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Investment Idee: Seefrachttransporte - die Hauptschlagader der Weltwirtschaft - Anleiheanalyse
03.07.24 10:44
Bank Vontobel Europe AG
München (www.anleihencheck.de) - Für Vontobel ist die Seefracht eine Investmentidee und die Bank Vontobel Europe AG liefert Vorschläge, wie Anleger mit Anleihen von dieser Einschätzung profitieren können.
Entwicklungen im globalen Seefrachtverkehr könnten wertvolle Informationen zur Verfassung des internationalen Handels und somit zu konjunkturellen Entwicklungen der Weltwirtschaft enthalten. Immerhin würden gemäß der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) mehr als 80 Prozent des globalen Güterhandels auf Transporte über See entfallen. Unmittelbar seit Beginn dieses Jahres seien beispielsweise die Preise für Containertransporte entlang wichtiger Handelsrouten aufgrund geopolitischer und wirtschaftlicher Ereignisse stark angestiegen.
Ein solches Umfeld könne Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit globaler Transportunternehmen haben und bei deren Kunden den Bedarf nach zuverlässigen und qualitativ hochwertigen Logistiklösungen wecken. Wie sei die aktuelle Lage auf den Weltmeeren und vor welchen Herausforderungen stehe die globale Logistik?
Aktuell würden Drohnen- und Raketenangriffe der Huthi-Rebellen aus dem Jemen den Frachtverkehr durch den Suezkanal und das Rote Meer beeinträchtigen. Infolgedessen müssten Frachtschiffe auf suboptimale Routen wie beispielsweise die Südspitze Afrikas ausweichen, wodurch Ineffizientes im globalen Frachtverkehr entstünden. Immerhin würden über 10 Prozent des weltweiten Seehandels über das Rote Meer verlaufen. Durch diesen Umweg verzögere sich der Transport an die gewünschten Destinationen bis zu zwei Wochen. Solche Umstände könnten die Preise für Containertransporte auf dem Seeweg in die Höhe treiben, was sich anhand verschiedener Indizes beobachten lasse.
Der Cointainerized Freight Index (CFI) gebe Auskunft über die durchschnittlichen Kosten zum Transportieren eines ISO-Zertifizierten Containers über See ab den wichtigsten Häfen in China. Transportkosten für Container würden sich üblicherweise aus einer Pauschale und einer variablen Komponente zusammensetzen, wobei letztere Faktoren wie beispielsweise Treibstoffpreise, Verwaltungskosten und Risikoaufschläge enthalte.
Seit Anfang 2024 befinde sich der CFI in einem Aufwärtstrend und habe sich in den letzten sechs Monaten mehr als verdoppelt. Auch der Drewry World Container Index (WCI), ein weiterer wichtiger Indikator zur Messung der weltweiten Containerfrachtpreise, zeige seit Jahresbeginn einen starken Anstieg für aus Asien ausgehende Transporte nach Europa und in die USA.
Als im März 2021 das Containerschiff "EverGiven" für knapp eine Woche den Suezkanal blockiert habe, habe dies zu kurzfristig höheren Transportkosten und Engpässen geführt. Der starke Anstieg der Containerpreise im Jahr 2021 könne jedoch nur bedingt diesem Ereignis zugerechnet werden. Vielmehr würden sich die Gründe in durch die Corona-Pandemie entstandenen Beeinträchtigungen finden, die globale Lieferketten nachhaltig beeinflusst hätten.
Beispielsweise habe die Pandemie den Trend zur Diversifikation der globalen Lieferketten verstärkt. Die Strategie, die in Logistikkreisen als "China + 1" bekannt sei, setze auf konkurrierende Produktionsstandorte wie beispielsweise Vietnam, Bangladesch oder Mexiko. Damit werde das Ziel verfolgt, die Abhängigkeit von China als Hauptlieferant von Industriegütern zu verringern und die Anfälligkeit für unvorhergesehene Ereignisse zu reduzieren.
Sollte sich diese Entwicklung durch Ereignisse wie die aktuellen Angriffe im Roten Meer weiter beschleunigen, könnte dies dazu führen, dass weitere westliche Importeure auf alternative Produktionsstätten mit neuen, weniger riskanten Handelsrouten ausweichen würden. Welche Folgen dies für ausschließlich auf Seefrachttransporte ausgerichtete Logistiker haben könnte, sei schwer vorherzusehen.
In der aktuellen Situation werde viel davon abhängen, wie sich der Konflikt in Israel entwickele und ob die Transporte durch das Rote Meer künftig einem geringeren Risiko durch Angriffe der jemenitischen Huthi-Rebellen ausgesetzt sein würden. Sollte sich die Lage bald wieder normalisieren, könnte der Preis auf dem Containermarkt wieder auf ein stabiles Niveau fallen.
Die Aktienkurse globaler Transportunternehmen hätten in diesem Jahr bisher nicht mit der Kursentwicklung des Gesamtmarktes mithalten können. Steigende Transportpreise allerdings und ein komplexeres operatives Umfeld könnte Bewegung in den Sektor bringen.
Die dänische Reederei A. P. Møller-Mærsk, einer der bedeutendsten Akteure auf dem globalen Frachtmarkt, habe ihre Gewinnprognose für das Jahr 2024 angehoben, unter anderem aufgrund der steigenden Nachfrage nach Containertransporten und Hafenüberlastungen aufgrund der aktuellen Situation im Roten Meer. Beide Faktoren könnten laut dem Unternehmen zu einer weiteren Erhöhung der Containerfrachtraten und somit zu einem voraussichtlich stärkeren Betriebsergebnis beitragen.
Auch Deutschlands größte Reederei Hapag-Lloyd beobachte ebenfalls eine in den letzten Wochen gestiegene Nachfrage nach Containertransporten. Begründet werde dies zum einen mit einer möglicherweise unterschätzten Verbrauchernachfrage, zum anderen aber auch mit provisorischen Absicherungsmaßnahmen für saisonale Spitzen, wie die anstehende Weihnachtszeit.
Das Logistikunternehmen Kühne + Nagel mit Sitz in Schindellegi (Schweiz) habe nach einem schwierigen Start ins Jahr 2024 wieder Schritt gefasst und profitiere von den komplexen Entwicklungen im globalen Logistikmarkt. Die Ergebnisse für das zweite Jahresquartal, die im Juli 2024 erwartet würden, könnten weiteren Aufschluss über den Trend der letzten Monate geben.
Sorgen würden auch die im Mai dieses Jahres von den USA erhöhten Zölle auf chinesische Elektrofahrzeuge und weitere Exportgüter bereiten, die insgesamt zu einem potenziellen Rückgang des Handelsvolumens führen könnten. Auch die EU-Kommission habe kürzlich im Juni 2024 entschieden, Einfuhrzölle auf chinesische E-Autos zu erhöhen. Zölle auf Importe aus China könnten zwar die heimische Fertigungsindustrie entlasten, würden aber mittelfristig das Potenzial bergen, das globale Handelsvolumen negativ zu beeinflussen und damit auch die Nachfrage nach Dienstleistungen von global ausgerichteten Logistikern senken, wodurch ein kompetitiverer Markt entstehen könnte.
Für Anleger, die mit in der kurzen bis mittleren Frist mit seitwärtstendierenden oder leichtfallenden Kursen bei den Logistikunternehmen rechnen würden, könnten Multi Aktienanleihe (Worst-Of) auf die beteiligten Unternehmen interessant sein. Durch eine eingebaute Barriere böten diese einen Risikopuffer, der vor Kursrückschlägen schützen könne. Andererseits seien die Renditemöglichkeiten bei stark steigenden Kursen auf die Höhe des fixen Coupons begrenzt.
Eine Investmentidee sei zum Beispiel eine Multi Aktienanleihe mit Barriere (Worst-Of) Quanto auf die Aktien von A.P. Moller Maersk A/S (ISIN DK0010244425 / WKN 861929), Kuehne + Nagel International AG (ISIN CH0025238863 / WKN A0JLZL) und Hapag-Lloyd AG. Die Aktienanleihe sei mit einem Kupon von 11,50% p.a. ausgestattet. Die Barriere liege bei 60,00%. Die Anleihe laufe bis zum 19.09.2025. Sie könne noch bis zum 22.07.2024 gezeichnet werden.
Risiken:
Anleger seien dem Risiko ausgesetzt, dass Emittent und Garant ihre Verpflichtungen aus dem Produkt und der Garantie - beispielsweise im Falle einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit / Überschuldung) oder einer behördlichen Anordnung von Abwicklungsmaßnahmen - nicht erfüllen könnten. Eine solche Anordnung durch eine Abwicklungsbehörde könne im Falle einer Krise des Garanten auch im Vorfeld eines Insolvenzverfahrens ergehen. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals sei möglich. Das Produkt unterliege als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung.
Die Entwicklung der Aktienkurse der jeweiligen Unternehmen sei von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig, die der Anleger bei der Bildung seiner Marktmeinung zu berücksichtigen habe. Der Aktienkurs könne sich auch anders entwickeln als erwartet, wodurch Verluste entstehen könnten.
Protect Multi Aktienanleihen würden sich auf mehrere Basiswerte beziehen, womit der Grad der Abhängigkeit der Wertentwicklung der Basiswerte voneinander (sog. Korrelation) wesentlich für die Beurteilung des Risikos sei, dass mindestens ein Basiswert seine Barriere erreiche. Anleger sollten auch beachten, dass bei mehreren Basiswerten für die Bestimmung des Auszahlungsbetrags in der Regel der Basiswert maßgeblich sei, der sich während der Laufzeit der Wertpapiere am schlechtesten entwickelt habe (sogenannte Worst-of-Strukur), das heiße, dass das Risiko eines Verlustes des investierten Kapitals bei Worst-of-Strukturen wesentlich höher sei als bei Wertpapieren mit nur einem Basiswert.
Der Wert des Zertifikats könne während der Laufzeit durch die marktpreisbestimmenden Faktoren auch deutlich unter den Erwerbspreis fallen, wenn der Wert des Basiswerts falle.
Da die Währung des als Basiswert zugrundeliegenden Index nicht Euro sei und der Index Aktien und Wertpapiere enthalte, die in anderen Währungen notieren würden (z.B. US-Dollar), hänge der Wert des Zertifikats auch vom Umrechnungskurs zwischen der jeweiligen Fremdwährung (z.B. US-Dollar) und Euro (Währung des Zertifikats) ab. Dadurch könne der Wert des Zertifikats (in Euro) über die Laufzeit erheblich schwanken. (Ausgabe vom 02.07.2024) (03.07.2024/alc/a/a)
Entwicklungen im globalen Seefrachtverkehr könnten wertvolle Informationen zur Verfassung des internationalen Handels und somit zu konjunkturellen Entwicklungen der Weltwirtschaft enthalten. Immerhin würden gemäß der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) mehr als 80 Prozent des globalen Güterhandels auf Transporte über See entfallen. Unmittelbar seit Beginn dieses Jahres seien beispielsweise die Preise für Containertransporte entlang wichtiger Handelsrouten aufgrund geopolitischer und wirtschaftlicher Ereignisse stark angestiegen.
Ein solches Umfeld könne Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit globaler Transportunternehmen haben und bei deren Kunden den Bedarf nach zuverlässigen und qualitativ hochwertigen Logistiklösungen wecken. Wie sei die aktuelle Lage auf den Weltmeeren und vor welchen Herausforderungen stehe die globale Logistik?
Aktuell würden Drohnen- und Raketenangriffe der Huthi-Rebellen aus dem Jemen den Frachtverkehr durch den Suezkanal und das Rote Meer beeinträchtigen. Infolgedessen müssten Frachtschiffe auf suboptimale Routen wie beispielsweise die Südspitze Afrikas ausweichen, wodurch Ineffizientes im globalen Frachtverkehr entstünden. Immerhin würden über 10 Prozent des weltweiten Seehandels über das Rote Meer verlaufen. Durch diesen Umweg verzögere sich der Transport an die gewünschten Destinationen bis zu zwei Wochen. Solche Umstände könnten die Preise für Containertransporte auf dem Seeweg in die Höhe treiben, was sich anhand verschiedener Indizes beobachten lasse.
Der Cointainerized Freight Index (CFI) gebe Auskunft über die durchschnittlichen Kosten zum Transportieren eines ISO-Zertifizierten Containers über See ab den wichtigsten Häfen in China. Transportkosten für Container würden sich üblicherweise aus einer Pauschale und einer variablen Komponente zusammensetzen, wobei letztere Faktoren wie beispielsweise Treibstoffpreise, Verwaltungskosten und Risikoaufschläge enthalte.
Seit Anfang 2024 befinde sich der CFI in einem Aufwärtstrend und habe sich in den letzten sechs Monaten mehr als verdoppelt. Auch der Drewry World Container Index (WCI), ein weiterer wichtiger Indikator zur Messung der weltweiten Containerfrachtpreise, zeige seit Jahresbeginn einen starken Anstieg für aus Asien ausgehende Transporte nach Europa und in die USA.
Als im März 2021 das Containerschiff "EverGiven" für knapp eine Woche den Suezkanal blockiert habe, habe dies zu kurzfristig höheren Transportkosten und Engpässen geführt. Der starke Anstieg der Containerpreise im Jahr 2021 könne jedoch nur bedingt diesem Ereignis zugerechnet werden. Vielmehr würden sich die Gründe in durch die Corona-Pandemie entstandenen Beeinträchtigungen finden, die globale Lieferketten nachhaltig beeinflusst hätten.
Beispielsweise habe die Pandemie den Trend zur Diversifikation der globalen Lieferketten verstärkt. Die Strategie, die in Logistikkreisen als "China + 1" bekannt sei, setze auf konkurrierende Produktionsstandorte wie beispielsweise Vietnam, Bangladesch oder Mexiko. Damit werde das Ziel verfolgt, die Abhängigkeit von China als Hauptlieferant von Industriegütern zu verringern und die Anfälligkeit für unvorhergesehene Ereignisse zu reduzieren.
Sollte sich diese Entwicklung durch Ereignisse wie die aktuellen Angriffe im Roten Meer weiter beschleunigen, könnte dies dazu führen, dass weitere westliche Importeure auf alternative Produktionsstätten mit neuen, weniger riskanten Handelsrouten ausweichen würden. Welche Folgen dies für ausschließlich auf Seefrachttransporte ausgerichtete Logistiker haben könnte, sei schwer vorherzusehen.
In der aktuellen Situation werde viel davon abhängen, wie sich der Konflikt in Israel entwickele und ob die Transporte durch das Rote Meer künftig einem geringeren Risiko durch Angriffe der jemenitischen Huthi-Rebellen ausgesetzt sein würden. Sollte sich die Lage bald wieder normalisieren, könnte der Preis auf dem Containermarkt wieder auf ein stabiles Niveau fallen.
Die Aktienkurse globaler Transportunternehmen hätten in diesem Jahr bisher nicht mit der Kursentwicklung des Gesamtmarktes mithalten können. Steigende Transportpreise allerdings und ein komplexeres operatives Umfeld könnte Bewegung in den Sektor bringen.
Auch Deutschlands größte Reederei Hapag-Lloyd beobachte ebenfalls eine in den letzten Wochen gestiegene Nachfrage nach Containertransporten. Begründet werde dies zum einen mit einer möglicherweise unterschätzten Verbrauchernachfrage, zum anderen aber auch mit provisorischen Absicherungsmaßnahmen für saisonale Spitzen, wie die anstehende Weihnachtszeit.
Das Logistikunternehmen Kühne + Nagel mit Sitz in Schindellegi (Schweiz) habe nach einem schwierigen Start ins Jahr 2024 wieder Schritt gefasst und profitiere von den komplexen Entwicklungen im globalen Logistikmarkt. Die Ergebnisse für das zweite Jahresquartal, die im Juli 2024 erwartet würden, könnten weiteren Aufschluss über den Trend der letzten Monate geben.
Sorgen würden auch die im Mai dieses Jahres von den USA erhöhten Zölle auf chinesische Elektrofahrzeuge und weitere Exportgüter bereiten, die insgesamt zu einem potenziellen Rückgang des Handelsvolumens führen könnten. Auch die EU-Kommission habe kürzlich im Juni 2024 entschieden, Einfuhrzölle auf chinesische E-Autos zu erhöhen. Zölle auf Importe aus China könnten zwar die heimische Fertigungsindustrie entlasten, würden aber mittelfristig das Potenzial bergen, das globale Handelsvolumen negativ zu beeinflussen und damit auch die Nachfrage nach Dienstleistungen von global ausgerichteten Logistikern senken, wodurch ein kompetitiverer Markt entstehen könnte.
Für Anleger, die mit in der kurzen bis mittleren Frist mit seitwärtstendierenden oder leichtfallenden Kursen bei den Logistikunternehmen rechnen würden, könnten Multi Aktienanleihe (Worst-Of) auf die beteiligten Unternehmen interessant sein. Durch eine eingebaute Barriere böten diese einen Risikopuffer, der vor Kursrückschlägen schützen könne. Andererseits seien die Renditemöglichkeiten bei stark steigenden Kursen auf die Höhe des fixen Coupons begrenzt.
Eine Investmentidee sei zum Beispiel eine Multi Aktienanleihe mit Barriere (Worst-Of) Quanto auf die Aktien von A.P. Moller Maersk A/S (ISIN DK0010244425 / WKN 861929), Kuehne + Nagel International AG (ISIN CH0025238863 / WKN A0JLZL) und Hapag-Lloyd AG. Die Aktienanleihe sei mit einem Kupon von 11,50% p.a. ausgestattet. Die Barriere liege bei 60,00%. Die Anleihe laufe bis zum 19.09.2025. Sie könne noch bis zum 22.07.2024 gezeichnet werden.
Risiken:
Anleger seien dem Risiko ausgesetzt, dass Emittent und Garant ihre Verpflichtungen aus dem Produkt und der Garantie - beispielsweise im Falle einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit / Überschuldung) oder einer behördlichen Anordnung von Abwicklungsmaßnahmen - nicht erfüllen könnten. Eine solche Anordnung durch eine Abwicklungsbehörde könne im Falle einer Krise des Garanten auch im Vorfeld eines Insolvenzverfahrens ergehen. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals sei möglich. Das Produkt unterliege als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung.
Die Entwicklung der Aktienkurse der jeweiligen Unternehmen sei von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig, die der Anleger bei der Bildung seiner Marktmeinung zu berücksichtigen habe. Der Aktienkurs könne sich auch anders entwickeln als erwartet, wodurch Verluste entstehen könnten.
Protect Multi Aktienanleihen würden sich auf mehrere Basiswerte beziehen, womit der Grad der Abhängigkeit der Wertentwicklung der Basiswerte voneinander (sog. Korrelation) wesentlich für die Beurteilung des Risikos sei, dass mindestens ein Basiswert seine Barriere erreiche. Anleger sollten auch beachten, dass bei mehreren Basiswerten für die Bestimmung des Auszahlungsbetrags in der Regel der Basiswert maßgeblich sei, der sich während der Laufzeit der Wertpapiere am schlechtesten entwickelt habe (sogenannte Worst-of-Strukur), das heiße, dass das Risiko eines Verlustes des investierten Kapitals bei Worst-of-Strukturen wesentlich höher sei als bei Wertpapieren mit nur einem Basiswert.
Der Wert des Zertifikats könne während der Laufzeit durch die marktpreisbestimmenden Faktoren auch deutlich unter den Erwerbspreis fallen, wenn der Wert des Basiswerts falle.
Da die Währung des als Basiswert zugrundeliegenden Index nicht Euro sei und der Index Aktien und Wertpapiere enthalte, die in anderen Währungen notieren würden (z.B. US-Dollar), hänge der Wert des Zertifikats auch vom Umrechnungskurs zwischen der jeweiligen Fremdwährung (z.B. US-Dollar) und Euro (Währung des Zertifikats) ab. Dadurch könne der Wert des Zertifikats (in Euro) über die Laufzeit erheblich schwanken. (Ausgabe vom 02.07.2024) (03.07.2024/alc/a/a)
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