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FOMC-Sitzung am 17. September: Kommt die Zinssenkung wirklich?
03.09.25 09:23
Helaba
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Im Vorfeld der FOMC-Sitzung am 17. September richtet sich die Aufmerksamkeit der Marktteilnehmer verstärkt auf das Geschehen in den USA, so die Analysten der Helaba.
Nicht nur die Versuche der Trump-Administration, die Unabhängigkeit der US-Notenbank zu beschneiden, indem in nicht dagewesener Form Druck auf FOMC-Mitglieder ausgeübt werde, würden die FOMC-Entscheidung in den Fokus rücken. Auch die anhaltende Verunsicherung über die weiteren wirtschaftlichen und preislichen Perspektiven lasse dem Event eine hohe Bedeutung zukommen. Während sich die Marktteilnehmer zuletzt mit einer gut 90%igen Wahrscheinlichkeit auf eine Reduktion der Leitzinsen um 25 Basispunkte eingestellt hätten, würden sich die Notenbanker zunächst noch vorsichtig zeigen. Zwar hätten Powell und andere Mitglieder des Offenmarktausschusses (FOMC) erkennen lassen, dass eine Anpassung der Zinspolitik möglich sei, vorfestgelegt scheine man aber noch nicht zu sein. Die heutige Rede von St.-Louis-Fed-Präsident Musalem werde daran wohl nichts ändern, vermutlich auch das Beige Book am Abend nicht.
Es würden bis dahin zudem noch zwei echte US-Datenschwergewichte veröffentlicht werden. Zum einen sei der Arbeitsmarktbericht an diesem Freitag zu nennen, zum anderen der Inflationsbericht in der nächsten Woche. Beide müssten dabei aber wohl deutlich höher als erwartete Werte mit sich bringen, um die Zinssenkungsspekulation deutlich zu dämpfen. Der ISM-Index des Verarbeitenden Gewerbes sei gestern nicht in der Lage gewesen, dies zu tun. Mit dem Augustwert liege dieser weiterhin unterhalb der Wachstumsschwelle und deute auf eine anhaltend verhaltene Dynamik des Sektors hin. Dazu passen würde die erneut erwartete Abschwächung der Pkw-Absatzzahlen in den USA, die im Verlauf des späten Abends bekannt gegeben würden. Im Juli habe der positive Verlauf noch überrascht und so zur Industrieproduktion beigetragen.
Gründe für ein Auspreisen der Zinssenkungserwartungen bezüglich der Fed machen wir heute per saldo nicht aus, so die Analysten der Helaba. (03.09.2025/alc/a/a)
Nicht nur die Versuche der Trump-Administration, die Unabhängigkeit der US-Notenbank zu beschneiden, indem in nicht dagewesener Form Druck auf FOMC-Mitglieder ausgeübt werde, würden die FOMC-Entscheidung in den Fokus rücken. Auch die anhaltende Verunsicherung über die weiteren wirtschaftlichen und preislichen Perspektiven lasse dem Event eine hohe Bedeutung zukommen. Während sich die Marktteilnehmer zuletzt mit einer gut 90%igen Wahrscheinlichkeit auf eine Reduktion der Leitzinsen um 25 Basispunkte eingestellt hätten, würden sich die Notenbanker zunächst noch vorsichtig zeigen. Zwar hätten Powell und andere Mitglieder des Offenmarktausschusses (FOMC) erkennen lassen, dass eine Anpassung der Zinspolitik möglich sei, vorfestgelegt scheine man aber noch nicht zu sein. Die heutige Rede von St.-Louis-Fed-Präsident Musalem werde daran wohl nichts ändern, vermutlich auch das Beige Book am Abend nicht.
Es würden bis dahin zudem noch zwei echte US-Datenschwergewichte veröffentlicht werden. Zum einen sei der Arbeitsmarktbericht an diesem Freitag zu nennen, zum anderen der Inflationsbericht in der nächsten Woche. Beide müssten dabei aber wohl deutlich höher als erwartete Werte mit sich bringen, um die Zinssenkungsspekulation deutlich zu dämpfen. Der ISM-Index des Verarbeitenden Gewerbes sei gestern nicht in der Lage gewesen, dies zu tun. Mit dem Augustwert liege dieser weiterhin unterhalb der Wachstumsschwelle und deute auf eine anhaltend verhaltene Dynamik des Sektors hin. Dazu passen würde die erneut erwartete Abschwächung der Pkw-Absatzzahlen in den USA, die im Verlauf des späten Abends bekannt gegeben würden. Im Juli habe der positive Verlauf noch überrascht und so zur Industrieproduktion beigetragen.
Gründe für ein Auspreisen der Zinssenkungserwartungen bezüglich der Fed machen wir heute per saldo nicht aus, so die Analysten der Helaba. (03.09.2025/alc/a/a)


