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FED bekräftigt Kurs des billigen Geldes - US-Arbeitsmarkt dürfte noch "echte Flaute" erleben
11.04.14 14:49
Rohstoff-Report
München (www.anleihencheck.de) - Am Montag hat Janet Yellen in einer Rede den Kurs des billigen Geldes der amerikanischen Notenbank bekräftigt, so die Experten von "BörseGo" in ihrem "Gold- & Rohstoff-Report".
Sie habe auch gesagt, dass der Arbeitsmarkt noch eine "echte Flaute" erlebe, was die Inflation niedrig und den Raum, die Zinsen unten zu lassen, groß halte.
Warum die Flaute? John Hilsenrath, das Sprachrohr der US-Notenbank FED beim "Wall Street Journal" fasse zusammen:
Sieben Millionen Teilzeitbeschäftigte sei nicht das, was man bei 6,7% Arbeitslosenquote erwarte. Sieben Millionen Menschen seien teilzeitbeschäftigt (in den USA spreche man hier ehrlicherweise von "teilweise arbeitslos") und wollten Vollzeit arbeiten, aber es gehe nicht.
Die Statistiken würden zeigen, dass weitaus weniger Menschen freiwillig ihren Arbeitsplatz kündigen würden, als vor der Rezession, weil sie Angst hätten, keinen neuen mehr finden zu können. Das liege wohl auch daran, dass die Firmen zwar weniger Menschen entlassen, aber auch nur sehr wenige neue einstellen würden.
Ungleich zu früheren Wirtschaftserholungen habe die fallende Arbeitslosenquote nicht dazu beigetragen, die Löhne und Gehälter zu erhöhen. Sie seien einfach gleich geblieben. Arbeiter und Angestellte in einem Arbeitsmarkt, an dem es ein Überangebot an Arbeitssuchenden gebe, hätten wenig bis keinen Spielraum, Lohn- oder Gehaltserhöhungen zu fordern.
Verglichen mit vergangenen Erholungsphasen der Wirtschaft auf Rezessionen sei der Anteil der Langzeitarbeitslosen - jene, die mehr als sechs Monate ohne Arbeit seien - heute unverhältnismäßig hoch. Es gebe aber Hoffnung - die Situation bei kurzzeitig Arbeitslosen habe sich genauso schwach verbessert als bei langzeitig Arbeitslosen - John Hilsenrath sehe hier die Möglichkeit, dass ein stärkerer Arbeitsmarkt schlussendlich den Langzeitarbeitslosen helfen könnte.
Teilnahme am Arbeitsmarkt. Nur 63% der arbeitswilligen amerikanischen Bevölkerung seien heute beschäftigt, vor der Rezession seien es 66% gewesen. Auch nach der Rezession sei die Partizipationsrate weiter abgefallen. Das könnte bedeuten, schreibe Hilsenrath, dass die Arbeitslosenquote von 6,7% die wirkliche Situation am amerikanischen Arbeitsmarkt beschönige. (Ausgabe 7 vom 10.04.2014) (11.04.2014/alc/a/a)
Sie habe auch gesagt, dass der Arbeitsmarkt noch eine "echte Flaute" erlebe, was die Inflation niedrig und den Raum, die Zinsen unten zu lassen, groß halte.
Warum die Flaute? John Hilsenrath, das Sprachrohr der US-Notenbank FED beim "Wall Street Journal" fasse zusammen:
Die Statistiken würden zeigen, dass weitaus weniger Menschen freiwillig ihren Arbeitsplatz kündigen würden, als vor der Rezession, weil sie Angst hätten, keinen neuen mehr finden zu können. Das liege wohl auch daran, dass die Firmen zwar weniger Menschen entlassen, aber auch nur sehr wenige neue einstellen würden.
Ungleich zu früheren Wirtschaftserholungen habe die fallende Arbeitslosenquote nicht dazu beigetragen, die Löhne und Gehälter zu erhöhen. Sie seien einfach gleich geblieben. Arbeiter und Angestellte in einem Arbeitsmarkt, an dem es ein Überangebot an Arbeitssuchenden gebe, hätten wenig bis keinen Spielraum, Lohn- oder Gehaltserhöhungen zu fordern.
Verglichen mit vergangenen Erholungsphasen der Wirtschaft auf Rezessionen sei der Anteil der Langzeitarbeitslosen - jene, die mehr als sechs Monate ohne Arbeit seien - heute unverhältnismäßig hoch. Es gebe aber Hoffnung - die Situation bei kurzzeitig Arbeitslosen habe sich genauso schwach verbessert als bei langzeitig Arbeitslosen - John Hilsenrath sehe hier die Möglichkeit, dass ein stärkerer Arbeitsmarkt schlussendlich den Langzeitarbeitslosen helfen könnte.
Teilnahme am Arbeitsmarkt. Nur 63% der arbeitswilligen amerikanischen Bevölkerung seien heute beschäftigt, vor der Rezession seien es 66% gewesen. Auch nach der Rezession sei die Partizipationsrate weiter abgefallen. Das könnte bedeuten, schreibe Hilsenrath, dass die Arbeitslosenquote von 6,7% die wirkliche Situation am amerikanischen Arbeitsmarkt beschönige. (Ausgabe 7 vom 10.04.2014) (11.04.2014/alc/a/a)


