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Investmentidee: Der DAX auf dem Prüfstand - Anleiheanalyse
29.08.24 12:52
Bank Vontobel Europe AG
München (www.anleihencheck.de) - Für Vontobel ist der DAX eine Investmentidee und die Bank Vontobel Europe AG liefert Vorschläge, wie Anleger mit Anleihen von dieser Einschätzung profitieren können.
Seit Jahresbeginn (bis zum 19. August 2024) hätten die US-Indices wie der S&P 500 und NASDAQ-100 eine beeindruckende Performance gezeigt. Dies werfe die Frage auf, wie sich Deutschland mit dem DAX im Vergleich zu den USA entwickelt habe.
Der DAX-Index sei seit über 35 Jahren das zentrale Börsenbarometer Deutschlands und spiegele aktuell die Wertentwicklung der 40 größten börsennotierten Unternehmen wider. Mit einer Abdeckung von etwa 80 Prozent der Marktkapitalisierung des deutschen Aktienmarktes bilde er einen wesentlichen Teil des wirtschaftlichen Geschehens in Deutschland ab.
Seit dem 1. Juli 1988 werde der Index von der Frankfurter Börse berechnet und habe ursprünglich 30 Unternehmen umfasst. Zu den damaligen Mitgliedern hätten unter anderem die Dresdner Bank, Mannesmann, Kaufhof und Linde gehört. Linde habe beschlossen, sich im Jahr 2023 aus dem DAX zu verabschieden, sei seitdem ausschließlich an der New Yorker Börse handelbar und wolle sich hiermit auf den US-amerikanischen Kapitalmarkt fokussieren.
Aktuell setze sich der DAX folgendermaßen zusammen: 23 Prozent würden auf Unternehmen aus dem Bereich Industriegüter und Dienstleistungen entfallen, darunter Siemens, Airbus und Deutsche Post. Der Technologiesektor mache 18 Prozent des Index aus, wobei SAP und Infineon Technologies die Hauptakteure seien. Versicherungen, vertreten durch Schwergewichte wie Allianz und Münchener Rückversicherung, würden 13 Prozent einnehmen. Die Automobilindustrie, zu der unter anderem die Mercedes-Benz Group, BMW und Volkswagen gehören würden, trage 8 Prozent zur Indexzusammensetzung bei.
Um in den DAX aufgenommen zu werden, müsse ein Unternehmen in den letzten zwölf Monaten ein Mindestorderbuchvolumen von 1 Milliarde EUR oder einen jährlichen Börsenumsatz von 20 Prozent des handelbaren Börsenwerts erreicht haben. Sei das Unternehmen bereits im DAX® vertreten, reduziere sich das erforderliche Mindestorderbuchvolumen auf 0,8 Milliarden EUR, oder es müsse einen jährlichen Börsenumsatz von 10 Prozent des handelbaren Börsenwerts aufweisen.
Am 20. September 2021 sei der DAX von 30 auf 40 Mitglieder erweitert worden. Dabei seien zehn Unternehmen aus dem MDAX in den DAX aufgenommen worden, darunter bekannte Namen wie Zalando SE, Airbus SE, PUMA SE und HelloFresh SE. Der MDAX, der nun 50 Unternehmen umfasse, repräsentiere Firmen mit einer Marktkapitalisierung, die unterhalb der DAX-Mitglieder liege. Zu den bekannten Unternehmen im MDAX würden unter anderem Lufthansa AG und thyssenkrupp AG zählen.
Der deutsche Leitindex werde derzeit mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 15,1297 bewertet (Stand: 16. August 2024). In den letzten fünf Jahren habe der Durchschnitt des KGVs bei 15,689 gelegen, basierend auf dem Zeitraum vom 16. August 2019 bis zum 16. August 2024. Den niedrigsten Stand habe das KGV am 29. September 2022 mit einem Wert von 10,2975 erreicht.
Der DAX als Performanceindex habe innerhalb der letzten fünf Jahre (16. August 2019 bis 16. August 2024) einen Zuwachs von 58 Prozent verzeichnet. Bei einem Performanceindex würden Dividendenzahlungen an die Investoren in die Berechnung einbezogen, was zu einer realistischeren Darstellung der Rendite führe. Im Gegensatz dazu berücksichtige der Kursindex nur die reinen Kursgewinne der Aktien, ohne Dividendenzahlungen. Der Kursindex des DAX sei im gleichen Zeitraum lediglich um 36 Prozent gestiegen.
Zu den größten Gewinnern im DAX in diesem Jahr (1. Januar 2024 bis 19. August 2024) würden Siemens Energy, Rheinmetall und SAP zählen. Auf der Verliererseite stünden RWE, PUMA und Sartorius.
Eine Investmentidee sei zum Beispiel eine neue Indexanleihe auf den DAX. Die Anleihe könne noch bis zum 2. September 2024 gezeichnet werden. Die Indexanleihe sei mit einem Nennbetrag von 1.000,00 EUR sowie einem Kupon von 5,50% p.a. ausgestattet. Der Basispreis betrage 100,00% des Anfänglichen Referenzpreises. Fällig werde die Anleihe am 26. September 2025.
Korrelationsrisiko: Multi Aktienanleihen mit Barriere (Worst of): Dieser Typ der Aktienanleihen beziehe sich auf mehrere Basiswerte. Damit sei der Grad der Abhängigkeit der Wertentwicklung der Basiswerte voneinander (sog. Korrelation) wesentlich für die Beurteilung des Risikos, dass mindestens ein Basiswert seine Barriere erreiche. Anleger sollten beachten, dass bei mehreren Basiswerten für die Bestimmung des Auszahlungsbetrags der Basiswert maßgeblich sei, der sich während der Laufzeit der Wertpapiere am schlechtesten entwickelt habe (sog. Worst-of-Struktur). Das Risiko eines Verlusts des investierten Kapitals sei daher bei Worst-of-Strukturen wesentlich höher als bei Wertpapieren mit nur einem Basiswert.
Marktrisiko: Die Entwicklung der Aktienkurse der jeweiligen Unternehmen sei von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig, die der Anleger bei der Bildung seiner Marktmeinung zu berücksichtigen habe. Der Aktienkurs könne sich auch anders entwickeln als erwartet, wodurch Verluste entstehen könnten.
Emittenten- / Bonitätsrisiko: Anleger seien dem Risiko ausgesetzt, dass Emittent und Garant ihre Verpflichtungen aus dem Produkt und der Garantie - beispielsweise im Falle einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit / Überschuldung) oder einer behördlichen Anordnung von Abwicklungsmaßnahmen - nicht erfüllen könnten. Eine solche Anordnung durch eine Abwicklungsbehörde könne im Falle einer Krise des Garanten auch im Vorfeld eines Insolvenzverfahrens ergehen. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals sei möglich. Das Produkt unterliege als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung. (Ausgabe vom 28.08.2024) (29.08.2024/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Seit Jahresbeginn (bis zum 19. August 2024) hätten die US-Indices wie der S&P 500 und NASDAQ-100 eine beeindruckende Performance gezeigt. Dies werfe die Frage auf, wie sich Deutschland mit dem DAX im Vergleich zu den USA entwickelt habe.
Der DAX-Index sei seit über 35 Jahren das zentrale Börsenbarometer Deutschlands und spiegele aktuell die Wertentwicklung der 40 größten börsennotierten Unternehmen wider. Mit einer Abdeckung von etwa 80 Prozent der Marktkapitalisierung des deutschen Aktienmarktes bilde er einen wesentlichen Teil des wirtschaftlichen Geschehens in Deutschland ab.
Seit dem 1. Juli 1988 werde der Index von der Frankfurter Börse berechnet und habe ursprünglich 30 Unternehmen umfasst. Zu den damaligen Mitgliedern hätten unter anderem die Dresdner Bank, Mannesmann, Kaufhof und Linde gehört. Linde habe beschlossen, sich im Jahr 2023 aus dem DAX zu verabschieden, sei seitdem ausschließlich an der New Yorker Börse handelbar und wolle sich hiermit auf den US-amerikanischen Kapitalmarkt fokussieren.
Aktuell setze sich der DAX folgendermaßen zusammen: 23 Prozent würden auf Unternehmen aus dem Bereich Industriegüter und Dienstleistungen entfallen, darunter Siemens, Airbus und Deutsche Post. Der Technologiesektor mache 18 Prozent des Index aus, wobei SAP und Infineon Technologies die Hauptakteure seien. Versicherungen, vertreten durch Schwergewichte wie Allianz und Münchener Rückversicherung, würden 13 Prozent einnehmen. Die Automobilindustrie, zu der unter anderem die Mercedes-Benz Group, BMW und Volkswagen gehören würden, trage 8 Prozent zur Indexzusammensetzung bei.
Um in den DAX aufgenommen zu werden, müsse ein Unternehmen in den letzten zwölf Monaten ein Mindestorderbuchvolumen von 1 Milliarde EUR oder einen jährlichen Börsenumsatz von 20 Prozent des handelbaren Börsenwerts erreicht haben. Sei das Unternehmen bereits im DAX® vertreten, reduziere sich das erforderliche Mindestorderbuchvolumen auf 0,8 Milliarden EUR, oder es müsse einen jährlichen Börsenumsatz von 10 Prozent des handelbaren Börsenwerts aufweisen.
Am 20. September 2021 sei der DAX von 30 auf 40 Mitglieder erweitert worden. Dabei seien zehn Unternehmen aus dem MDAX in den DAX aufgenommen worden, darunter bekannte Namen wie Zalando SE, Airbus SE, PUMA SE und HelloFresh SE. Der MDAX, der nun 50 Unternehmen umfasse, repräsentiere Firmen mit einer Marktkapitalisierung, die unterhalb der DAX-Mitglieder liege. Zu den bekannten Unternehmen im MDAX würden unter anderem Lufthansa AG und thyssenkrupp AG zählen.
Der DAX als Performanceindex habe innerhalb der letzten fünf Jahre (16. August 2019 bis 16. August 2024) einen Zuwachs von 58 Prozent verzeichnet. Bei einem Performanceindex würden Dividendenzahlungen an die Investoren in die Berechnung einbezogen, was zu einer realistischeren Darstellung der Rendite führe. Im Gegensatz dazu berücksichtige der Kursindex nur die reinen Kursgewinne der Aktien, ohne Dividendenzahlungen. Der Kursindex des DAX sei im gleichen Zeitraum lediglich um 36 Prozent gestiegen.
Zu den größten Gewinnern im DAX in diesem Jahr (1. Januar 2024 bis 19. August 2024) würden Siemens Energy, Rheinmetall und SAP zählen. Auf der Verliererseite stünden RWE, PUMA und Sartorius.
Eine Investmentidee sei zum Beispiel eine neue Indexanleihe auf den DAX. Die Anleihe könne noch bis zum 2. September 2024 gezeichnet werden. Die Indexanleihe sei mit einem Nennbetrag von 1.000,00 EUR sowie einem Kupon von 5,50% p.a. ausgestattet. Der Basispreis betrage 100,00% des Anfänglichen Referenzpreises. Fällig werde die Anleihe am 26. September 2025.
Korrelationsrisiko: Multi Aktienanleihen mit Barriere (Worst of): Dieser Typ der Aktienanleihen beziehe sich auf mehrere Basiswerte. Damit sei der Grad der Abhängigkeit der Wertentwicklung der Basiswerte voneinander (sog. Korrelation) wesentlich für die Beurteilung des Risikos, dass mindestens ein Basiswert seine Barriere erreiche. Anleger sollten beachten, dass bei mehreren Basiswerten für die Bestimmung des Auszahlungsbetrags der Basiswert maßgeblich sei, der sich während der Laufzeit der Wertpapiere am schlechtesten entwickelt habe (sog. Worst-of-Struktur). Das Risiko eines Verlusts des investierten Kapitals sei daher bei Worst-of-Strukturen wesentlich höher als bei Wertpapieren mit nur einem Basiswert.
Marktrisiko: Die Entwicklung der Aktienkurse der jeweiligen Unternehmen sei von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig, die der Anleger bei der Bildung seiner Marktmeinung zu berücksichtigen habe. Der Aktienkurs könne sich auch anders entwickeln als erwartet, wodurch Verluste entstehen könnten.
Emittenten- / Bonitätsrisiko: Anleger seien dem Risiko ausgesetzt, dass Emittent und Garant ihre Verpflichtungen aus dem Produkt und der Garantie - beispielsweise im Falle einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit / Überschuldung) oder einer behördlichen Anordnung von Abwicklungsmaßnahmen - nicht erfüllen könnten. Eine solche Anordnung durch eine Abwicklungsbehörde könne im Falle einer Krise des Garanten auch im Vorfeld eines Insolvenzverfahrens ergehen. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals sei möglich. Das Produkt unterliege als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung. (Ausgabe vom 28.08.2024) (29.08.2024/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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