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FED von den Markterwartungen zunehmend in die Ecke gedrängt
18.06.19 10:00
Deutsche Bank
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Noch deuten der markante Anstieg des Konsumentenvertrauens Ende Mai sowie die starken Einzelhandelsumsätze letzte Woche weiterhin auf einen gesunden Konsum hin, der das Wachstum in den USA stützen dürfte, so die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".
Zunehmend würden sich im Verarbeitenden Gewerbe der USA jedoch die negativen Auswirkungen der Unsicherheit durch den Handelsstreit zeigen. Laut dem gestern veröffentlichten Empire State Index der New York FED sei die Unternehmensstimmung im Juni auf ein Dreijahrestief gesunken und habe dadurch den US-Dollar gegenüber dem Euro geschwächt. Getrieben worden sei dieser Rekordrückgang vor allem durch die Subkomponente für neue Auftragseingänge, die von zuvor +9,7 auf -12,0 Zähler zurückgegangen sei.
Für die zukünftige Entwicklung des Dollars werde jedoch vor allem die morgige geldpolitische Entscheidung der FED relevant sein. Dabei werde die Notenbank zunehmend von den Markterwartungen in die Ecke gedrängt. Nicht nur seien die US-Inflationserwartungen seit Anfang Mai um 0,35 Prozentpunkte zurückgegangen, zusätzlich preise der Markt auch mehr als zwei Leitzinssenkungen bis Jahresende ein. Obwohl die FED den Leitzins auf ihrer morgigen Sitzung sehr wahrscheinlich nicht verändern werde, dürfte sie ihre Kommunikation aber entsprechend anpassen und die Tür für eine Leitzinssenkung im Juli öffnen. Sollte sie die Markterwartungen jedoch enttäuschen, bestehe ein Aufwertungsrisiko für den Dollar. (18.06.2019/alc/a/a)
Zunehmend würden sich im Verarbeitenden Gewerbe der USA jedoch die negativen Auswirkungen der Unsicherheit durch den Handelsstreit zeigen. Laut dem gestern veröffentlichten Empire State Index der New York FED sei die Unternehmensstimmung im Juni auf ein Dreijahrestief gesunken und habe dadurch den US-Dollar gegenüber dem Euro geschwächt. Getrieben worden sei dieser Rekordrückgang vor allem durch die Subkomponente für neue Auftragseingänge, die von zuvor +9,7 auf -12,0 Zähler zurückgegangen sei.
Für die zukünftige Entwicklung des Dollars werde jedoch vor allem die morgige geldpolitische Entscheidung der FED relevant sein. Dabei werde die Notenbank zunehmend von den Markterwartungen in die Ecke gedrängt. Nicht nur seien die US-Inflationserwartungen seit Anfang Mai um 0,35 Prozentpunkte zurückgegangen, zusätzlich preise der Markt auch mehr als zwei Leitzinssenkungen bis Jahresende ein. Obwohl die FED den Leitzins auf ihrer morgigen Sitzung sehr wahrscheinlich nicht verändern werde, dürfte sie ihre Kommunikation aber entsprechend anpassen und die Tür für eine Leitzinssenkung im Juli öffnen. Sollte sie die Markterwartungen jedoch enttäuschen, bestehe ein Aufwertungsrisiko für den Dollar. (18.06.2019/alc/a/a)


