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Inflationierung?
29.06.20 10:30
Helaba
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Regierungen und Zentralbanken haben in der Corona-Krise schnell und umfassend reagiert, um die durch die Lockdowns verursachten, beispiellosen Abstürze der wirtschaftlichen Aktivitäten aufzufangen und um eine schnelle konjunkturelle Erholung zu ermöglichen, so die Analysten der Helaba.
Ob dies gelinge, sei abschließend noch nicht zu beurteilen, die Perspektiven hätten sich aber nicht zuletzt in der vergangenen Woche deutlich aufgehellt. Eine Reihe von Stimmungsindikatoren habe positiv überrascht, nicht nur in Deutschland, sondern europaweit und auch in den USA, obwohl da die wieder steigenden Covid-19-Infektionszahlen nicht auf lokale Ausbrüche wie in Deutschland zurückzuführen seien. Mittel- und langfristig stelle sich bei der Kombination aus fiskalischem Impuls und monetärer Lockerung die Frage, ob und wann dies zu steigenden Teuerungsraten führe. Zunächst hätten die Effekte einer deutlichen Verbilligung von Rohöl dominiert. Mit den Maidaten in dieser Woche flaue dieser Einfluss allerdings ab.
Die Geld- und Kreditmengenwachstumsraten scheinen auf ein Inflationspotenzial hinzuweisen, so die Analysten der Helaba. Die Kreditvergabe an den Staat habe deutlich zugenommen und auch die Kredite an den privaten Sektor hätten zugelegt. Letzteres sei aber noch als unmittelbare Folge der Krise zu sehen. Die Unternehmen hätten sich gezwungen gesehen, Kredite zu beanspruchen, um bei einbrechenden Umsätzen liquide zu bleiben. Ein Ausweis nachhaltiger Finanzierungen von zunehmender Investitionstätigkeit sei dies nach Erachten der Analysten noch nicht.
Die nächsten Monate und Quartale würden zeigen müssen, ob es zu einer Ausweitung der Gesamtbilanz der monetären Finanzinstitute inklusive der Notenbanken komme. Die Notenbanken des Eurosystems würden ihren Beitrag dazu durch die ausgeweiteten Anleihekaufprogramme in erheblichem Umfang leisten. Die EWU-Regierungen ihrerseits würden günstige Entwicklungen durch die großzügigen Kreditgarantien unterstützen, die während der Coronakrise gegeben worden seien. Auch die sehr günstig gestalteten TLTROs dürften bei der Unterstützung der Kreditvergabe im Euroraum hilfreich sein. Gemessen an den mittelfristigen, marktgehandelten Inflationserwartungen scheinen die Finanzmarktteilnehmer noch keine größeren Bedenken aufgrund dieser Perspektiven zu haben, so die Analysten der Helaba. So liege die 5J/5J-Forward-Breakeven-Inflationsrate nur knapp oberhalb von 1,0%. (29.06.2020/alc/a/a)
Ob dies gelinge, sei abschließend noch nicht zu beurteilen, die Perspektiven hätten sich aber nicht zuletzt in der vergangenen Woche deutlich aufgehellt. Eine Reihe von Stimmungsindikatoren habe positiv überrascht, nicht nur in Deutschland, sondern europaweit und auch in den USA, obwohl da die wieder steigenden Covid-19-Infektionszahlen nicht auf lokale Ausbrüche wie in Deutschland zurückzuführen seien. Mittel- und langfristig stelle sich bei der Kombination aus fiskalischem Impuls und monetärer Lockerung die Frage, ob und wann dies zu steigenden Teuerungsraten führe. Zunächst hätten die Effekte einer deutlichen Verbilligung von Rohöl dominiert. Mit den Maidaten in dieser Woche flaue dieser Einfluss allerdings ab.
Die Geld- und Kreditmengenwachstumsraten scheinen auf ein Inflationspotenzial hinzuweisen, so die Analysten der Helaba. Die Kreditvergabe an den Staat habe deutlich zugenommen und auch die Kredite an den privaten Sektor hätten zugelegt. Letzteres sei aber noch als unmittelbare Folge der Krise zu sehen. Die Unternehmen hätten sich gezwungen gesehen, Kredite zu beanspruchen, um bei einbrechenden Umsätzen liquide zu bleiben. Ein Ausweis nachhaltiger Finanzierungen von zunehmender Investitionstätigkeit sei dies nach Erachten der Analysten noch nicht.
Die nächsten Monate und Quartale würden zeigen müssen, ob es zu einer Ausweitung der Gesamtbilanz der monetären Finanzinstitute inklusive der Notenbanken komme. Die Notenbanken des Eurosystems würden ihren Beitrag dazu durch die ausgeweiteten Anleihekaufprogramme in erheblichem Umfang leisten. Die EWU-Regierungen ihrerseits würden günstige Entwicklungen durch die großzügigen Kreditgarantien unterstützen, die während der Coronakrise gegeben worden seien. Auch die sehr günstig gestalteten TLTROs dürften bei der Unterstützung der Kreditvergabe im Euroraum hilfreich sein. Gemessen an den mittelfristigen, marktgehandelten Inflationserwartungen scheinen die Finanzmarktteilnehmer noch keine größeren Bedenken aufgrund dieser Perspektiven zu haben, so die Analysten der Helaba. So liege die 5J/5J-Forward-Breakeven-Inflationsrate nur knapp oberhalb von 1,0%. (29.06.2020/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 2,70 % | 1,90 % | 0,80 % | +42,11% | 27.04./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| 2,70 % | 1,80 % | |||


