weiterleitung und Verteilung von Texten oder Textteilen dieses Berichtes ist ausdrücklich untersagt. Anleihencheck Research übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Genauigkeit der im Bericht enthaltenen Informationen und/oder für das Eintreten der Prognosen.
Dieser Bericht richtet sich ausschließlich an Marktteilnehmer, die in der Lage sind, ihre Anlageentscheidungen eigenständig zu treffen und sich dabei nicht nur auf die Analysen und Prognosen von Anleihencheck Research stützen. Dieser Bericht ist unverbindlich und stellt weder ein Angebot zum Kauf der genannten Produkte noch eine Anlageempfehlung dar.


