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Fed-Zinssenkung wackelt: US-Shutdown vorbei, aber Collins warnt vor Lockerung


14.11.25 09:25
Helaba

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Der über einen Monat währende "shutdown" in den USA ist beendet und zumindest bis Ende Januar 2026 können die Behörden wie gewohnt arbeiten, so die Analysten der Helaba.

Allerdings sei noch offen, welche Konjunkturzahlen wann veröffentlicht würden. Unklar sei auch, ob es zu Lücken in den Datenreihen komme, weil die Daten schlicht und ergreifend in der Periode des Stillstandes nicht erhoben worden seien.

Im Hinblick auf die Entscheidungen der Fed habe es jüngst einen Dämpfer für die Zinssenkungserwartungen gegeben. Im Oktober habe sich Fed-Chef Powell bereits zurückhaltend gezeigt, denn seiner Meinung nach sei eine Zinssenkung im Dezember keine ausgemachte Sache. Nun springe ihm neben anderen FOMC-Mitgliedern Susan Collins bei, die eine hohe Hürde für einen Lockerung im Dezember sehe. Die Markterwartungen einer Zinssenkung seien dementsprechend zuletzt gesunken.

In der Eurozone stehe die zweite Veröffentlichung des BIP-Wachstums im dritten Quartal im Kalender. Das vorläufig gemeldete Plus von 0,2% im Quartalsvergleich dürfte bestätigt werden. Damit einhergehend werde auch die Jahresrate wohl bei 1,3% stehen. Dies sei zwar etwas weniger als noch im zweiten Quartal, die leichte Beschleunigung der Quartalsdynamik sei aber positiv zu werten. Einfluss auf die Zinssenkungserwartungen bezüglich der EZB hätten die Zahlen aber wohl nicht. Die EZB sehe die Geldpolitik derzeit als "gut positioniert" an und marktseitig werde kaum auf eine Veränderung des Leitzinsniveaus im Dezember spekuliert. (14.11.2025/alc/a/a)