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Investmentidee: Der Kaffeepreis erreicht ungeahnte Höhen - Anleiheanalyse
05.12.24 10:45
Bank Vontobel Europe AG
München (www.anleihencheck.de) - Für Vontobel ist Kaffee eine Investmentidee und die Bank Vontobel Europe AG liefert Vorschläge, wie Anleger mit Anleihen von dieser Einschätzung profitieren können.
Die Preise für Arabica-Kaffeebohnen seien aktuell so hoch wie seit Jahrzehnten nicht mehr. An der Intercontinental Exchange (ICE) sei der Preis seit Jahresbeginn um rund 70 Prozent gestiegen. Doch was treibe diesen drastischen Anstieg an, und wie beeinflusse er Unternehmen wie Nestlé oder Starbucks?
Der Hauptfaktor seien die Missernten durch Extremwetterereignisse, die sich in den Anbaugebieten massiv bemerkbar machten. Brasilien, der größte Produzent von Arabica-Kaffee weltweit, sei in diesem Jahr von außergewöhnlich starken Regenfällen betroffen gewesen. Diese Wetterextreme hätten die Ernteerträge erheblich reduziert und damit das weltweite Angebot verknappt. Da Arabica-Pflanzen empfindlicher auf klimatische Schwankungen reagierten als andere Kaffeesorten, werde die Produktion durch solche Bedingungen besonders beeinträchtigt.
Neben den klimatischen Herausforderungen habe auch die steigende Nachfrage den Preisanstieg beschleunigt. Arabica-Kaffee, der vor allem in Premium-Segmenten wie Spezialitätenkaffees verwendet werde, sei weltweit zunehmend gefragt. Besonders Schwellenländer entdeckten diese hochwertige Bohne für sich, was die Angebots-Nachfrage-Schere weiter auseinanderklaffen lasse.
Nicht zuletzt würden neue regulatorische Anforderungen zur Kostensteigerung beitragen. Um die Entwaldung zu reduzieren, verlangten neue EU-Vorschriften, dass die Herkunft von Kaffee vollständig nachvollziehbar sei. Besonders für kleine Produzenten, die einen Großteil der Arabica-Bohnen lieferten, seien diese Nachweise mit hohen Kosten und administrativen Hürden verbunden.
Arabica-Kaffee stehe damit nicht nur geschmacklich, sondern auch preislich an der Spitze des globalen Kaffeemarkts. Die steigenden Preise seien ein Spiegelbild von Extremwetterereignissen und Nachfrageproblemen, die die Branche vor große Herausforderungen stellten.
Nicht nur Kaffee erlebe einen Preisanstieg. Auch Orangensaft und Kakao verzeichneten Rekordpreise - ebenfalls bedingt durch klimatische Extremereignisse. So hätten Missernten in den Hauptanbaugebieten beider Rohstoffe zu einer drastischen Verknappung geführt.
Nestlé, das Unternehmen hinter Nescafé und Nespresso, habe angekündigt, aufgrund der gestiegenen Kosten für Bohnen die Preise für ihren Kaffee zu erhöhen und die Packung zusätzlich zu verkleinern. Diese sogenannte "Shrinkflation" sei eine gängige Strategie, um Preiserhöhungen indirekt über kleinere Packungsgrößen umzusetzen.
Nestlé sehe jedoch auch Chancen in der aktuellen Marktlage. Das Unternehmen profitiere von seiner breiten Produktpalette, die neben Premium-Kaffeemarken wie Nespresso auch erschwinglichere Optionen wie Instantkaffee umfasse. Dadurch könne Nestlé Kunden ansprechen, die aufgrund der gestiegenen Preise auf günstigere Alternativen umsteigen möchten. Diese Diversifikation in den Produkten könnte Nestlé helfen, Marktanteile zu gewinnen, während kleinere Wettbewerber, die sich ausschließlich auf Arabica-Kaffee spezialisiert hätten, stärker unter Druck geraten könnten.
Starbucks hingegen stehe vor einer komplexeren Herausforderung. Das Unternehmen, das stark auf Premiumprodukte und das Erlebnis in seinen Cafés setze, habe aktuell bereits mit Absatzproblemen zu kämpfen. Im vierten Geschäftsquartal sei der Umsatz im Vergleich zum Vorquartal um drei Prozent gesunken, was gerade auch auf eine geringere Kundenfrequenz zurückzuführen sei.
Die gestiegenen Kosten für Arabica-Bohnen setzten Starbucks weiter unter Druck, insbesondere weil das Unternehmen traditionell Wert auf hochwertige Kaffeesorten lege. Zwar habe Starbucks in der Vergangenheit Preiserhöhungen vorgenommen, doch in einem Umfeld, in dem Verbraucher zunehmend preisbewusster würden, sei die Möglichkeit, gestiegene Kosten vollständig an die Kunden weiterzugeben, begrenzt. Zu starke Preisanpassungen könnten das Unternehmen in Bedrängnis bringen, da Kunden zu günstigeren Alternativen drängen oder auf den Coffee To-Go ganz verzichten könnten.
Schwierige klimatische Bedingungen und eine erhöhte Nachfrage hätten den Preis für Arabica-Kaffeebohnen in die Höhe schießen lassen. Fraglich sei aktuell noch, inwieweit diese gestiegenen Kosten an den Endkunden weitergegeben werden könnten und ob bei wieder besseren Ernten die vorherigen Preisniveaus erreicht werden könnten.
Eine Investmentidee sei zum Beispiel eine neue Multi Aktienanleihe mit Barriere (Worst-Of) Quanto auf die Aktien von Nestlé (ISIN CH0038863350 / WKN A0Q4DC) und Starbucks. Die Anleihe könne noch bis zum 23. Dezember 2024 gezeichnet werden.
Die Multi Aktienanleihe mit Barriere (Worst-Of) Quanto sei mit einem Nennbetrag von 1.000,00 EUR sowie einem Kupon von 6,75% p.a. ausgestattet. Der Basispreis betrage 100,00% des Anfänglichen Referenzpreises, d.h. des Schlusskurses der Aktien am 23. Dezember 2024 an den Referenzbörsen SIX Swiss Exchange und Nasdaq Global Select Market. Die Barriere liege bei 70,00% des Anfänglichen Referenzpreises. Fällig werde die Anleihe am 30. Dezember 2025.
Emittenten- / Bonitätsrisiko: Anleger seien dem Risiko ausgesetzt, dass Emittent und Garant ihre Verpflichtungen aus dem Produkt und der Garantie - beispielsweise im Falle einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit / Überschuldung) oder einer behördlichen Anordnung von Abwicklungsmaßnahmen - nicht erfüllen könnten. Eine solche Anordnung durch eine Abwicklungsbehörde könne im Falle einer Krise des Garanten auch im Vorfeld eines Insolvenzverfahrens ergehen. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals sei möglich. Das Produkt unterliege als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung.
Korrelationsrisiko: Multi Aktienanleihen mit Barriere (Worst of): Dieser Typ der Aktienanleihen beziehe sich auf mehrere Basiswerte. Damit sei der Grad der Abhängigkeit der Wertentwicklung der Basiswerte voneinander (sog. Korrelation) wesentlich für die Beurteilung des Risikos, dass mindestens ein Basiswert seine Barriere erreiche. Anleger sollten beachten, dass bei mehreren Basiswerten für die Bestimmung des Auszahlungsbetrags der Basiswert maßgeblich sei, der sich während der Laufzeit der Wertpapiere am schlechtesten entwickelt habe (sog. Worst-of-Struktur). Das Risiko eines Verlusts des investierten Kapitals sei daher bei Worst-of-Strukturen wesentlich höher als bei Wertpapieren mit nur einem Basiswert. (Ausgabe vom 03.12.2024) (05.12.2024/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Die Preise für Arabica-Kaffeebohnen seien aktuell so hoch wie seit Jahrzehnten nicht mehr. An der Intercontinental Exchange (ICE) sei der Preis seit Jahresbeginn um rund 70 Prozent gestiegen. Doch was treibe diesen drastischen Anstieg an, und wie beeinflusse er Unternehmen wie Nestlé oder Starbucks?
Der Hauptfaktor seien die Missernten durch Extremwetterereignisse, die sich in den Anbaugebieten massiv bemerkbar machten. Brasilien, der größte Produzent von Arabica-Kaffee weltweit, sei in diesem Jahr von außergewöhnlich starken Regenfällen betroffen gewesen. Diese Wetterextreme hätten die Ernteerträge erheblich reduziert und damit das weltweite Angebot verknappt. Da Arabica-Pflanzen empfindlicher auf klimatische Schwankungen reagierten als andere Kaffeesorten, werde die Produktion durch solche Bedingungen besonders beeinträchtigt.
Neben den klimatischen Herausforderungen habe auch die steigende Nachfrage den Preisanstieg beschleunigt. Arabica-Kaffee, der vor allem in Premium-Segmenten wie Spezialitätenkaffees verwendet werde, sei weltweit zunehmend gefragt. Besonders Schwellenländer entdeckten diese hochwertige Bohne für sich, was die Angebots-Nachfrage-Schere weiter auseinanderklaffen lasse.
Nicht zuletzt würden neue regulatorische Anforderungen zur Kostensteigerung beitragen. Um die Entwaldung zu reduzieren, verlangten neue EU-Vorschriften, dass die Herkunft von Kaffee vollständig nachvollziehbar sei. Besonders für kleine Produzenten, die einen Großteil der Arabica-Bohnen lieferten, seien diese Nachweise mit hohen Kosten und administrativen Hürden verbunden.
Arabica-Kaffee stehe damit nicht nur geschmacklich, sondern auch preislich an der Spitze des globalen Kaffeemarkts. Die steigenden Preise seien ein Spiegelbild von Extremwetterereignissen und Nachfrageproblemen, die die Branche vor große Herausforderungen stellten.
Nicht nur Kaffee erlebe einen Preisanstieg. Auch Orangensaft und Kakao verzeichneten Rekordpreise - ebenfalls bedingt durch klimatische Extremereignisse. So hätten Missernten in den Hauptanbaugebieten beider Rohstoffe zu einer drastischen Verknappung geführt.
Nestlé, das Unternehmen hinter Nescafé und Nespresso, habe angekündigt, aufgrund der gestiegenen Kosten für Bohnen die Preise für ihren Kaffee zu erhöhen und die Packung zusätzlich zu verkleinern. Diese sogenannte "Shrinkflation" sei eine gängige Strategie, um Preiserhöhungen indirekt über kleinere Packungsgrößen umzusetzen.
Starbucks hingegen stehe vor einer komplexeren Herausforderung. Das Unternehmen, das stark auf Premiumprodukte und das Erlebnis in seinen Cafés setze, habe aktuell bereits mit Absatzproblemen zu kämpfen. Im vierten Geschäftsquartal sei der Umsatz im Vergleich zum Vorquartal um drei Prozent gesunken, was gerade auch auf eine geringere Kundenfrequenz zurückzuführen sei.
Die gestiegenen Kosten für Arabica-Bohnen setzten Starbucks weiter unter Druck, insbesondere weil das Unternehmen traditionell Wert auf hochwertige Kaffeesorten lege. Zwar habe Starbucks in der Vergangenheit Preiserhöhungen vorgenommen, doch in einem Umfeld, in dem Verbraucher zunehmend preisbewusster würden, sei die Möglichkeit, gestiegene Kosten vollständig an die Kunden weiterzugeben, begrenzt. Zu starke Preisanpassungen könnten das Unternehmen in Bedrängnis bringen, da Kunden zu günstigeren Alternativen drängen oder auf den Coffee To-Go ganz verzichten könnten.
Schwierige klimatische Bedingungen und eine erhöhte Nachfrage hätten den Preis für Arabica-Kaffeebohnen in die Höhe schießen lassen. Fraglich sei aktuell noch, inwieweit diese gestiegenen Kosten an den Endkunden weitergegeben werden könnten und ob bei wieder besseren Ernten die vorherigen Preisniveaus erreicht werden könnten.
Eine Investmentidee sei zum Beispiel eine neue Multi Aktienanleihe mit Barriere (Worst-Of) Quanto auf die Aktien von Nestlé (ISIN CH0038863350 / WKN A0Q4DC) und Starbucks. Die Anleihe könne noch bis zum 23. Dezember 2024 gezeichnet werden.
Die Multi Aktienanleihe mit Barriere (Worst-Of) Quanto sei mit einem Nennbetrag von 1.000,00 EUR sowie einem Kupon von 6,75% p.a. ausgestattet. Der Basispreis betrage 100,00% des Anfänglichen Referenzpreises, d.h. des Schlusskurses der Aktien am 23. Dezember 2024 an den Referenzbörsen SIX Swiss Exchange und Nasdaq Global Select Market. Die Barriere liege bei 70,00% des Anfänglichen Referenzpreises. Fällig werde die Anleihe am 30. Dezember 2025.
Emittenten- / Bonitätsrisiko: Anleger seien dem Risiko ausgesetzt, dass Emittent und Garant ihre Verpflichtungen aus dem Produkt und der Garantie - beispielsweise im Falle einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit / Überschuldung) oder einer behördlichen Anordnung von Abwicklungsmaßnahmen - nicht erfüllen könnten. Eine solche Anordnung durch eine Abwicklungsbehörde könne im Falle einer Krise des Garanten auch im Vorfeld eines Insolvenzverfahrens ergehen. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals sei möglich. Das Produkt unterliege als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung.
Korrelationsrisiko: Multi Aktienanleihen mit Barriere (Worst of): Dieser Typ der Aktienanleihen beziehe sich auf mehrere Basiswerte. Damit sei der Grad der Abhängigkeit der Wertentwicklung der Basiswerte voneinander (sog. Korrelation) wesentlich für die Beurteilung des Risikos, dass mindestens ein Basiswert seine Barriere erreiche. Anleger sollten beachten, dass bei mehreren Basiswerten für die Bestimmung des Auszahlungsbetrags der Basiswert maßgeblich sei, der sich während der Laufzeit der Wertpapiere am schlechtesten entwickelt habe (sog. Worst-of-Struktur). Das Risiko eines Verlusts des investierten Kapitals sei daher bei Worst-of-Strukturen wesentlich höher als bei Wertpapieren mit nur einem Basiswert. (Ausgabe vom 03.12.2024) (05.12.2024/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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