Goldman Sachs-Aktienanleihe auf Commerzbank mit 10% Zinssatz - Anleiheanalyse


10.07.14 16:18
Goldman Sachs

New York (www.anleihencheck.de) - Die Analysten von Goldman Sachs stellen in ihrer aktuellen Ausgabe eine Aktienanleihe auf die Commerzbank-Aktie vor.

Neben dem DAX und dem EURO STOXX 50 würden heimische Aktien wie Allianz, BASF, Daimler, Deutsche Bank, Siemens oder auch Volkswagen zu den beliebtesten Basiswerten von Zertifikaten und Aktienanleihen zählen. Das Angebot in diesem Bereich sei riesig. So biete Goldman Sachs derzeit tausende Zertifikate und Aktienanleihen auf deutsche Standardtitel an.

Aktienanleihen würden sich gewöhnlich an Investoren richten, die seitwärts tendierende oder moderat steigende Kurse einer bestimmten Aktie erwarten würden. Für die Aufnahme eines Aktienrisikos würden Investoren überdurchschnittlich hohe Zinssätze erhalten. Sollte die Aktie am letzten Bewertungstag unter dem Basispreis notieren, werde es jedoch zur Lieferung von Aktien kommen - und zu Verlusten, wenn der Zinsbetrag den Kursverlust der Aktien nicht ausgleiche.

Auch bei Discount-Zertifikaten würden Investoren tendenziell seitwärts tendierende oder leicht steigende Aktienkurse erwarten. Im Gegensatz zu Aktienanleihen würden Käufer von Discount-Zertifikaten keine Zinszahlungen erhalten. Vielmehr könnten sie - wie es der Name schon andeute - mit Discount in einen bestimmten Basiswert investieren. Sie würden allerdings an Kursgewinnen über den Cap hinaus nicht mehr teilnehmen.

Käufer von Bonus-Zertifikaten würden an steigenden Basiswertkursen unbegrenzt teilnehmen. Sollte es zu fallenden Notierungen kommen, schütze eine Teilabsicherung zu nächst vor Verlusten. Solange die zugrunde liegende Aktie stets oberhalb der Barriere notiere, sei der Investor vor Verlusten geschützt und erhalte am Laufzeitende mindestens den Bonusbetrag.

Bonus-Zertifikate mit Cap würden bis auf einen Unterschied genau wie klassische Bonus-Zertifikate funktionieren: Die Gewinnmöglichkeiten würden von vornherein durch einen Cap begrenzt. Da Anleger auf Gewinnchancen verzichten würden, seien attraktivere Bonusrenditen oder größere Risikopuffer möglich im Vergleich zu einem sonst identischen Bonus-Zertifikat ohne Cap.

Reverse-Bonus-Zertifikate würden das Bonusprinzip in gespiegelter Form anwenden. Anleger würden einen Bonusbetrag erhalten, solange der Basiswert nicht zu sehr steige. Die Teilabsicherung greife, solange die zugehörige Aktie während der gesamten Laufzeit unterhalb der Barriere verharre. Auch diesen Produkttyp gebe es mit Cap.

Goldman Sachs biete z.B. die Aktienanleihe auf die Commerzbank-Aktie, die Anleger zum Preis von 996,90 EUR (1.000 EUR multipliziert mit 99,69%) zuzüglich aufgelaufener Stückzinsen und Transaktionskosten erwerben könnten. Die Art der Rückzahlung entscheide sich am letzten Bewertungstag, dem 15.05.2015. Notiere die Commerzbank-Aktie dann auf oder über dem Basispreis von 11,00 EUR, würden Anleger 1.000 EUR erhalten. Ansonsten bekämen sie 90 Commerzbank-Aktien sowie den Gegenwert von 0,9091 Commerzbank-Aktien als Geldbetrag. Bei einem Kurs von beispielsweise 10,00 EUR wären das 90 Aktien im Wert von insgesamt 900,00 EUR sowie eine Zahlung von 9,09 EUR. Den Zinssatz von 10% p.a. (101,64 EUR) würden Investoren unabhängig vom Kurs der Commerzbank-Aktie erhalten. (Ausgabe Juli/August 2014) (10.07.2014/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.