Fed senkt Zinsen - Anleihemärkte reagieren kaum


30.10.25 12:30
Börse Stuttgart

Stuttgart (www.anleihencheck.de) - Die internationalen Anleihemärkte präsentierten sich zuletzt volatil, da die geldpolitischen Signale der US-Notenbank im Mittelpunkt standen, so die Börse Stuttgart.

Auch die am Mittwoch von der Federal Reserve beschlossene Zinssenkung um 25 Basispunkte auf den neuen Zielkorridor von 3,75 bis 4,00 Prozent habe am Handelstag keine nennenswerten Kursimpulse ausgelöst. Die Entscheidung sei von Marktteilnehmern bereits weitgehend erwartet worden. Im Mittelpunkt des Interesses hätten vielmehr die begleitenden Äußerungen von Notenbankpräsident Jerome Powell gestanden, der betont habe, dass eine weitere Zinssenkung im Dezember keinesfalls garantiert sei. Dies habe zu einem deutlichen Rückgang der Erwartung auf eine weitere Lockerung geführt, was sich in steigenden Renditen an den Anleihemärkten niedergeschlagen habe: Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen sei um 8 Basispunkte auf 4,06 Prozent geklettert.

Deutsche Bundesanleihen hätten sich im Wochenverlauf überwiegend stabil gezeigt, die Kurse hätten sich in einer engen Spanne bewegt. Der richtungweisende Euro-Bund-Future habe zuletzt bei 129,38 Punkten notiert und damit unter dem Wert der Vorwoche von 130,10 Punkten gelegen. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen sei binnen Wochenfrist von 2,55 auf aktuell 2,63 Prozent gestiegen. Auch bei den dreißigjährigen Papieren sei ein leichter Anstieg zu beobachten gewesen: Hier sei die Rendite von 3,13 auf 3,20 Prozent geklettert. Geopolitische Unsicherheiten und schwächere Konjunkturerwartungen hätten unter Anlegern weiterhin für eine abwartende Haltung gesorgt. (Bonds weekly Ausgabe vom 30.10.2025) (30.10.2025/alc/a/a)




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