Erweiterte Funktionen
FOMC-Tagung beginnt am Nachmittag
25.07.17 08:45
National-Bank AG
Essen (www.anleihencheck.de) - Die vorläufigen Werte der Markit Einkaufsmanagerindices für das Verarbeitende und das Dienstleistungsgewerbe in verschiedenen Euroländern fielen per Saldo etwas schwächer aus, als es geschätzt worden war, so die Analysten der National-Bank AG.
Dennoch befinde sich die Wirtschaft im Euroraum auf einem soliden Wachstumspfad. Das dürfte seine Bestätigung in der Veröffentlichung des ifo-Geschäftsklimaindikators am Vormittag finden, wobei dieser ähnlich wie die Markit Indikatoren etwas schwächer ausfallen dürfte als im Vormonat. Nichtsdestoweniger bleibe die Stimmung unter den deutschen Unternehmern ausgezeichnet.
Heute Morgen habe mit Yves Mersch ein Mitglied des EZB-Direktoriums ein positives Bild für die Wirtschaft im Euroland gemalt. Seiner Einschätzung nach würde der Aufschwung zusehends an Breite gewinnen. Am Nachmittag würden sich die Investoren vor allem für das Verbrauchervertrauen des Conference Boards sowie die Preisentwicklung von US-Immobilien interessieren. Die Konsumentenstimmung dürfte einen Dämpfer erhalten haben. Die Ursache sei vor allem in der US-Administration zu sehen, die bislang keines ihrer zentralen Vorhaben auf den Weg gebracht habe.
Immerhin bestehe durch die überraschende Rückkehr des erkrankten republikanischen Senators John McCain die Möglichkeit, dass in die Abschaffung bzw. den Ersatz von Obamacare Bewegung komme. Heute solle, so jedenfalls der Wunsch des republikanischen Mehrheitsführers im Senat, über die Abschaffung/ den Ersatz von Obamacare abgestimmt werden. Allerdings sei überhaupt noch nicht bekannt, worüber nun konkret befunden werden solle. Selbst die republikanischen Senatoren würden noch im dunklen tappen. Durch die Anwesenheit von McCain seien aber die Chancen der Republikaner gestiegen, die benötigten 50 Stimmen zu erlangen, um das Vorhaben auf den Weg zu bringen - der Vizepräsident gebe bei Gleichstand im Senat den Ausschlag.
Wie es dann weiter gehe, sei jedoch offen. Die Investoren hätten in Anbetracht des Regierungschaos in Washington ihre eigene Einschätzung: Nach Schätzungen des Congressional Budget Office müsse die Verschuldungsobergrenze zwischen Anfang und Mitte Oktober angehoben werden, da den USA sonst massive Zahlungsprobleme drohen würden. Seit Tagen sei bereits zu beobachten, dass Schatzanweisungen, die im oder nach dem Oktober fällig würden, höhere Renditen aufweisen würden. Gestern seien die beiden T-Bill-Auktionen nur mit großen Renditezugeständnissen gelaufen. Die Investoren würden sich tatsächlich sorgen machen, die USA könnte aufgrund der aktuellen politischen Probleme die Verschuldungsobergrenze nicht rechtzeitig anheben, sodass ein shut down der öffentlichen Verwaltung sowie das Verschieben von Tilgungszahlungen drohe.
In den Dienstag dürfte der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) mit kleinen Verlusten starten. Zum einen würden die Investoren auf den Ifo und am Nachmittag auf das US-Konsumentenvertrauen schauen. Zum anderen dürften sie sich vor dem Ende der Tagung des FOMC und der Verbreitung der Presseerklärung sowieso kaum aus der Deckung wagen. Im Tagesverlauf sollte sich der Bund-Future zwischen 161,70 und 162,95 bewegen. Die Rendite der zehnjährigen US-Treasuries sollte zwischen 2,19 und 2,30% schwanken. Die zweijährigen T-Notes, die heute Abend vom US-Treasury verkauft würden, dürften sich problemlos unterbringen lassen. (25.07.2017/alc/a/a)
Dennoch befinde sich die Wirtschaft im Euroraum auf einem soliden Wachstumspfad. Das dürfte seine Bestätigung in der Veröffentlichung des ifo-Geschäftsklimaindikators am Vormittag finden, wobei dieser ähnlich wie die Markit Indikatoren etwas schwächer ausfallen dürfte als im Vormonat. Nichtsdestoweniger bleibe die Stimmung unter den deutschen Unternehmern ausgezeichnet.
Immerhin bestehe durch die überraschende Rückkehr des erkrankten republikanischen Senators John McCain die Möglichkeit, dass in die Abschaffung bzw. den Ersatz von Obamacare Bewegung komme. Heute solle, so jedenfalls der Wunsch des republikanischen Mehrheitsführers im Senat, über die Abschaffung/ den Ersatz von Obamacare abgestimmt werden. Allerdings sei überhaupt noch nicht bekannt, worüber nun konkret befunden werden solle. Selbst die republikanischen Senatoren würden noch im dunklen tappen. Durch die Anwesenheit von McCain seien aber die Chancen der Republikaner gestiegen, die benötigten 50 Stimmen zu erlangen, um das Vorhaben auf den Weg zu bringen - der Vizepräsident gebe bei Gleichstand im Senat den Ausschlag.
Wie es dann weiter gehe, sei jedoch offen. Die Investoren hätten in Anbetracht des Regierungschaos in Washington ihre eigene Einschätzung: Nach Schätzungen des Congressional Budget Office müsse die Verschuldungsobergrenze zwischen Anfang und Mitte Oktober angehoben werden, da den USA sonst massive Zahlungsprobleme drohen würden. Seit Tagen sei bereits zu beobachten, dass Schatzanweisungen, die im oder nach dem Oktober fällig würden, höhere Renditen aufweisen würden. Gestern seien die beiden T-Bill-Auktionen nur mit großen Renditezugeständnissen gelaufen. Die Investoren würden sich tatsächlich sorgen machen, die USA könnte aufgrund der aktuellen politischen Probleme die Verschuldungsobergrenze nicht rechtzeitig anheben, sodass ein shut down der öffentlichen Verwaltung sowie das Verschieben von Tilgungszahlungen drohe.
In den Dienstag dürfte der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) mit kleinen Verlusten starten. Zum einen würden die Investoren auf den Ifo und am Nachmittag auf das US-Konsumentenvertrauen schauen. Zum anderen dürften sie sich vor dem Ende der Tagung des FOMC und der Verbreitung der Presseerklärung sowieso kaum aus der Deckung wagen. Im Tagesverlauf sollte sich der Bund-Future zwischen 161,70 und 162,95 bewegen. Die Rendite der zehnjährigen US-Treasuries sollte zwischen 2,19 und 2,30% schwanken. Die zweijährigen T-Notes, die heute Abend vom US-Treasury verkauft würden, dürften sich problemlos unterbringen lassen. (25.07.2017/alc/a/a)
Aktuelle Kursinformationen mehr >
| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 125,717 € | 125,3577 € | 0,3593 € | +0,29% | 01.01./01:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE0009652644 | 965264 | 131,95 € | 124,26 € | |


