Goldman Sachs-Unternehmensanleihe: Investment mit mittlerem Risiko


07.03.12 08:51
Wirtschaftswoche

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Die Experten der "Wirtschaftswoche" halten die Unternehmensanleihe (ISIN XS0625359384 / WKN A1GQ5F) von Goldman Sachs für eine interessante Investmentalternative.

Goldman Sachs habe in den letzten zehn Jahren im Durchschnitt 6,5 Mrd. USD pro Jahr verdient. Angesichts dieser Zahlen sollte der Konzern auch zukünftig genug Geld haben, Anleihen zurückzukaufen und pünktlich Zinsen zu zahlen. Der vom Unternehmen begebene Bond biete bei einer Laufzeit bis Mai 2016 einen Kupon von 4,50%, was bei einem aktuellen Kurs von 101,32% einer Rendite von 4,15% entspreche. Bewertet werde der Titel von Standard & Poor's zwar mit der Note A-, was einem Investment mit mittlerem Risiko entspreche, aber die am Markt gehandelte Kreditausfallprämie für Goldman Sachs liege mit 2,5% im erhöhten Bereich.

Da die Investmentbank den Fokus auf Wertpapierhandel, Börsengänge und Fusionsberatung lege, bestehe eine starke Abhängigkeit in Bezug auf die Stimmung an den Kapitalmärkten. Das Kernproblem seien allerdings die zunehmenden Kapitalanforderungen, welche von Aufsichtsbehörden an die Banken gestellt würden. Was für Aktionäre ein Nachteil ist, könnte sich für Anleihebesitzer als Vorteil erweisen, so die Experten der "Wirtschaftswoche". Aufgrund der neuen Kapitalanforderungen werde das Unternehmen zum Abbau von Risiken im Investmentbanking und zum gleichzeitigen Ausbau von stabileren Geschäften gezwungen.

Die Aussichten, von einer hoffentlich gezähmten Goldman Sachs-Bank Zinsen und am Ende sein Geld für die oben genannte Unternehmensanleihe wiederzubekommen, dürften sich deshalb insgesamt verbessern, so die Experten der "Wirtschaftswoche". (Ausgabe 10) (07.03.2012/alc/a/a)


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