Erweiterte Funktionen
Immobilienmarkt unter Druck - Anleihen in Not
22.08.23 13:58
FONDS professionell
Wien (www.anleihencheck.de) - Mehrere hundert Millionen Euro, die Anleger in Anleihen von Immobilienunternehmen investiert haben, hätten eigentlich zeitnah zur Rückzahlung angestanden, so die Experten von "FONDS professionell".
Die Emittenten würden sehr verschiedene Sanierungskonzepte unterbreiten und auf sehr unterschiedliche Akzeptanz stoßen, wie unser Überblick zeige.
Die durch Zinswende, Krieg und Kostenexplosion veränderten Marktumstände würden auf die Halbjahresbilanzen großer Immobilienunternehmen durchschlagen. Die TAG Immobilien etwa habe das erste Halbjahr mit einem Verlust in Höhe von 300 Millionen Euro geschlossen, Vonovia habe das zweite Quartal in Folge ihre Wohnungsbestände in Milliardenhöhe abwerten müssen.
Auch Unternehmen, die nicht in der breiten Börsenöffentlichkeit stünden, seien am Kämpfen. Die in Nürnberg und Bamberg ansässige Project Gruppe, die Wohnungen baue und als Publikumsinvestment anbiete, habe für einige Konzernunternehmen Insolvenz angemeldet. Über das Vermögen des Münchner Projektentwicklers Euroboden sei am Montag (14.08.) das vorläufige Insolvenzverfahren eröffnet worden (Az.: 1509 IN 2357/23). Damit stünden auch die Chancen auf Rückzahlung zweier Euroboden-Unternehmensanleihen mit einem Gesamtvolumen von gut 90 Millionen Euro ausgesprochen schlecht.
Verschiedene Sanierungsmaßnahmen - unterschiedliche Akzeptanz bei den Gläubigern
Zuvor habe Euroboden noch um die Sanierung der beiden 2019 und 2020 begebenen Schuldverschreibungen gerungen und den Anlegern rigide Maßnahmen angetragen. Andere Unternehmen wie Stern Immobilien oder ESPG hätten sich hingegen Luft verschaffen können, indem sie bei ihren Gläubigern Zustimmung für Laufzeitverlängerungen gegen Anhebung der Verzinsung erzielt hätten. Bei der Anleihe von Erwe werde sich noch zeigen müssen, ob das Restrukturierungskonzept durchkomme. Preos habe schon die Erfahrung gemacht, dass Anleger nicht jede Zumutung mitmachen würden - die Sanierungsmaßnahmen seien abgelehnt worden. Aber ob den Gläubigern das wirklich helfen werde? (22.08.2023/alc/a/a)
Die Emittenten würden sehr verschiedene Sanierungskonzepte unterbreiten und auf sehr unterschiedliche Akzeptanz stoßen, wie unser Überblick zeige.
Auch Unternehmen, die nicht in der breiten Börsenöffentlichkeit stünden, seien am Kämpfen. Die in Nürnberg und Bamberg ansässige Project Gruppe, die Wohnungen baue und als Publikumsinvestment anbiete, habe für einige Konzernunternehmen Insolvenz angemeldet. Über das Vermögen des Münchner Projektentwicklers Euroboden sei am Montag (14.08.) das vorläufige Insolvenzverfahren eröffnet worden (Az.: 1509 IN 2357/23). Damit stünden auch die Chancen auf Rückzahlung zweier Euroboden-Unternehmensanleihen mit einem Gesamtvolumen von gut 90 Millionen Euro ausgesprochen schlecht.
Verschiedene Sanierungsmaßnahmen - unterschiedliche Akzeptanz bei den Gläubigern
Zuvor habe Euroboden noch um die Sanierung der beiden 2019 und 2020 begebenen Schuldverschreibungen gerungen und den Anlegern rigide Maßnahmen angetragen. Andere Unternehmen wie Stern Immobilien oder ESPG hätten sich hingegen Luft verschaffen können, indem sie bei ihren Gläubigern Zustimmung für Laufzeitverlängerungen gegen Anhebung der Verzinsung erzielt hätten. Bei der Anleihe von Erwe werde sich noch zeigen müssen, ob das Restrukturierungskonzept durchkomme. Preos habe schon die Erfahrung gemacht, dass Anleger nicht jede Zumutung mitmachen würden - die Sanierungsmaßnahmen seien abgelehnt worden. Aber ob den Gläubigern das wirklich helfen werde? (22.08.2023/alc/a/a)


