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Hybridanleihen keine risikolose Wette
21.02.12 13:46
EURO am Sonntag
München (www.anleihencheck.de) - Die Experten der "EURO am Sonntag" haben in ihrer aktuellen Ausgabe Hybridanleihen unter die Lupe genommen.
Bei Hybrid- oder Nachranganleihen handle es sich meistens um Titel von Investment-Grade-Unternehmen, welche scheinbar völlig überhöhte Zinskupons bieten würden. Allerdings seien solche Bonds sehr komplex. Anleger, die ein langfristiges Investment in Erwägung ziehen würden, sollten sich mit den Verträgen sehr genau befassen. In ihnen würden sich oft Klauseln verbergen, die den fixen Zinskupon nach ein paar Jahren in einen variablen, niedrigeren Zinssatz umwandeln würden. Darüber hinaus sei der Anleger auch nie sicher, ob er überhaupt Zinsen erhalte. Während einige Anleihen nur bei Dividendenausschüttung zahlen würden, müsse bei anderen erst der Gewinn eine bestimmte Höhe erreichen. Des Weiteren seien Investoren solcher Titel im Falle einer Insolvenz schlechter gestellt als andere Gläubiger. Im Gegenzug für all diese Risiken gebe es höhere Zinsen.
In der jüngsten Zeit hätten zahlreiche Banken den Rückkauf ihrer Anleihen beschlossen. In der Folge seien die Kurse mancher Bonds binnen weniger Tage um bis zu 30% nach oben geklettert. Es liege nun am Anleger, zu erkennen, welches Unternehmen seine Papiere als nächstes zurückkaufe. Denn nur wer frühzeitig einsteigt, kann von den Kurssprüngen profitieren, so die Experten der "EURO am Sonntag". Ein Rückkauf lohne sich für solche Institute, welche bei den Bankenstresstests schlecht abgeschnitten oder die besonders viele Papiere emittiert hätten und ihre Zinslast verringern wollten.
Beispiele seien zum einen die Hybridanleihe der DZ BANK(Kurs: 56,93; Kupon: 3,57%; Verzinsung: 3,57% für 10 Jahre fix, dann Euribor + 2,5%) oder der Bonds der Crédit Agricole(Kurs: 51,00; Kupon: 2,28%; Verzinsung: Euribor +2,5%).
Solche Titel seien keine risikolose Wette. Die Kurse würden teilweise hohe Schwankungen und häufig kaum Liquidität aufweisen. Darüber hinaus wisse man nie, zu welchem Preis die Bank ihre Anleihen zurücknehmen werde.
Daher sollten nur Zocker, die auch Verluste verkraften können, in diesem Segment mitmischen, so die Experten der "EURO am Sonntag". (Ausgabe 07) (21.02.2012/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Bei Hybrid- oder Nachranganleihen handle es sich meistens um Titel von Investment-Grade-Unternehmen, welche scheinbar völlig überhöhte Zinskupons bieten würden. Allerdings seien solche Bonds sehr komplex. Anleger, die ein langfristiges Investment in Erwägung ziehen würden, sollten sich mit den Verträgen sehr genau befassen. In ihnen würden sich oft Klauseln verbergen, die den fixen Zinskupon nach ein paar Jahren in einen variablen, niedrigeren Zinssatz umwandeln würden. Darüber hinaus sei der Anleger auch nie sicher, ob er überhaupt Zinsen erhalte. Während einige Anleihen nur bei Dividendenausschüttung zahlen würden, müsse bei anderen erst der Gewinn eine bestimmte Höhe erreichen. Des Weiteren seien Investoren solcher Titel im Falle einer Insolvenz schlechter gestellt als andere Gläubiger. Im Gegenzug für all diese Risiken gebe es höhere Zinsen.
In der jüngsten Zeit hätten zahlreiche Banken den Rückkauf ihrer Anleihen beschlossen. In der Folge seien die Kurse mancher Bonds binnen weniger Tage um bis zu 30% nach oben geklettert. Es liege nun am Anleger, zu erkennen, welches Unternehmen seine Papiere als nächstes zurückkaufe. Denn nur wer frühzeitig einsteigt, kann von den Kurssprüngen profitieren, so die Experten der "EURO am Sonntag". Ein Rückkauf lohne sich für solche Institute, welche bei den Bankenstresstests schlecht abgeschnitten oder die besonders viele Papiere emittiert hätten und ihre Zinslast verringern wollten.
Solche Titel seien keine risikolose Wette. Die Kurse würden teilweise hohe Schwankungen und häufig kaum Liquidität aufweisen. Darüber hinaus wisse man nie, zu welchem Preis die Bank ihre Anleihen zurücknehmen werde.
Daher sollten nur Zocker, die auch Verluste verkraften können, in diesem Segment mitmischen, so die Experten der "EURO am Sonntag". (Ausgabe 07) (21.02.2012/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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