Geldpolitik: Kaufen und liegen lassen war gestern!


18.12.15 11:20
Baader Bank

Unterschleissheim (www.anleihencheck.de) - Heute kommt in Deutschland offiziell der Film des Jahres: "Star Wars Episode VII" in die Kinos und an diesem ersten Handelstag nach der FED-Sitzung werden sicherlich Börsianer eine andere Assoziation mit dem Titel "Das Erwachen der Macht" verbinden als der einfache Kinobesucher, so Klaus Stopp, Leiter der Skontroführung Renten bei der Baader Bank.

Doch bevor man in die Zukunft schaue und sich über den gestrigen Zinsentscheid Gedanken machen könne, sollte man zuerst einen Blick in die Vergangenheit werfen. Das Börsenjahr 2015 sei von vielen nicht für möglich gehaltenen Ereignissen überschattet gewesen und auch im kommenden Jahr werde man nicht mehr in Ruhe und Frieden an den Börsen agieren können. Das neue Jahr werde eindeutig im Zeichen der Notenbanken und ihrer Geldpolitik sowie der geopolitischen Krisen stehen.

02.01.2015

Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe: 0,541%
Euro: 1,2103 USD
Euro-Bund-Future: 155,87%
Dow Jones: 17.987,66
DAX: 9.869,13
Öl: 59,65 USD

17.12.2015

Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe: 0,669% ▲(High: 0,990% / Low: 0,077%)
Euro: 1,0850 USD (1,2108 USD / 1,0538 USD) ▼
Euro-Bund-Future: 157,60% (160,69% / 148,23%) ▲
Dow Jones: 17.749,09 (18.351,36 / 15370,63) ▼
DAX: 10.662,68 (12.390,75 / 9.325,05) ▲
Öl: 37,26 USD (66,07 USD / 36,52 USD) ▼

Insgesamt habe man auf den ersten Blick den Eindruck, dass sich in den vergangenen zwölf Monaten nur wenig verändert habe. Aber die Marktbewegungen seien teilweise sehr ausgeprägt gewesen und würden so Chancen und Risiken für die Vermögenswerte beinhalten. Die hohe Volatilität mache es also dringend erforderlich, dass alle Investoren ihre Anlageentscheidungen permanent überprüfen würden. Man könne in der heutigen Zeit nicht mehr nach dem Motto des Börsengurus André Kostolany: "Kaufen und liegenlassen" handeln. Diese Zeiten seien vorüber und würden auch nicht mehr zurückkommen.

So, endlich sei die Katze aus dem Sack! Die amerikanische Notenbank habe nach fast zehn Jahren erstmals wieder die bisherige Spanne für die Leitzinsen (0% bis 0,25%) auf die neue Range (0,25% und 0,50%) angehoben. Damit seien endlich Taten auf die seit vielen Monaten gemachten Andeutungen verschiedener Notenbanker gefolgt. Der Schritt sei also überfällig gewesen! Dies werde auch durch die Einstimmigkeit des Beschlusses untermauert. Ein erneutes Zögern hätte das Ansehen der US-Notenbank und aller Gremiumsmitglieder geschädigt. Die Botschaft, die mit dieser Entscheidung in die Welt gesandt werde, sei, dass die globale Finanzkrise der USA für beendet erklärt werde.

Die anschließenden Erläuterungen seitens der FED-Chefin, Yanet Yellen, sollten das unterstreichen. Darin heiße es, dass es der US-Konjunktur gut gehe, dass die Fortschritte am Arbeitsmarkt diesen Schritt ermöglicht hätten und dass die Zinsanhebung das Vertrauen in eine Fortsetzung dieser positiven Wirtschaftsentwicklung widerspiegele.

Was allerdings jetzt an den Finanzmärkten wirklich passieren werde, hänge davon ab, wie die Investoren mit diesem Zinsschritt umgehen würden. Es könne also noch einige Tage und Wochen dauern, bis der Prozess der Meinungsbildung abgeschlossen sein werde. Auch hänge vieles davon ab, ob das Börsianer Motto: "Der erste Zinsschritt wird nicht der letzte sein" ausgepackt werde und den Börsianern Angst mache oder ob die Zinsanhebung als positives Signal für eine überstandene Krise angesehen werde. Positiv werde vorerst zur Kenntnis genommen, dass alle weiteren Zinsschritte von der Wirtschaftsentwicklung abhängig seien. Dennoch würden in den Schwellenländern und an den Devisenmärkten Auswirkungen spürbar sein. Und freuen würden sich zumindest viele Versicherungen, da nun endlich für sie wieder Hoffnung auf höher rentierende Anleihen aufkeime. Jedoch würden alle ausländischen Unternehmen und Privatpersonen sich vor höheren Finanzierungskosten fürchten, falls sie sich in US-Dollar verschuldet haben sollten.

Ein heimlicher Gewinner dieses Zinsentscheids könnte allerdings die Europäische Zentralbank sein, die nun getrost etwas auf die Bremse drücken könnte und nicht jeden Monat mit neuen geldpolitischen Maßnahmen für einen schwachen Euro sorgen müsse.

Der Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung, kurz SoFFin, werde Ende 2015 für neue Hilfsanträge endgültig geschlossen. Vom kommenden Jahr an kümmere sich dann der neu geschaffene Europäische Einheitliche Abwicklungsausschuss (Single Resolution Board) unter Leitung der früheren BaFin-Präsidentin Elke König um die Abwicklung oder Restrukturierung von notleidenden Banken, die als systemrelevant gelten würden. Gleichzeitig werde die Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung (FMSA) in Frankfurt, die den Rettungsfonds SoFFin verwaltet habe, aufgespalten. In diesem Zuge lege auch der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Dresdner Bank, Herbert Walter, sein Amt nieder.

Der Bankenrettungsfonds SoFFin sei vor sieben Jahren mit Kapital und Garantien in Höhe von unvorstellbaren 480 Mrd. EUR ausgestattet worden. Heute sei der Fonds noch mit 17% größter Einzelaktionär der Commerzbank. Bis Anfang 2018 solle nun die nationale Abwicklungsbehörde als operativ eigenständige Einheit in die Finanzaufsicht BaFin am Standort Frankfurt integriert werden. Beteiligungen wie die an der Commerzbank und der Hypo Real Estate (HRE), die der SoFFin in der Krise übernommen habe, solle künftig die Finanzagentur des Bundes verwalten.

Immerhin sei mit dem SoFFin verhindert worden, dass eine große Bank in Deutschland umgekippt sei. Bis Ende 2014 sei bei dem Rettungsfonds ein Fehlbetrag in Höhe von knapp 22 Mrd. EUR aufgelaufen. Die Frage sei, ob dieses Minus noch weiter steige. Damit sei es nicht so schlimm gekommen, wie man angesichts der üppigen Ausstattung des SoFFins einst befürchtet habe. Allerdings stehe die Endabrechnung für den SoFFin 2015 noch aus. Einen zweistelligen Milliardenbetrag habe der Bankenrettungsfonds den Steuerzahler allemal gekostet.

Nachdem die Ölpreise am Montag auf mehrjährige Tiefstände abgesackt seien, hätten sie sich in den vergangenen Tagen wieder etwas erholt. Dennoch bringe das anhaltend niedrige Preisniveau Staatsfonds von Ländern wie Saudi-Arabien, Russland und Norwegen, die darüber unter anderem die Sozialausgaben finanzieren würden, in Bedrängnis.

Nach den Tiefständen am Montag von 36,33 US-Dollar für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent und 34,53 US-Dollar der US-Sorte WTI habe sich inzwischen eine technische Gegenbewegung eingestellt. Dennoch bleibe unterm Strich seit Jahresbeginn ein Preisrückgang von rund 30%. Die OPEC-Staaten würden den Weltmarkt mit Öl fluten, um Konkurrenten mit höheren Förderkosten aus dem Markt zu drängen. Dabei laste nicht nur der hohe Angebotsüberschuss auf den Preisen, sondern auch eine allgemein schlechte Stimmung innerhalb der Branche, die sich nach den Klimaverhandlungen in Paris noch verstärkt haben dürfte.

Vor diesem Hintergrund warne Goldman Sachs, dass der Ölpreis der Sorte WTI auf unter 20 Dollar fallen könnte. "Bei einem milden Winter, einem langsameren Wachstum in den Schwellenländern und der potenziellen Aufhebung der Iran-Sanktionen könnten die Lagerbestände weiter steigen", würden die Goldman-Analysten sagen, die mit früheren Preis-Prognosen häufig richtig gelegen hätten. Allerdings sage die allgemeine Marktmeinung etwas anderes. Im Schnitt sähen von Reuters befragte Analysten den Brent-Preis im kommenden Jahr bei 57,90 US-Dollar und WTI bei 52,80 US-Dollar.

Aufgrund des anhaltenden Ölpreisverfalls seien jedenfalls einige Staatsfonds dabei, in die Bredouille zu geraten. Denn zum Teil würden Regierungen die Kassen der Fonds benutzen, um die gesunkenen Einnahmen aus dem Ölgeschäft auszugleichen und ihre Budgetlücken zu schließen. Laut der US-Investmentbank Morgan Stanley liege das Vermögen der Staatsfonds weltweit bei bis zu sieben Billionen US-Dollar. Ländern wie Saudi-Arabien, Russland und Norwegen, deren Fonds hauptsächlich aus dem Ölgeschäft gespeist würden, würden nun aber die Einnahmen wegbrechen. Norwegen verfüge durch seinen Fonds über Anteile an 9.000 Unternehmen und halte damit 1,3% des Aktienbesitzes weltweit. Im zweiten und dritten Quartal 2015 habe der Fonds Verluste geschrieben, weshalb nicht mehr auszuschließen sei, dass Oslo demnächst an Verkäufe denken werde. So wie Moskau bereits angekündigt habe, 2017 seinem Staatsfonds Gelder entziehen zu müssen, um seine Haushaltslöcher zu stopfen.

Und Saudi-Arabien habe angesichts des Preisverfalls bereits damit begonnen, seine Reserven anzuzapfen. So sei das Vermögen des saudischen Staatsfonds Sama im Oktober auf den niedrigsten Stand seit Ende 2012 gesunken. Nach Schätzungen von Analysten brauche das Land einen Rohölpreis von 100 US-Dollar pro Barrel, um dauerhaft seinen Haushalt ausgleichen zu können. Kein Wunder also, dass der Internationale Währungsfonds (IWF) warne, dass das Königreich sein finanzielles Polster in weniger als fünf Jahren aufbrauchen könnte. So wie es scheine, hätten die auf Öl gebauten Staatsfonds ihre besten Zeiten bald hinter sich. Auch die Karten der Macht im Nahen Osten würden dann neu gemischt werden.

Kaum sei die Anerkennung des Yuan als eine neue künftige Reservewährung durch den Internationalen Währungsfonds (IWF) bekannt gegeben, da habe Peking auch schon eine Lockerung der Dollar-Bindung für die chinesische Währung angekündigt. In Zukunft solle nicht mehr der US-Dollar als Referenz für den Außenwert des Yuan dienen, sondern ein Korb aus 13 Währungen, in dem der Dollar nur mehr einen Anteil von 26% aufweise. Eine feste Bindung an den Währungskorb solle es allerdings nicht geben.

Der Schritt habe sich freilich an den Märkten als eine kaum verdeckte Abwertung des Yuan erwiesen, auch wenn die Notenbank in Peking alles versucht habe, diesem Eindruck entgegen zu wirken. So sei die chinesische Währung am Devisenmarkt gegenüber dem US-Dollar auf ihren niedrigsten Stand seit vier Jahren gefallen (6,4828 CNY). Seit Jahresbeginn habe der Yuan im Vergleich zum US-Dollar 3,9% verloren.

Nun könne diese Abwertung des Yuan als ein Beleg für die schwächelnde Konjunktur in China gewertet werden. Nach jahrelangen Boomzeiten werde 2015 das schwächste Wachstum seit einem Vierteljahrhundert hervorbringen. Neben der Währung würden auch die Exporte einbrechen. Man könne die Maßnahme der Bank of China auch als Versuch werten, mit einer schwächeren Währung die eigenen Exporte anzukurbeln, was ökonomische Bellizisten bereits als den Einstieg in einen "Währungskrieg" bezeichnen würden.

Bezahlbaren und verfügbaren Wohnraum in deutschen Ballungsräumen zu finden, gestalte sich zuweilen für Interessenten schwierig. Dies möge verschiedene Ursachen haben. Jedoch werde dieser Umstand sicherlich durch die aktuell sehr günstigen Finanzierungskosten und die anhaltende Geldschwemme der Europäischen Zentralbank begünstigt. So sei es gekommen, dass das in der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft tätige Unternehmen Vonovia Finance gleich einen Dreispänner in Form von neuen Anleihen gebaut habe und sich somit die aktuell günstigen Finanzierungskonditionen gesichert habe.

Der Dreispänner umfasse insgesamt ein Volumen von 3 Mrd. EUR. Der erste Teil sei ein 2-jähriger Floater (ISIN DE000A18V120 / WKN A18V12) im Volumen von 750 Mio. EUR, der am 15.12.2017 fällig werde. Der Anleger erhalte einen quartalsweise angepassten Kupon in Höhe des 3-Monats-Euribor +95 bps. Das Papier sei zu 100% begeben worden.

Bei der zweiten Tranche handle es sich um eine 5-jährige Anleihe (ISIN DE000A18V138 / WKN A18V13) im Volumen von 1,25 Mrd. EUR. Das Unternehmen zahle dem Investor bis zum Laufzeitende am 15.12.2020 jährlich Zinsen in Höhe von 1,625%. Der Bond sei mit +140 bps über Mid Swap gepreist worden, was einem Ausgabepreis von 99,852% entsprochen habe. Dieser Bond verfüge über ein optionales Sonderkündigungsrecht zugunsten des Emittenten (Make-Whole-Option).

Bei dem dritten Bond handle es sich um eine 8-jährige Anleihe (ISIN DE000A18V146 / WKN A18V14) im Volumen von 1 Mrd. EUR. Das Papier sei mit einem jährlichen Kupon in Höhe von 2,25% ausgestattet. Das Papier, welches am 15.12.2023 endfällig sein werde, sei mit 99,085% und somit +311,3 bps über der vergleichbaren Bundesanleihe gepreist worden. Auch diese Anleihe verfüge über eine Make-Whole-Option. Alle hier beschriebenen Anleihen würden wegen des Mindestanlagebetrages von 100.000 EUR insbesondere auf institutionelle Anleger abzielen.

Ebenso habe sich der Anbieter von Kabelfernsehen Unitymedia Hessen GmbH am Primärmarkt aktiv gezeigt. Das Unternehmen habe 420 Mio. EUR mittels einer 11-jährigen Anleihe (ISIN XS1334248223 / WKN A169KV) refinanziert und zahle dafür halbjährlich bis zum Laufzeitende am 15.02.2026 einen Kupon von 4,625%. Die Anleihe sei mit +402,5 bps über der vergleichbaren Bundesanleihe gepreist worden, was einen Emissionspreis von pari ergeben habe. Dem Vorbild Vonovias folgend sei auch bei dieser Anleihe eine Mindeststückelung von 100.000 EUR gewählt worden.

Vorfreude sei bekanntlich die schönste Freude. In die Vorweihnachtszeit passe wohl kein anderes Sprichwort besser als dieses.

Am Rentenmarkt hingegen habe die Vorfreude auf die erste Zinserhöhung nach jahrelanger Nullzinspolitik in den USA ziemlich lange gewährt. Aber nun ist es endlich soweit, die US-Notenbank beschert uns höhere Zinsen, so die Analysten der Baader Bank. Im Vorfeld der FED-Sitzung habe sich der richtungsweisende Euro-Bund-Future schwankungsanfällig gezeigt, denn an den Börsen liebe man keine Unsicherheitsfaktoren. So habe das Rentenbarometer zum Wochenausklang noch glänzen können und sei aufgrund schwacher Aktienmärkte bis auf 159,36% gestiegen. Mit dem Start in die vorerst letzte vollumfängliche Handelswoche sei die Stimmung gedreht. Deutsche Staatsanleihen seien unter Abgabedruck geraten und das Zinsbarometer sei bis auf 156,78% gefallen. Folglich sei die zehnjährige Bundrendite bis auf ca. 0,70% angestiegen. Und nach dem gestrigen Beschluss der amerikanischen Notenbank sei auch der letzte wichtige Termin für dieses Jahr ad acta gelegt.

Für die noch wenigen verbleibenden Handelstage sei mit verminderter Umsatztätigkeit zu rechnen. Dies würde normalerweise moderate Marktbewegungen implizieren, aber in der Vergangenheit habe sich gezeigt, dass solche Zeiten auch für größere Marktbewegungen gut seien, weil die Gegenwehr der anderen Marktteilnehmer von Tag zu Tag schwinde.

Aus diesem Grunde würden die Analysten die Charttechnik zu Hilfe nehmen und hierbei würden sie eine erste Unterstützungslinie bei 156,42% (Tief vom 04.12.) registrieren. Nach oben blickend verlaufe die obere Trendlinie des Abwärtskanals aktuell bei 158,60% und stelle somit eine Widerstandslinie dar. Heute Morgen handle der März-Kontrakt bei 157,60%.

In Deutschland würden sich fast alle Menschen weiße Weihnachten wünschen. Schnee, der leise riesele, sei weit und breit nicht zu sehen, aber am Primärmarkt seien in ruhiger und beschaulicher Umgebung, manchmal noch kleinere "Emissionsflocken" zu registrieren. So habe beispielsweise Österreich zwei (ISIN AT0000A0U3T4 / WKN A1GZRQ / 2022; ISIN AT0000A1FAP5 / WKN A1Z3D2 / 2025) bzw. werde Spanien drei Altemissionen (ISIN ES00000127H7 / WKN A1Z23N / 2020; ISIN ES00000123X3 / WKN A1HK7U / 2023; ISIN ES00000120N0 / WKN A0NXYY / 2040) um insgesamt ca. 5 Mrd. EUR aufstocken. Diesen Einnahmen stünden keine Rückzahlungen endfälliger Wertpapiere gegenüber. Lediglich am Geldmarkt seien von Belgien, Frankreich, Portugal und Spanien insgesamt ca. 14 Mrd. EUR refinanziert worden, bei einer Rückzahlung von rund 26 Mrd. EUR.

In den USA hingegen seien vor der sehnsüchtig erwarteten FED-Entscheidung 45 Mrd. USD für vier Wochen und 28 Mrd. USD für drei sowie 26 Mrd. USD für sechs Monate refinanziert worden. Am "Day After", also heute, würden zusätzlich noch für 16 Mrd. USD fünfjährige inflations-indexierte T-Notes aufgelegt. In den kommenden Wochen würden, anders als in Europa, weiterhin neben den Geldmarkttiteln auch T-Notes und T-Bonds den Investoren zum Kauf angeboten.

"Das Reh springt hoch, das Reh springt weit. Warum auch nicht - es hat ja Zeit." Dieses Gedicht von Heinz Erhardt werde wohl auch FED-Chefin Janet Yellen gelesen haben, denn sie habe sich ganz viel Zeit mit der US-Zinswende gelassen. Da dieser Schritt schon größtenteils in den Wechselkurs von Euro und US-Dollar eingepreist gewesen sei, pendle die Gemeinschaftswährung, nach einem kurzen Absacken auf 1,0832 USD, aktuell um die Marke von 1,0850 USD.

In Bezug auf den Südafrikanischen Rand habe ein anderer Vers von Heinz Erhardt Anwendung gefunden: "Auf einem Baume saß ein Specht. Der Baum war hoch. Dem Specht war schlecht." Denn in Südafrika sei innerhalb von fünf Tagen zweimal der Finanzminister ausgewechselt worden. So sei es nach der Ernennung des eher unbekannten Abgeordneten David van Rooyan für den Euro von 15,1165 bis auf 17,6212 ZAR nach oben gegangen. Diese Höhe habe wohl Übelkeit verbreitet, woraufhin der südafrikanische Präsident, Jacob Zuma, Pravin Gordham zum neuen Finanzminister ernannt habe. Dieser habe die Stelle bereits bis ins Jahr 2014 inne gehabt. Der Euro habe daraufhin bis auf ein magenfreundlicheres Niveau von 16,2004 ZAR nachgegeben.

Gegenüber den erdölexportierenden Ländern habe die Währung der Euroländer auch in dieser Woche die Nase vorn. Beispielhaft habe sich der Euro gegenüber dem brasilianischen Real von 4,0886 in der Spitze auf 4,3323 BRL verbessert.

Um gut gerüstet in das neue Jahr zu starten, hätten Privatanleger in dieser Handelswoche vornehmlich Anleihen auf Südafrikanische Rand und US-Dollar nachgefragt.

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Vorstand: Nico Baader (Vors.), Dieter Brichmann (stv. Vors.), Christian Bacherl, Oliver Riedel

Vorsitzender des Aufsichtsrates: Dr. Horst Schiessl (18.12.2015/alc/a/a)





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