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Indien: Zinssenkung wahrscheinlich
04.02.25 10:30
Postbank Research
Bonn (www.anleihencheck.de) - Die Reserve Bank of India (RBI) hat letzte Woche Liquidität in Höhe von 1,5 Bio. INR (Indische Rupie) (ca. 17 Mrd. USD) in das Bankensystem zugeführt, um einem möglichen Abzug von Mitteln gegen Ende des Haushaltsjahres in einer bereits angespannten Liquiditätssituation der Banken vorzubeugen, so die Analysten von Postbank Research.
Die RBI habe im Vormonat bereits den Barreservesatz (CRR) gesenkt, um das Liquiditätsproblem zu lindern. Die indischen Banken seien mit einer enormen Lücke zwischen Krediten und Einlagen konfrontiert, da die Anleger aufgrund der starken Marktent wicklung der letzten Jahre in die Aktienmärkte umschichten würden. Der Druck auf die RBI, die Zinsen zu senken, habe zugenommen, da sich das BIP-Wachstum für das Gesamtjahr (bis März 2025) von 7,5% im Vorjahr auf 6,4% verlangsamt haben dürfte. Die Märkte würden eine Zinssenkung um 25 Basispunkte am Freitag nun mit einer Wahrscheinlichkeit von 81% einpreisen. Für den neuen Haushalt habe die Regierung umfangreiche Steuersenkungen für die Mittelschicht angekündigt, um den Konsum anzukurbeln, den Agrarsektor und Start-ups zu unterstützen und gleichzeitig die Investitionsvorgaben leicht zu senken und den Kurs der Haushaltskonsolidierung beizubehalten.
Staatliche Investitionen und eine Zinssenkung seien der Schlüssel zur Umkehrung der nachlassenden Wachstumsdynamik. Eine Abschwächung der Währung aufgrund von Verkäufen ausländischer institutioneller Anleger bleibe eines der Hauptrisiken. (Ausgabe vom 03.02.2025) (04.02.2025/alc/a/a)
Die RBI habe im Vormonat bereits den Barreservesatz (CRR) gesenkt, um das Liquiditätsproblem zu lindern. Die indischen Banken seien mit einer enormen Lücke zwischen Krediten und Einlagen konfrontiert, da die Anleger aufgrund der starken Marktent wicklung der letzten Jahre in die Aktienmärkte umschichten würden. Der Druck auf die RBI, die Zinsen zu senken, habe zugenommen, da sich das BIP-Wachstum für das Gesamtjahr (bis März 2025) von 7,5% im Vorjahr auf 6,4% verlangsamt haben dürfte. Die Märkte würden eine Zinssenkung um 25 Basispunkte am Freitag nun mit einer Wahrscheinlichkeit von 81% einpreisen. Für den neuen Haushalt habe die Regierung umfangreiche Steuersenkungen für die Mittelschicht angekündigt, um den Konsum anzukurbeln, den Agrarsektor und Start-ups zu unterstützen und gleichzeitig die Investitionsvorgaben leicht zu senken und den Kurs der Haushaltskonsolidierung beizubehalten.
Staatliche Investitionen und eine Zinssenkung seien der Schlüssel zur Umkehrung der nachlassenden Wachstumsdynamik. Eine Abschwächung der Währung aufgrund von Verkäufen ausländischer institutioneller Anleger bleibe eines der Hauptrisiken. (Ausgabe vom 03.02.2025) (04.02.2025/alc/a/a)


