Investmentidee: PayPal hoch? PayPal seitwärts? PayPal runter? - Anleiheanalyse


15.11.24 08:30
Bank Vontobel Europe AG

München (www.anleihencheck.de) - Für Vontobel ist die Aktie von PayPal eine Investmentidee und die Bank Vontobel Europe AG liefert Vorschläge, wie Anleger mit Anleihen von dieser Einschätzung profitieren können.

Die PayPal-Aktie habe während der COVID-19-Pandemie einen Anstieg erlebt, der durch den Boom im Online-Handel begünstigt worden sei. Seit Mitte 2022 sei jedoch eine Seitwärtsbewegung zu beobachten, da das Nutzerwachstum ins Stocken geraten sei und der Markt negativ auf die Quartalszahlen reagiert habe. Wie könnten Anleger in verschiedenen Marktlagen partizipieren?

Das Unternehmen sei von Elon Musk, Peter Thiel, Luke Nosek und Max Levchin 1998 gegründet und 2002 an die Börse gebracht worden. PayPal stelle eine digitale Plattform für Zahlungsabwicklungen bereit, die Unternehmen und Privatpersonen ermögliche, Geld online zu transferieren. Für diese Serviceleistung würden bei jeder Transaktion Gebühren berechnet.

So werde etwa für den Empfang von Zahlungen für Waren und Dienstleistungen eine Gebühr erhoben, die sich aus einem prozentualen Anteil des Transaktionsbetrags sowie einer festen Gebühr je nach verwendeter Währung zusammensetze. Auch für das Empfangen von Spenden und das Senden persönlicher Zahlungen fielen länderspezifische Gebühren an. Zusätzlich zu den Transaktionsgebühren generiere PayPal Einnahmen aus Zinsen auf Guthaben der PayPal-Konten sowie aus Kooperationen mit Banken und Finanzinstituten.

Ein wesentlicher Grund für eine sinkende Kursentwicklung sei der Rückgang der Anzahl der Neuregistrierungen sowie das abnehmende Wachstum der aktiven Nutzung der bereits bestehenden Accounts gewesen. Nachdem der Aktienkurs in den ersten Pandemiejahren stark von einem Boom im Online-Shopping profitiert habe, habe sich das Wachstum ab 2021 abzuschwächen begonnen. In der Hochphase der Pandemie hätten viele Menschen verstärkt Online-Einkäufe getätigt, was die Nachfrage nach PayPals Zahlungsdiensten stark erhöht habe.

Als sich das Konsumverhalten nach der Pandemie wieder stärker in die reale Welt verlagert habe, sei auch das Nutzerwachstum zurückgegangen. Für einen Zahlungsanbieter wie PayPal sei die Anzahl aktiver Nutzer eine zentrale Kennzahl, und das nachlassende Wachstum sei vom Markt als Warnsignal aufgenommen worden.

Im Jahr 2023 habe sich diese negative Entwicklung fortgesetzt: Nach der Veröffentlichung der Quartalszahlen für das zweite Quartal hätten die Märkte kritisch reagiert, und der Aktienkurs sei erneut gefallen. Die Quartalsergebnisse seien als Zeichen dafür gewertet worden, dass sich das Geschäftswachstum weiterhin nicht habe stabilisieren können.

Zusätzlich sei zu beachten, dass PayPal in seinen aktuellen Präsentationen im Quartalsbericht die Nutzerzahlen nicht mehr so deutlich hervorhebe, was möglicherweise zu Unsicherheiten bei Investoren geführt habe.

Am 29. Oktober 2024 habe PayPal Einblick in ihre Quartalszahlen im Rahmen ihres Geschäftsberichts (Q3 2024) gewährt. Folgendes sei dabei aufgefallen:

Im Vergleich zum Vorjahresquartal habe das Unternehmen seinen Umsatz um 6 Prozent und das Total Payment Volume um 9 Prozent steigern können. Das PayPal Branded Check-out Volume, das Plattformen wie Venmo und eBay einbeziehe, sei um 6 Prozent gewachsen. Während das Transaktionsvolumen auf Venmo um 8 Prozent zugenommen habe, sei es auf eBay um 11 Prozent gesunken. Besonders starkes Wachstum von 32 Prozent sei im Bereich des Payment-Service-Providers (PSP) erzielt worden, das vor allem Kredit- und Debitkartenzahlungen auf der PayPal-Plattform einschließe und die Infrastruktur für bargeldlose Zahlungen bereitstelle.

Das Management habe im dritten Quartal 2024 auf Aktienrückkäufe zurückgegriffen. Durch die Aktienrückkäufe seien 1,8 Milliarden US-Dollar Kapital an die Aktionäre zurückgegeben worden. Dies könnte der Grund dafür sein, warum das Management an einer positiven Zukunft festhalte.

Die Aktie habe den Anlegern in den letzten fünf Jahren keinen positiven Zuwachs bringen können. Es sei einer Grafik zu entnehmen, dass die Aktienkurve seit Monaten seitwärts verlaufe.

Eine Investmentidee sei zum Beispiel eine neue Aktienanleihe mit Barriere Quanto auf die Aktie von PayPal. Die Aktienanleihe sei mit einem Nennbetrag von 1.000,00 EUR sowie einem Kupon von 11,25% p.a. ausgestattet. Der Basispreis betrage USD 63,46, während die Barriere bei USD 50,77 liege. Fällig werde die Anleihe am 26. September 2025.

Emittenten- / Bonitätsrisiko: Anleger seien dem Risiko ausgesetzt, dass Emittent und Garant ihre Verpflichtungen aus dem Produkt und der Garantie - beispielsweise im Falle einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit / Überschuldung) oder einer behördlichen Anordnung von Abwicklungsmaßnahmen - nicht erfüllen könnten. Eine solche Anordnung durch eine Abwicklungsbehörde könne im Falle einer Krise des Garanten auch im Vorfeld eines Insolvenzverfahrens ergehen. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals sei möglich. Das Produkt unterliege als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung. (Ausgabe vom 14.11.2024) (15.11.2024/alc/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.