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Indien: Zinssenkung wahrscheinlicher?
17.04.19 12:15
Deutsche Bank
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Vergangenen Donnerstag begannen in Indien die Parlamentswahlen, die in sieben Phasen stattfinden und bis zum 19. Mai andauern werden, berichtet die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".
Die Veröffentlichung der Ergebnisse folge am 23. Mai. Nachdem sich Premierminister Modi Ende Februar beim Aufflammen des Kaschmir-Konfliktes als starker Mann inszeniert habe, seien seine Umfragewerte gestiegen. Die Rupie habe davon profitiert, sie habe im März 3,5 Prozent gegen den Euro zulegen können. Im April habe sie dagegen leicht nachgegeben, nachdem die Übernahme eines indischen Stahlproduzenten durch einen internationalen Stahlkonzern vom höchsten indischen Gericht zunächst gestoppt worden sei. Gestern habe der indische Wetterdienst nun eine optimistische Vorhersage für die Regenzeit veröffentlicht. Eine daraus resultierende gute Ernte könnte die Lebensmittelpreise und die Inflation dämpfen. Dies lasse eine Zinssenkung der Zentralbank wahrscheinlicher erscheinen, die Rupie könnte dadurch weiter unter Druck geraten.
Darüber hinaus sei gestern bekannt geworden, dass das indische Handelsdefizit im März stärker als erwartet auf 10,9 Milliarden US-Dollar angestiegen sei. Dies habe vor allem an den Importen gelegen, die im Vorjahresvergleich um 1,4 Prozent zugelegt hätten, nachdem sie im Februar noch um 4,2 Prozent nachgegeben hätten. Indien sei der weltweit drittgrößte Erdölimporteur, der wiedererstarkende Ölpreis verteuere daher die Einfuhren. (17.04.2019/alc/a/a)
Die Veröffentlichung der Ergebnisse folge am 23. Mai. Nachdem sich Premierminister Modi Ende Februar beim Aufflammen des Kaschmir-Konfliktes als starker Mann inszeniert habe, seien seine Umfragewerte gestiegen. Die Rupie habe davon profitiert, sie habe im März 3,5 Prozent gegen den Euro zulegen können. Im April habe sie dagegen leicht nachgegeben, nachdem die Übernahme eines indischen Stahlproduzenten durch einen internationalen Stahlkonzern vom höchsten indischen Gericht zunächst gestoppt worden sei. Gestern habe der indische Wetterdienst nun eine optimistische Vorhersage für die Regenzeit veröffentlicht. Eine daraus resultierende gute Ernte könnte die Lebensmittelpreise und die Inflation dämpfen. Dies lasse eine Zinssenkung der Zentralbank wahrscheinlicher erscheinen, die Rupie könnte dadurch weiter unter Druck geraten.
Darüber hinaus sei gestern bekannt geworden, dass das indische Handelsdefizit im März stärker als erwartet auf 10,9 Milliarden US-Dollar angestiegen sei. Dies habe vor allem an den Importen gelegen, die im Vorjahresvergleich um 1,4 Prozent zugelegt hätten, nachdem sie im Februar noch um 4,2 Prozent nachgegeben hätten. Indien sei der weltweit drittgrößte Erdölimporteur, der wiedererstarkende Ölpreis verteuere daher die Einfuhren. (17.04.2019/alc/a/a)


