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FED und EZB: Geldpolitische Lockerungsmaßnahmen erwartet


05.07.19 09:00
Deutsche Bank

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Eine fast schon unheimliche Ruhe hat sich über die Euro-Wechselkurse gelegt, berichtet die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".

Selten hätten die vom Markt eingepreisten Schwankungen für die kommenden sechs Monate niedriger gelegen als heute. Beim Wechselkurs zum Polnischen Zloty, dem US- und dem Australischen Dollar und der Indischen Rupie befanden sie sich auf einem Zweijahrestief. Beim Japanischen Yen, der Schwedischen und der Tschechischen Krone, dem Neuseeländischen und dem Kanadischen Dollar sowie dem Russischen Rubel sei nur in weniger als einem Prozent der Fälle in den letzten zwei Jahren mit niedrigeren Schwankungen gerechnet worden. Dies dürfte unter anderem daran liegen, dass sowohl von der FED als auch von der EZB geldpolitische Lockerungsmaßnahmen erwartet würden.

Die Schwankungen könnten aber auch heute bereits wieder steigen, wenn um 14:30 der US-Arbeitsmarktbericht veröffentlicht werde. Nicht zu warm und nicht zu kalt, das sei die Erwartung der Devisenhändler. Wenn die neu geschaffenen Stellen in etwa dem 3-Monats-Durchschnitt von 151.000 entsprechen würden und die Lohnsteigerung nicht deutlich über drei Prozent liege, dürfte sich der Wunsch erfüllen. Zeige der Arbeitsmarkt Stärke oder würden zu wenige Stellen geschaffen, dürfte sich der Euro-Wechselkurs zum US-Dollar deutlich bewegen. (05.07.2019/alc/a/a)