Erweiterte Funktionen
Folgen des politischen Wandels in Europa für CLOs
24.03.25 09:30
Janus Henderson Investors
London (www.anleihencheck.de) - Im Kontext der breiteren Finanzlandschaft kann die grundlegende Kreditwürdigkeit von Collateralised Loan Obligations (CLOs) durch makroökonomische Politik und fiskalische Veränderungen beeinflusst werden, so Denis Struc und Ian Bettney, Portfoliomanager, Janus Henderson Investors.
Da Deutschland einen bedeutenden Wendepunkt in seiner Fiskalpolitik einleite und den Schwerpunkt auf höhere Ausgaben für Verteidigung und Infrastruktur lege, müssten die Auswirkungen auf Unternehmenschuldner in CLO-Portfolios genauer analysiert werden.
Ein solcher finanzpolitischer Kurs, der von Deutschlands traditionell konservativer Haushaltspolitik abweiche, verspreche einen wirtschaftlichen Aufschwung. Für Anleger und Analysten, die die Performance und Stabilität von Unternehmenskreditnehmern in einem sich wandelnden Wirtschaftsumfeld genau beobachten würden, bringe dies jedoch auch komplexere Aspekte mit sich.
Man konzentriere sich auf die Sektoren und Teilsektoren, die unmittelbar von der deutschen Haushaltsexpansion profitieren könnten - darunter Produktion, Baugewerbe, Chemie, Luft- und Raumfahrt und Verteidigung, Transport, Telekommunikation sowie bestimmte Technologiebereiche. Angesichts des Ausmaßes und der Dringlichkeit der wirtschaftlichen Expansion, angetrieben durch nationale und globale geopolitische Entwicklungen, könnten jedoch auch andere Branchen profitieren - etwa die Papier- und Verpackungsindustrie, Teile des Gesundheitswesens (insbesondere Biotechnologie und Pharmazeutik) sowie breitere kommerzielle Dienstleistungssektoren.
Innerhalb des CLO-Universums würden derzeit rund 8% des Exposures auf deutsche Unternehmen entfallen. Dazu würden 50 in Deutschland ansässige Firmen aus einem breiten Branchenspektrum gehören. Insbesondere das Verarbeitende Gewerbe, das sich mit der Herstellung verschiedener Maschinen und anderer Fertigungsarten befasse, mache etwa 23% dieses Anteils aus. Innerhalb des Technologiesektors würden ca. 13% auf Softwareunternehmen entfallen. Healthcare, insbesondere Pharmaunternehmen, mache 18% des Exposures innerhalb des Gesamtsektors aus und könnte indirekt durch expansive Wirtschaftsaktivitäten beeinflusst werden.
Aus fundamentaler Sicht gelte das Exposure gegenüber deutschen Unternehmen in CLOs als relativ stabil. Einige Teilsektoren, die mit stagnierendem Umsatzwachstum und niedrigen EBITDA-Margen zu kämpfen hätten, könnten jedoch von der fiskalischen Expansion und höheren Staatsausgaben profitieren.
Da einige Sektoren auf nationaler Ebene nur begrenzt vertreten seien, könne es für Deutschland notwendig sein, eng mit den Mitgliedsstaaten der Eurozone sowie anderen Partnern wie Großbritannien zusammenzuarbeiten, um seine Wirtschafts- und Ausgabenziele zu realisieren.
Im CLO-Universum würden 34% des Exposures auf betroffene Branchen (wie oben beschrieben) in der Eurozone (ohne Deutschland) und weitere 9,5% auf Unternehmen mit Sitz in Großbritannien innerhalb dieser Branchen entfallen.
Mit mehr als 195 Unternehmen in der Eurozone und weiteren 44 in Großbritannien, die im CLO-Universum vertreten seien und Sektoren wie Chemie, Technologie, Telekommunikation und Produktion abdecken würden, könnten diese Unternehmen durch die positiven Effekte der deutschen Haushaltsexpansion einen Nutzen ziehen. Sollte zudem eine Umsetzung ähnlicher Konjunkturprogramme durch andere europäische Staaten erfolgen, könnten diese Vorteile auf nationaler Ebene weiter verstärkt werden. (24.03.2025/alc/a/a)
Da Deutschland einen bedeutenden Wendepunkt in seiner Fiskalpolitik einleite und den Schwerpunkt auf höhere Ausgaben für Verteidigung und Infrastruktur lege, müssten die Auswirkungen auf Unternehmenschuldner in CLO-Portfolios genauer analysiert werden.
Ein solcher finanzpolitischer Kurs, der von Deutschlands traditionell konservativer Haushaltspolitik abweiche, verspreche einen wirtschaftlichen Aufschwung. Für Anleger und Analysten, die die Performance und Stabilität von Unternehmenskreditnehmern in einem sich wandelnden Wirtschaftsumfeld genau beobachten würden, bringe dies jedoch auch komplexere Aspekte mit sich.
Man konzentriere sich auf die Sektoren und Teilsektoren, die unmittelbar von der deutschen Haushaltsexpansion profitieren könnten - darunter Produktion, Baugewerbe, Chemie, Luft- und Raumfahrt und Verteidigung, Transport, Telekommunikation sowie bestimmte Technologiebereiche. Angesichts des Ausmaßes und der Dringlichkeit der wirtschaftlichen Expansion, angetrieben durch nationale und globale geopolitische Entwicklungen, könnten jedoch auch andere Branchen profitieren - etwa die Papier- und Verpackungsindustrie, Teile des Gesundheitswesens (insbesondere Biotechnologie und Pharmazeutik) sowie breitere kommerzielle Dienstleistungssektoren.
Aus fundamentaler Sicht gelte das Exposure gegenüber deutschen Unternehmen in CLOs als relativ stabil. Einige Teilsektoren, die mit stagnierendem Umsatzwachstum und niedrigen EBITDA-Margen zu kämpfen hätten, könnten jedoch von der fiskalischen Expansion und höheren Staatsausgaben profitieren.
Da einige Sektoren auf nationaler Ebene nur begrenzt vertreten seien, könne es für Deutschland notwendig sein, eng mit den Mitgliedsstaaten der Eurozone sowie anderen Partnern wie Großbritannien zusammenzuarbeiten, um seine Wirtschafts- und Ausgabenziele zu realisieren.
Im CLO-Universum würden 34% des Exposures auf betroffene Branchen (wie oben beschrieben) in der Eurozone (ohne Deutschland) und weitere 9,5% auf Unternehmen mit Sitz in Großbritannien innerhalb dieser Branchen entfallen.
Mit mehr als 195 Unternehmen in der Eurozone und weiteren 44 in Großbritannien, die im CLO-Universum vertreten seien und Sektoren wie Chemie, Technologie, Telekommunikation und Produktion abdecken würden, könnten diese Unternehmen durch die positiven Effekte der deutschen Haushaltsexpansion einen Nutzen ziehen. Sollte zudem eine Umsetzung ähnlicher Konjunkturprogramme durch andere europäische Staaten erfolgen, könnten diese Vorteile auf nationaler Ebene weiter verstärkt werden. (24.03.2025/alc/a/a)


