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Inflationsanstieg treibt Anleihemärkte
02.01.17 10:00
Jupiter AM
London (www.anleihencheck.de) - Wird die Weltwirtschaft nach einer langanhaltenden Deflationsphase die Rückkehr der Inflation erleben? Mit dieser Frage beschäftigt sich Ariel Bezalel, Fondsmanager des Jupiter Dynamic Bond SICAV (ISIN LU0459992896/ WKN A0YC40) von Jupiter Asset Management.
Während die Welt weiterhin von andauernden wirtschaftlichen Ungleichgewichten belastet werde, würden verschiedene Faktoren tatsächlich auf einen beginnenden Inflationsanstieg hindeuten. Marktindikatoren wie die Breakeven-Inflationsrate würden in Großbritannien, den USA und Deutschland zulegen und so für Aufwärtsdruck bei den Renditen von Staatsanleihen sorgen. In China entwickle sich das Wirtschaftswachstum gut.
Diese Konjunkturbelebung spiegle sich in widerstandsfähigen Rohstoffpreisen und besseren Daten aus dem US-Dienstleistungssektor sowie höheren Löhnen wider und zeige sich auch in Europa, wo die Reflationspolitik der EZB beginne, Früchte zu tragen. Das Ergebnis der US-Präsidentschaftswahlen sei vom Markt als weiteres Inflationssignal aufgefasst worden. Donald Trump habe sich wiederholt für höhere Fiskalausgaben ausgesprochen und plane, entsprechende Maßnahmen durch die Ausgabe von Anleihen zu finanzieren. Ein bedeutendes, schuldenfinanziertes Infrastrukturprogramm könnte die Konjunktur antreiben und einen erheblichen Inflationsanstieg nach sich ziehen.
Was seien die möglichen Folgen für die Anleihemärkte? Das Inflationsrisikosei einer der Hauptgründe für den jüngsten Entschluss der Experten gewesen, die Portfolioduration zu verkürzen. Durch eine Reduzierung des Durationsrisikos um mehr als die Hälfte seien ihre Portfolios in der Lage, dem jüngsten Aufwärtsdruck bei den Anleiherenditen standzuhalten. Nichtsdestotrotz hätten US-Staatsanleihen seit den US-Wahlen erheblich an Boden verloren und ein Risiko weiterer Instabilität verbleibt.
Eine Straffung der Geldpolitik seitens der Federal Reserve, wenn auch in mehreren Schritten, sei alles andere als günstig für die Art von staatlicher Anreizpolitik, die unter Trump zu erwarten sei. Paradoxerweise müsse der kommende Präsident darauf vertrauen, dass die jeweiligen Anleihekaufprogramme der Europäischen Zentralbank (EZB) und der Bank of Japan (BoJ) die Zinsen unten halten und so die Anleger auf der Jagd nach Rendite in den Markt für US-Staatsanleihen treiben würden, während die Regierung gleichzeitig nach Fremdkapital für Infrastrukturprogramme suche. Obschon dieser Ansatz kurzfristig funktionieren könne, schaffe er eine zerbrechliche Dynamik auf den Anleihemärkten, die leicht umschlagen könnte, sollten die EZB oder die BoJ ihre Geldpolitik aus nationalen Gründen ändern oder die Inflation tatsächlich überraschend stark zulegen. Auch den Aufwärtsdruck auf den US-Dollar gelte es zu beachten, da eine Aufwertung für Schwellenländer mit hohen Verbindlichkeiten in US-Dollar ein Risiko darstelle.
Trotz des schwierigen Umfelds würden die Experten mit Blick auf die Zukunft positiv gestimmt bleiben. Sie würden weiter den unbeschränkten Ansatz unserer Strategie nutzen, um die besten Chancen in den globalen Anleihemärkten auszuwählen, während sie gleichzeitig bestrebt seien, die Risiken zu mindern. Bei Unternehmensanleihen würden sie sich auf Titel mit kurzen Laufzeiten und angemessenem Carry konzentrieren. Daneben würden sie auf besondere Situationen achten, die ihnen die Möglichkeit für erhebliche Kapitalzuwächse böten. Darüber hinaus seien sie in Schwellenländern wie Indien und Argentinien aktiv: zwei Länder mit günstigen wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen, die ihnen attraktive Renditen böten, ohne dabei Abstriche bei der Kreditqualität machen zu müssen. (02.01.2017/alc/a/a)
Während die Welt weiterhin von andauernden wirtschaftlichen Ungleichgewichten belastet werde, würden verschiedene Faktoren tatsächlich auf einen beginnenden Inflationsanstieg hindeuten. Marktindikatoren wie die Breakeven-Inflationsrate würden in Großbritannien, den USA und Deutschland zulegen und so für Aufwärtsdruck bei den Renditen von Staatsanleihen sorgen. In China entwickle sich das Wirtschaftswachstum gut.
Was seien die möglichen Folgen für die Anleihemärkte? Das Inflationsrisikosei einer der Hauptgründe für den jüngsten Entschluss der Experten gewesen, die Portfolioduration zu verkürzen. Durch eine Reduzierung des Durationsrisikos um mehr als die Hälfte seien ihre Portfolios in der Lage, dem jüngsten Aufwärtsdruck bei den Anleiherenditen standzuhalten. Nichtsdestotrotz hätten US-Staatsanleihen seit den US-Wahlen erheblich an Boden verloren und ein Risiko weiterer Instabilität verbleibt.
Eine Straffung der Geldpolitik seitens der Federal Reserve, wenn auch in mehreren Schritten, sei alles andere als günstig für die Art von staatlicher Anreizpolitik, die unter Trump zu erwarten sei. Paradoxerweise müsse der kommende Präsident darauf vertrauen, dass die jeweiligen Anleihekaufprogramme der Europäischen Zentralbank (EZB) und der Bank of Japan (BoJ) die Zinsen unten halten und so die Anleger auf der Jagd nach Rendite in den Markt für US-Staatsanleihen treiben würden, während die Regierung gleichzeitig nach Fremdkapital für Infrastrukturprogramme suche. Obschon dieser Ansatz kurzfristig funktionieren könne, schaffe er eine zerbrechliche Dynamik auf den Anleihemärkten, die leicht umschlagen könnte, sollten die EZB oder die BoJ ihre Geldpolitik aus nationalen Gründen ändern oder die Inflation tatsächlich überraschend stark zulegen. Auch den Aufwärtsdruck auf den US-Dollar gelte es zu beachten, da eine Aufwertung für Schwellenländer mit hohen Verbindlichkeiten in US-Dollar ein Risiko darstelle.
Trotz des schwierigen Umfelds würden die Experten mit Blick auf die Zukunft positiv gestimmt bleiben. Sie würden weiter den unbeschränkten Ansatz unserer Strategie nutzen, um die besten Chancen in den globalen Anleihemärkten auszuwählen, während sie gleichzeitig bestrebt seien, die Risiken zu mindern. Bei Unternehmensanleihen würden sie sich auf Titel mit kurzen Laufzeiten und angemessenem Carry konzentrieren. Daneben würden sie auf besondere Situationen achten, die ihnen die Möglichkeit für erhebliche Kapitalzuwächse böten. Darüber hinaus seien sie in Schwellenländern wie Indien und Argentinien aktiv: zwei Länder mit günstigen wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen, die ihnen attraktive Renditen böten, ohne dabei Abstriche bei der Kreditqualität machen zu müssen. (02.01.2017/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 7,56 € | 7,57 € | -0,01 € | -0,13% | 01.01./01:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| LU0459992896 | A0YC40 | 7,86 € | 7,27 € | |


