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Investmentidee: Vontobel-Aktienanleihe auf Nestlé, Sunrise, Swiss Life - Dividendensaison vor der Tür! Anleihenanalyse
02.04.25 09:15
Bank Vontobel Europe AG
München (www.anleihencheck.de) - Für Vontobel sind die Aktien von Nestlé (ISIN CH0038863350 / WKN A0Q4DC), Sunrise Communications und Swiss Life eine Investmentidee und die Bank Vontobel Europe AG liefert Vorschläge, wie Anleger mit Aktienanleihen von dieser Einschätzung profitieren können.
Wer Aktien halte, hoffe in der Regel auf Kursgewinne. Aber auch die regelmäßig ausgeschüttete Dividende stehe insbesondere bei defensiv ausgerichteten Investoren oft im Fokus. Viele Schweizer Aktientitel könnten dabei mit attraktiven und stabilen Dividendenrenditen auftrumpfen. Im Vorfeld der Dividendensaison sei in der Vergangenheit beobachtet worden, dass die Kurse dividendenstarker Aktien leicht zulegen würden. Der Grund dafür liege in dem von vielen Unternehmen festgelegten Schlusstermin: Nur wer die Aktie spätestens zu diesem Zeitpunkt im Depot halte, habe Anspruch auf die Dividendenauszahlung. Diese Regelung führe dazu, dass einige Anleger in dividendenstarke Titel investierten, was die Nachfrage und damit auch die Aktienkurse kurzfristig steigen lassen könne. Dabei solle jedoch beachtet werden, dass vergangene Kursverläufe und Ereignisse keine verlässlichen Indikatoren für die zukünftige Entwicklung seien (cash.ch, 07.02.2025).
Dividenden würden einen wesentlichen Beitrag zur Gesamtperformance von Aktienanlagen leisten. Vergleiche man die reine Kursentwicklung der im SPI® enthaltenen Aktien mit der Entwicklung des SPI®, welcher als Total Return Index auch Dividendenzahlungen berücksichtige (der SPI® umfasse die Börsenkursentwicklung nahezu aller an der Börse kotierten Schweizer Aktiengesellschaften, anders als der Kursindex SMI®, der nur die Preisentwicklung abbilde, zeige der SPI® die tatsächliche Gesamtperformance inklusive Dividenden), sei ersichtlich, dass die ausgezahlten Dividenden einen maßgeblichen Teil zur Outperformance des SPI® mit Dividenden beitragen würden. Insbesondere unter Betrachtung eines längeren Zeitraums zeige diese Diskrepanz, wie wichtig die Dividende für die Gesamtperformance sein könne.
Aktuell liege die durchschnittliche Dividendenrendite des SMI® bei knapp 3 Prozent. Dabei befinde sie sich leicht unter dem Durchschnitt der vergangenen neun Jahre von rund 3,26 Prozent (Statista, 30.01.2025). Im internationalen Vergleich müssten sich die Schweizer nicht verstecken: Die Dividendenrendite des US-Aktienmarkts gemessen am S&P® 500 habe per Ende 2024 1,27 Prozent betragen, während diejenige des EURO STOXX 50 bei 2,56 Prozent liege (BlackRock, 20.03.2025).
Insbesondere im Vergleich mit festverzinslichen Anleihen könnten Dividendenaktien ihre Stärken ausspielen. Die Zinssenkungsschritte der SNB hätten dazu geführt, dass die Differenz zwischen der Dividendenrendite von Schweizer Unternehmen im Vergleich zum risikolosen Zinssatz der Schweiz (0,65 Prozent am 20.03.2025) weiter angestiegen sei.
Die Dividendenpolitik der "Dividendenaristokraten" stehe auch dieses Jahr im Mittelpunkt. Unternehmen, die als Dividendenaristokraten bezeichnet würden, würden über mindestens zehn Jahre ununterbrochene Dividendenerhöhungen aufweisen.
Der Nahrungsmittelriese Nestlé habe im vergangenen Jahr wie auch schon im Jahr zuvor eine enttäuschende Kursentwicklung verzeichnet. Die Aktie des Unternehmens aus Vevey habe etwas über 20 Prozent verloren. Trotzdem sei Nestlé seinem Stand treu geblieben und habe die Dividende für das abgelaufene Geschäftsjahr um fünf Rappen erhöht.
Das Telekommunikationsunternehmen Swisscom erfreue sich schon seit längerem aufgrund hoher und konstanter Dividendenausschüttungen in Kombination mit geringen Kursschwankungen insbesondere bei konservativeren Investoren hoher Beliebtheit. Nach über einem Jahrzehnt mit stagnierenden Dividendenzahlungen bei 22 Schweizer Franken habe Swisscom nun eine Erhöhung auf 26 Schweizer Franken für das Geschäftsjahr 2025 angekündigt. Trotz dieser positiven Entwicklung gebe es jedoch einige Skepsis bezüglich der zukünftigen Entwicklung der Dividenden, insbesondere aufgrund möglicher Belastungen durch höhere Schulden infolge der Übernahme von Vodafone Italia.
Im Gegensatz dazu präsentiere sich beispielsweise die Swiss Life Holding stabil und solide. Der Versicherungskonzern überzeuge durch eine nachhaltige Dividendenpolitik und habe im Jahr 2024 mit einer Performance von rund 20 Prozent überzeugen können. Für das laufende Geschäftsjahr habe Swiss Life eine Dividendenerhöhung von zwei Schweizer Franken pro Aktie angekündigt (Swiss Life - Financial Year 2024).
Es lohne sich auch ein Blick auf aufstrebende Dividendentitel. Ein potenzieller Kandidat sei Sunrise, der jüngst an die Börse zurückgekehrte Telekom-Anbieter. Obwohl die Aktie seit dem Börsengang Ende 2024 kaum aus den Startlöchern gekommen sei, biete das Unternehmen mit rund 8 Prozent eine der höchsten Renditen am Schweizer Markt.
Zertifikate würden es Anlegern ermöglichen, gezielt an der Kursentwicklung des zugrunde liegenden Basiswertes teilzunehmen. Handle es sich bei diesem Basiswert um eine Aktie, würden Dividenden eine entscheidende Rolle spielen, auch wenn Anleger in Zertifikaten oder Aktienanleihen im Gegensatz zur Direktanlage keinen direkten Anspruch auf Dividendenzahlungen hätten.
Bei der Strukturierung eines Zertifikats, insbesondere bei Aktienanleihen, würden Dividendenzahlungen dennoch maßgeblich die Ausgestaltung des Produkts beeinflussen. Eine Aktienanleihe bestehe grundsätzlich aus zwei Komponenten: einer Nullkuponanleihe und einer verkauften Put-Option auf den Basiswert. Dividenden seien ein entscheidender Faktor bei der Bewertung von Optionen, da erwartete Dividendenzahlungen den Kurs des Basiswerts reduzieren und damit den Wert einer Put-Option erhöhen könnten. Folglich gelte bei Aktienanleihen: Je höher die erwartete Dividendenrendite des Basiswerts, desto attraktiver sei der Erlös aus dem Verkauf der Put-Option, was wiederum zu einem höheren Kupon führe.
Veränderungen in der Dividendenpolitik des Basiswerts - beispielsweise eine unerwartete Kürzung oder Streichung der Dividende - könnten direkt die Bewertung der bereits emittierten Aktienanleihen beeinflussen. Sinkende Dividendenerwartungen würden die Attraktivität der Put-Option aus Sicht des Verkäufers reduzieren, was sich negativ auf die Bewertung bestehender Aktienanleihen auswirken könne.
Auch bei Partizipationsprodukten wie Tracker-Zertifikaten, die die Wertentwicklung des Basiswerts nahezu eins zu eins abbilden würden, würden Dividenden unterschiedlich behandelt. Bei Zertifikaten auf Preisindices, welche Dividendenausschüttungen nicht berücksichtigen würden, entscheide der Emittent, ob ausgezahlte Dividenden reinvestiert würden. Anleger sollten sich daher über die Vorgehensweise des Emittenten informieren.
Zusammenfassend lasse sich festhalten, dass Dividenden bei Zertifikaten und insbesondere bei Aktienanleihen indirekt, aber wesentlich die Gestaltung, Bewertung und letztlich auch die Renditechancen beeinflussen würden. Anleger sollten daher bei der Auswahl dieser Produkte stets die Dividendenpolitik des Basiswerts berücksichtigen.
Eine Investmentidee sei zum Beispiel die Multi Aktienanleihe mit Barriere (Worst-Of) (ISIN DE000VG80SY2 / WKN VG80SY) auf die Aktien von Nestlé, Sunrise Communications und Swiss Life, die zum 14.04.2025 gezeichnet werden könne. Der Kupon p.a. sei auf 7,60% festgelegt worden. Erster Handelstag sei am 16.04.2025, letzter Handelstag am 20.03.2026. (Stand: 02.04.2025, 09:40)
Bitte beachten Sie auch Risiken und wichtige Hinweise unter folgendem Link. (Ausgabe vom 01.04.2025) (02.04.2025/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Wer Aktien halte, hoffe in der Regel auf Kursgewinne. Aber auch die regelmäßig ausgeschüttete Dividende stehe insbesondere bei defensiv ausgerichteten Investoren oft im Fokus. Viele Schweizer Aktientitel könnten dabei mit attraktiven und stabilen Dividendenrenditen auftrumpfen. Im Vorfeld der Dividendensaison sei in der Vergangenheit beobachtet worden, dass die Kurse dividendenstarker Aktien leicht zulegen würden. Der Grund dafür liege in dem von vielen Unternehmen festgelegten Schlusstermin: Nur wer die Aktie spätestens zu diesem Zeitpunkt im Depot halte, habe Anspruch auf die Dividendenauszahlung. Diese Regelung führe dazu, dass einige Anleger in dividendenstarke Titel investierten, was die Nachfrage und damit auch die Aktienkurse kurzfristig steigen lassen könne. Dabei solle jedoch beachtet werden, dass vergangene Kursverläufe und Ereignisse keine verlässlichen Indikatoren für die zukünftige Entwicklung seien (cash.ch, 07.02.2025).
Dividenden würden einen wesentlichen Beitrag zur Gesamtperformance von Aktienanlagen leisten. Vergleiche man die reine Kursentwicklung der im SPI® enthaltenen Aktien mit der Entwicklung des SPI®, welcher als Total Return Index auch Dividendenzahlungen berücksichtige (der SPI® umfasse die Börsenkursentwicklung nahezu aller an der Börse kotierten Schweizer Aktiengesellschaften, anders als der Kursindex SMI®, der nur die Preisentwicklung abbilde, zeige der SPI® die tatsächliche Gesamtperformance inklusive Dividenden), sei ersichtlich, dass die ausgezahlten Dividenden einen maßgeblichen Teil zur Outperformance des SPI® mit Dividenden beitragen würden. Insbesondere unter Betrachtung eines längeren Zeitraums zeige diese Diskrepanz, wie wichtig die Dividende für die Gesamtperformance sein könne.
Aktuell liege die durchschnittliche Dividendenrendite des SMI® bei knapp 3 Prozent. Dabei befinde sie sich leicht unter dem Durchschnitt der vergangenen neun Jahre von rund 3,26 Prozent (Statista, 30.01.2025). Im internationalen Vergleich müssten sich die Schweizer nicht verstecken: Die Dividendenrendite des US-Aktienmarkts gemessen am S&P® 500 habe per Ende 2024 1,27 Prozent betragen, während diejenige des EURO STOXX 50 bei 2,56 Prozent liege (BlackRock, 20.03.2025).
Insbesondere im Vergleich mit festverzinslichen Anleihen könnten Dividendenaktien ihre Stärken ausspielen. Die Zinssenkungsschritte der SNB hätten dazu geführt, dass die Differenz zwischen der Dividendenrendite von Schweizer Unternehmen im Vergleich zum risikolosen Zinssatz der Schweiz (0,65 Prozent am 20.03.2025) weiter angestiegen sei.
Die Dividendenpolitik der "Dividendenaristokraten" stehe auch dieses Jahr im Mittelpunkt. Unternehmen, die als Dividendenaristokraten bezeichnet würden, würden über mindestens zehn Jahre ununterbrochene Dividendenerhöhungen aufweisen.
Der Nahrungsmittelriese Nestlé habe im vergangenen Jahr wie auch schon im Jahr zuvor eine enttäuschende Kursentwicklung verzeichnet. Die Aktie des Unternehmens aus Vevey habe etwas über 20 Prozent verloren. Trotzdem sei Nestlé seinem Stand treu geblieben und habe die Dividende für das abgelaufene Geschäftsjahr um fünf Rappen erhöht.
Das Telekommunikationsunternehmen Swisscom erfreue sich schon seit längerem aufgrund hoher und konstanter Dividendenausschüttungen in Kombination mit geringen Kursschwankungen insbesondere bei konservativeren Investoren hoher Beliebtheit. Nach über einem Jahrzehnt mit stagnierenden Dividendenzahlungen bei 22 Schweizer Franken habe Swisscom nun eine Erhöhung auf 26 Schweizer Franken für das Geschäftsjahr 2025 angekündigt. Trotz dieser positiven Entwicklung gebe es jedoch einige Skepsis bezüglich der zukünftigen Entwicklung der Dividenden, insbesondere aufgrund möglicher Belastungen durch höhere Schulden infolge der Übernahme von Vodafone Italia.
Es lohne sich auch ein Blick auf aufstrebende Dividendentitel. Ein potenzieller Kandidat sei Sunrise, der jüngst an die Börse zurückgekehrte Telekom-Anbieter. Obwohl die Aktie seit dem Börsengang Ende 2024 kaum aus den Startlöchern gekommen sei, biete das Unternehmen mit rund 8 Prozent eine der höchsten Renditen am Schweizer Markt.
Zertifikate würden es Anlegern ermöglichen, gezielt an der Kursentwicklung des zugrunde liegenden Basiswertes teilzunehmen. Handle es sich bei diesem Basiswert um eine Aktie, würden Dividenden eine entscheidende Rolle spielen, auch wenn Anleger in Zertifikaten oder Aktienanleihen im Gegensatz zur Direktanlage keinen direkten Anspruch auf Dividendenzahlungen hätten.
Bei der Strukturierung eines Zertifikats, insbesondere bei Aktienanleihen, würden Dividendenzahlungen dennoch maßgeblich die Ausgestaltung des Produkts beeinflussen. Eine Aktienanleihe bestehe grundsätzlich aus zwei Komponenten: einer Nullkuponanleihe und einer verkauften Put-Option auf den Basiswert. Dividenden seien ein entscheidender Faktor bei der Bewertung von Optionen, da erwartete Dividendenzahlungen den Kurs des Basiswerts reduzieren und damit den Wert einer Put-Option erhöhen könnten. Folglich gelte bei Aktienanleihen: Je höher die erwartete Dividendenrendite des Basiswerts, desto attraktiver sei der Erlös aus dem Verkauf der Put-Option, was wiederum zu einem höheren Kupon führe.
Veränderungen in der Dividendenpolitik des Basiswerts - beispielsweise eine unerwartete Kürzung oder Streichung der Dividende - könnten direkt die Bewertung der bereits emittierten Aktienanleihen beeinflussen. Sinkende Dividendenerwartungen würden die Attraktivität der Put-Option aus Sicht des Verkäufers reduzieren, was sich negativ auf die Bewertung bestehender Aktienanleihen auswirken könne.
Auch bei Partizipationsprodukten wie Tracker-Zertifikaten, die die Wertentwicklung des Basiswerts nahezu eins zu eins abbilden würden, würden Dividenden unterschiedlich behandelt. Bei Zertifikaten auf Preisindices, welche Dividendenausschüttungen nicht berücksichtigen würden, entscheide der Emittent, ob ausgezahlte Dividenden reinvestiert würden. Anleger sollten sich daher über die Vorgehensweise des Emittenten informieren.
Zusammenfassend lasse sich festhalten, dass Dividenden bei Zertifikaten und insbesondere bei Aktienanleihen indirekt, aber wesentlich die Gestaltung, Bewertung und letztlich auch die Renditechancen beeinflussen würden. Anleger sollten daher bei der Auswahl dieser Produkte stets die Dividendenpolitik des Basiswerts berücksichtigen.
Eine Investmentidee sei zum Beispiel die Multi Aktienanleihe mit Barriere (Worst-Of) (ISIN DE000VG80SY2 / WKN VG80SY) auf die Aktien von Nestlé, Sunrise Communications und Swiss Life, die zum 14.04.2025 gezeichnet werden könne. Der Kupon p.a. sei auf 7,60% festgelegt worden. Erster Handelstag sei am 16.04.2025, letzter Handelstag am 20.03.2026. (Stand: 02.04.2025, 09:40)
Bitte beachten Sie auch Risiken und wichtige Hinweise unter folgendem Link. (Ausgabe vom 01.04.2025) (02.04.2025/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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