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Geldpolitik: Den Deflations-Mythos entmystifizieren
12.02.14 11:11
M&G Investments
London (www.anleihencheck.de) - In Europa herrscht zurzeit Sorge um eine Deflation, so die Experten von M&G Investments.
Viele Ökonomen und Investoren würden einen Teufelskreis aus Preisverfall und Konjunkturschwäche befürchten, bei dem die Verbraucher in Erwartung weiter sinkender Preise ihren Konsum in die Zukunft aufschieben würden, Schuldner dagegen ihre Kredite nicht mehr bedienen könnten. Zudem gebe es starke Bedenken, dass sich die aktuelle Geldpolitik dann nicht mehr als effektiv erweise, weil die Zinsen schon jetzt nahe Null lägen - was eine Deflationsspirale nur noch verstärken würde.
Richard Woolnough, Fondsmanager Anleihen bei M&G Investments, erläutere, weshalb diese Sorgen unbegründet seien und warum Verbraucher in der Realität weder auf Konsum verzichten würden noch Kreditnehmer in einer disinflationären Phase - wie sie die Industrieländer bereits in den letzten 30 Jahren erlebt hätten - pleite gehen würden. Auch die häufige Forderung nach einer noch expansiveren Geldpolitik sehe er skeptisch: Dabei würde die Notenbank versuchen, das BIP-Wachstum über das durchschnittliche Niveau hinaus anzukurbeln, um die Deflation aufzuhalten und wieder Preissteigerungen zu erreichen. Eine solche Vorgehensweise berge allerdings auch hohe Gefahren, wie man an der Kreditblase von 2001 bis 2008 habe beobachten können. Bei akzeptablem Wirtschaftswachstum sollten die Notenbanken nach Woolnoughs Analyse vielmehr bereit sein, eine Deflation zuzulassen. Auf lange Sicht könnten sie dadurch eine stabilere und effizientere konjunkturelle Entwicklung erreichen. (12.02.2014/alc/a/a)
Viele Ökonomen und Investoren würden einen Teufelskreis aus Preisverfall und Konjunkturschwäche befürchten, bei dem die Verbraucher in Erwartung weiter sinkender Preise ihren Konsum in die Zukunft aufschieben würden, Schuldner dagegen ihre Kredite nicht mehr bedienen könnten. Zudem gebe es starke Bedenken, dass sich die aktuelle Geldpolitik dann nicht mehr als effektiv erweise, weil die Zinsen schon jetzt nahe Null lägen - was eine Deflationsspirale nur noch verstärken würde.
Richard Woolnough, Fondsmanager Anleihen bei M&G Investments, erläutere, weshalb diese Sorgen unbegründet seien und warum Verbraucher in der Realität weder auf Konsum verzichten würden noch Kreditnehmer in einer disinflationären Phase - wie sie die Industrieländer bereits in den letzten 30 Jahren erlebt hätten - pleite gehen würden. Auch die häufige Forderung nach einer noch expansiveren Geldpolitik sehe er skeptisch: Dabei würde die Notenbank versuchen, das BIP-Wachstum über das durchschnittliche Niveau hinaus anzukurbeln, um die Deflation aufzuhalten und wieder Preissteigerungen zu erreichen. Eine solche Vorgehensweise berge allerdings auch hohe Gefahren, wie man an der Kreditblase von 2001 bis 2008 habe beobachten können. Bei akzeptablem Wirtschaftswachstum sollten die Notenbanken nach Woolnoughs Analyse vielmehr bereit sein, eine Deflation zuzulassen. Auf lange Sicht könnten sie dadurch eine stabilere und effizientere konjunkturelle Entwicklung erreichen. (12.02.2014/alc/a/a)


