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Immer neue Rekordtiefs bei den Renditen
04.08.21 12:00
Quant.Capital Management
Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Die Renditen für Anleihen in Europa erreichen derzeit ständig neue Tiefststände, so die Experten der Quant.Capital Management GmbH.
"Italien ist mittlerweile das einzige Euroland, das im mittleren Laufzeitenbereich noch etwas zahlen muss", sage Dr. Dieter Falke, Geschäftsführer der Quant.Capital Management GmbH. Staaten wie Griechenland oder auch Portugal könnten dank der Renditetiefs ihre Schulden günstig refinanzieren.
Vor allem in Griechenland würden sich die Renditen im freien Fall befinden. "Allein am 3. August 2021 erreichten acht der auf zins-tracker.de beobachteten Laufzeiten griechischer Anleihen neue historische Tiefs", sage Falke. "Und das nicht nur am kurzen Ende, sondern auch bei den 15- und 30-jährigen Anleihen." Hier seien die Renditen auf 0,69 beziehungsweise 1,35 Prozent gesunken. "Griechenland hat einen harten Weg des Sparens hinter sich, die Kapitalmärkte honorieren das jetzt", so Falke.
Italien, eigentlich mit einer leistungsfähigeren Wirtschaft versehen, müsse für längere Laufzeiten mittlerweile deutlich höhere Zinsen zahlen als Griechenland, um Geld anzuziehen. 1,58 Prozent habe am 3. August 2021 die Rendite der 30-jährigen Anleihen betragen. "Interessanterweise ist Italien jetzt das einzige Land der Eurozone, das für die mittleren Laufzeiten von sechs und sieben Jahren überhaupt noch Geld zahlen muss", sage Falke. "Alle anderen Staaten könnten auch hier Geld kassieren."
Dabei sei allerdings zu berücksichtigen, dass das gehandelte Volumen der beobachteten griechischen Anleihen deutlich geringer sei als das von Italien. "Die geringere Liquidität kann kurzfristig das Renditebild verzerren", sage Falke. "Was sich aber eindrucksvoll zeigt, ist, dass es Griechenland in den vergangenen beiden Jahren geschafft hat, vor allem länger laufende Papiere am Markt zu platzieren." Dementsprechend liege die mittlere Laufzeit der griechischen Staatsschulden laut Datenanbieter Bloomberg bei fast neuneinhalb Jahren. Ein großer Vorteil, da es sich so die relativ günstigen Konditionen für lange Zeit gesichert habe.
Noch weniger Rendite als die Euro-Länder liefere derzeit nur die Schweiz, die damit ihre starke Stellung an den Märkten beweise. Positive Erträge könnten Investoren bei großen Märkten nur in relativ weiter Ferne erzielen: China und die USA würden weiterhin über alle beobachteten Laufzeiten positive Renditen aufweisen. (04.08.2021/alc/a/a)
"Italien ist mittlerweile das einzige Euroland, das im mittleren Laufzeitenbereich noch etwas zahlen muss", sage Dr. Dieter Falke, Geschäftsführer der Quant.Capital Management GmbH. Staaten wie Griechenland oder auch Portugal könnten dank der Renditetiefs ihre Schulden günstig refinanzieren.
Italien, eigentlich mit einer leistungsfähigeren Wirtschaft versehen, müsse für längere Laufzeiten mittlerweile deutlich höhere Zinsen zahlen als Griechenland, um Geld anzuziehen. 1,58 Prozent habe am 3. August 2021 die Rendite der 30-jährigen Anleihen betragen. "Interessanterweise ist Italien jetzt das einzige Land der Eurozone, das für die mittleren Laufzeiten von sechs und sieben Jahren überhaupt noch Geld zahlen muss", sage Falke. "Alle anderen Staaten könnten auch hier Geld kassieren."
Dabei sei allerdings zu berücksichtigen, dass das gehandelte Volumen der beobachteten griechischen Anleihen deutlich geringer sei als das von Italien. "Die geringere Liquidität kann kurzfristig das Renditebild verzerren", sage Falke. "Was sich aber eindrucksvoll zeigt, ist, dass es Griechenland in den vergangenen beiden Jahren geschafft hat, vor allem länger laufende Papiere am Markt zu platzieren." Dementsprechend liege die mittlere Laufzeit der griechischen Staatsschulden laut Datenanbieter Bloomberg bei fast neuneinhalb Jahren. Ein großer Vorteil, da es sich so die relativ günstigen Konditionen für lange Zeit gesichert habe.
Noch weniger Rendite als die Euro-Länder liefere derzeit nur die Schweiz, die damit ihre starke Stellung an den Märkten beweise. Positive Erträge könnten Investoren bei großen Märkten nur in relativ weiter Ferne erzielen: China und die USA würden weiterhin über alle beobachteten Laufzeiten positive Renditen aufweisen. (04.08.2021/alc/a/a)


