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Fixed-Income Markt 2014: Europäische High Yield Anleihen als attraktive Investmentmöglichkeit
07.01.14 11:43
Jupiter AM
London (www.anleihencheck.de) - 2014 werden die globalen Anleihenmärkte das weitere Vorgehen der US-Notenbank FED genau im Auge behalten, so die Experten von Jupiter Asset Management.
Diese habe gerade damit begonnen, die amerikanische (und globale) Wirtschaft von ihrem monatlich 85 Milliarden US-Dollar schweren quantitativen Lockerungsprogramm zu entwöhnen. Die Nachricht, dass die FED ihr Programm zunächst um monatlich 10 Milliarden US-Dollar zurückfahren werde, sei an den Aktien- und Anleihenmärkten gut aufgenommen worden.
Die für längere Zeit in Aussicht gestellten Niedrigzinsen hätten ebenfalls ein positives Echo gefunden. Die FED habe damit ihre Überzeugung unterstrichen, dass die konjunkturelle Erholung noch nicht abgeschlossen sei. Daher werde sie auch die Kontrolle über die Zinskurve nicht aufgeben und keine übermäßige Schwäche der Wirtschaft und Märkte riskieren.
Für die Kreditmärkte würden die Experten 2014 optimistisch bleiben. Die Experten würden davon ausgehen, dass die Konjunkturdaten die Erwartungen weitgehend erfüllen würden und der Markt geordnet reagieren könne. High Yield Anleihen würden die Experten in diesem Umfeld ein ordentliches Renditepotenzial zutrauen.
Allerdings sei die FED mit einer schweren, nicht zu unterschätzenden Aufgabe konfrontiert. Denn es bestehe die Gefahr, dass sich die Wirtschaft weit besser entwickle als erwartet, was am Markt Panik im Hinblick auf die Geschwindigkeit des Zinsanstieges auslösen könnte. Dieses würde möglicherweise die potentielle Befürchtung einer Zinserhöhung schon für den späteren Jahresverlauf vorantreiben - und so zu einer heftigen Marktkorrektur wie im Jahr 1994 führen.
Derzeit scheine eine solche Entwicklung jedoch eher unwahrscheinlich, da die niedrige Inflation in den USA Anlass zur Sorge gebe und der US-Notenbank gute Gründe liefere, ihre Anleihekäufe weiter nur schrittweise zu drosseln. In seiner Rede habe Ben Bernanke sogar hervorgehoben, dass die FED weitere Schritte erwägen könnte, sollte die Inflation nicht in Richtung des Zielwerts von 2% steigen. Sollte sich hingegen das Wachstum beschleunigen, würden die US-Inflationsdaten aufmerksam geprüft, da diese ein wichtiger Indikator für die Stimmung am Rentenmarkt sein würden.
Die Bank of England (BoE) habe kürzlich auf einen Anstieg des britischen Wirtschaftswachstums reagiert. Gegenüber ihrer ursprünglichen Prognose habe sie den Rückgang der Arbeitslosenquote auf die angestrebten 7% um ca. 18 Monate auf Dezember 2014 vorverlegt. Obwohl dies vom Markt weitgehend erwartet worden sei, könnte eine weitere Wachstumsbeschleunigung in Großbritannien zu einer Zeit, in der die FED ihre Stimulationsmaßnahmen zurückfahre, BoE-Chef Mark Carney doch erhebliches Kopfzerbrechen bereiten und die Renditen britischer Gilts in die Höhe treiben.
In Europa würden sich die Anzeichen für eine konjunkturelle Bodenbildung mehren. Mittlerweile befinden wir uns in einer Situation, in der das Wachstum nirgendwo wirklich gut ist, aber überall Wachstum herrscht, so die Experten von Jupiter Asset Management. Die Experten seien sich der Schwierigkeiten bewusst, denen die Europäische Zentralbank (EZB) bei der Überwindung der wirtschaftlichen Kluft zwischen Deutschland und den schwächeren europäischen Staaten gegenüberstehe.
Hingegen würden die Experten die vertrauensstärkenden Bemühungen wie Bankenbilanztests zuversichtlich stimmen, da diese letztendlich auch das Kreditwachstum in den Peripherieländern fördern würden. Außerdem würden die Experten glauben, dass die EZB unter Umständen zu unorthodoxeren Methoden greifen müsse, sollten die Zinsen in der Eurozone durch den Kurswechsel der FED unter Aufwärtsdruck geraten.
In strategischer Hinsicht seien die Experten nach wie vor der Überzeugung, dass europäische High Yield Anleihen eine attraktive Investmentmöglichkeit für Anleger im Fixed-Income Bereich darstellen würden. Europa erfreue sich niedriger Ausfallraten, die Unternehmen würden sich weiter auf die Sanierung ihrer Bilanzen konzentrieren, das wirtschaftliche Umfeld stabilisiere sich und die Zinsen dürften noch für längere Zeit niedrig bleiben. Ganz andere Bedingungen würden in den USA herrschen, wo die Unternehmen zuversichtlicher seien und deshalb auch bereitwilliger Fremdkapital aufnehmen würden.
Auf Sektorenebene würden die Experten bei Banken die Möglichkeit sehen, dass ihre Anleihen nach jahrelangem Schuldenabbau in puncto Sicherheit wieder konkurrieren könnten. Für Anleiheinvestoren dürften sich daraus entsprechende Opportunitäten ergeben. Weitere interessante Investments würden die Finanzierung von Ölbohrplattformen sowie Inkasso-Unternehmen und Verbriefungen im britischen Pub-Sektor darstellen. Neue Möglichkeiten würden die Experten auch bei Unternehmens- und Staatsanleihen aus Griechenland, Spanien sowie Irland sehen.
Auch wenn diese Anlagechancen sicherlich Anlass zu Optimismus geben würden, sollte nicht leichtfertig gehandelt werden. Die Experten würden besonders auf die Steuerung von Risiken achten, die im Zusammenhang mit sich ändernden Zinserwartungen stünden.
Die Portfolio-Duration sei mit rund zwei Jahren relativ niedrig. Erreicht worden sei dies mittels Short-Positionen in US-Treasuries, deren Renditen sich im laufenden Jahr erhöhen könnten, sowie mittels eines umfangreichen Engagements in Floating Rate Notes. Sollten die Konjunkturdaten in den USA (und andernorts) deutlich positiv überraschen, würden die Experten möglicherweise weitere Instrumente nutzen, um den Jupiter Dynamic Bond Sicav entsprechend zu schützen. (07.01.2014/alc/a/a)
Diese habe gerade damit begonnen, die amerikanische (und globale) Wirtschaft von ihrem monatlich 85 Milliarden US-Dollar schweren quantitativen Lockerungsprogramm zu entwöhnen. Die Nachricht, dass die FED ihr Programm zunächst um monatlich 10 Milliarden US-Dollar zurückfahren werde, sei an den Aktien- und Anleihenmärkten gut aufgenommen worden.
Die für längere Zeit in Aussicht gestellten Niedrigzinsen hätten ebenfalls ein positives Echo gefunden. Die FED habe damit ihre Überzeugung unterstrichen, dass die konjunkturelle Erholung noch nicht abgeschlossen sei. Daher werde sie auch die Kontrolle über die Zinskurve nicht aufgeben und keine übermäßige Schwäche der Wirtschaft und Märkte riskieren.
Für die Kreditmärkte würden die Experten 2014 optimistisch bleiben. Die Experten würden davon ausgehen, dass die Konjunkturdaten die Erwartungen weitgehend erfüllen würden und der Markt geordnet reagieren könne. High Yield Anleihen würden die Experten in diesem Umfeld ein ordentliches Renditepotenzial zutrauen.
Allerdings sei die FED mit einer schweren, nicht zu unterschätzenden Aufgabe konfrontiert. Denn es bestehe die Gefahr, dass sich die Wirtschaft weit besser entwickle als erwartet, was am Markt Panik im Hinblick auf die Geschwindigkeit des Zinsanstieges auslösen könnte. Dieses würde möglicherweise die potentielle Befürchtung einer Zinserhöhung schon für den späteren Jahresverlauf vorantreiben - und so zu einer heftigen Marktkorrektur wie im Jahr 1994 führen.
Derzeit scheine eine solche Entwicklung jedoch eher unwahrscheinlich, da die niedrige Inflation in den USA Anlass zur Sorge gebe und der US-Notenbank gute Gründe liefere, ihre Anleihekäufe weiter nur schrittweise zu drosseln. In seiner Rede habe Ben Bernanke sogar hervorgehoben, dass die FED weitere Schritte erwägen könnte, sollte die Inflation nicht in Richtung des Zielwerts von 2% steigen. Sollte sich hingegen das Wachstum beschleunigen, würden die US-Inflationsdaten aufmerksam geprüft, da diese ein wichtiger Indikator für die Stimmung am Rentenmarkt sein würden.
In Europa würden sich die Anzeichen für eine konjunkturelle Bodenbildung mehren. Mittlerweile befinden wir uns in einer Situation, in der das Wachstum nirgendwo wirklich gut ist, aber überall Wachstum herrscht, so die Experten von Jupiter Asset Management. Die Experten seien sich der Schwierigkeiten bewusst, denen die Europäische Zentralbank (EZB) bei der Überwindung der wirtschaftlichen Kluft zwischen Deutschland und den schwächeren europäischen Staaten gegenüberstehe.
Hingegen würden die Experten die vertrauensstärkenden Bemühungen wie Bankenbilanztests zuversichtlich stimmen, da diese letztendlich auch das Kreditwachstum in den Peripherieländern fördern würden. Außerdem würden die Experten glauben, dass die EZB unter Umständen zu unorthodoxeren Methoden greifen müsse, sollten die Zinsen in der Eurozone durch den Kurswechsel der FED unter Aufwärtsdruck geraten.
In strategischer Hinsicht seien die Experten nach wie vor der Überzeugung, dass europäische High Yield Anleihen eine attraktive Investmentmöglichkeit für Anleger im Fixed-Income Bereich darstellen würden. Europa erfreue sich niedriger Ausfallraten, die Unternehmen würden sich weiter auf die Sanierung ihrer Bilanzen konzentrieren, das wirtschaftliche Umfeld stabilisiere sich und die Zinsen dürften noch für längere Zeit niedrig bleiben. Ganz andere Bedingungen würden in den USA herrschen, wo die Unternehmen zuversichtlicher seien und deshalb auch bereitwilliger Fremdkapital aufnehmen würden.
Auf Sektorenebene würden die Experten bei Banken die Möglichkeit sehen, dass ihre Anleihen nach jahrelangem Schuldenabbau in puncto Sicherheit wieder konkurrieren könnten. Für Anleiheinvestoren dürften sich daraus entsprechende Opportunitäten ergeben. Weitere interessante Investments würden die Finanzierung von Ölbohrplattformen sowie Inkasso-Unternehmen und Verbriefungen im britischen Pub-Sektor darstellen. Neue Möglichkeiten würden die Experten auch bei Unternehmens- und Staatsanleihen aus Griechenland, Spanien sowie Irland sehen.
Auch wenn diese Anlagechancen sicherlich Anlass zu Optimismus geben würden, sollte nicht leichtfertig gehandelt werden. Die Experten würden besonders auf die Steuerung von Risiken achten, die im Zusammenhang mit sich ändernden Zinserwartungen stünden.
Die Portfolio-Duration sei mit rund zwei Jahren relativ niedrig. Erreicht worden sei dies mittels Short-Positionen in US-Treasuries, deren Renditen sich im laufenden Jahr erhöhen könnten, sowie mittels eines umfangreichen Engagements in Floating Rate Notes. Sollten die Konjunkturdaten in den USA (und andernorts) deutlich positiv überraschen, würden die Experten möglicherweise weitere Instrumente nutzen, um den Jupiter Dynamic Bond Sicav entsprechend zu schützen. (07.01.2014/alc/a/a)


